Newsblog Uni Texas verbietet Aktivitäten von Studentenverbindungen nach Todesfall

Matthew Ellis wurde nach einer Party seiner Studentenverbindung leblos ausgefunden. Noch ist die Todesursache unklar - doch die Universität zieht Konsequenzen aus dem Fall.

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Vanessa Steinmetz
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Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
Damit verabschiede ich mich für heute von Ihnen. Um mich herum schreiben die Kollegen schon wieder an den nächsten Analysen, Meldungen und Reportagen zu den Themen des Tages - unter anderem an einem Mugabe-Porträt. Morgen erwartet Sie hier mein Kollege Armin Himmelrath
 
Tschüss!
Straßenbild mit Soldaten in Simbabwe. (Bild: dpa)
 
Die Machtübernahme des Militärs in Simbabwe wird uns heute noch weiter beschäftigen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungen bislang:
 
- Das Militär hat nach eigenen Angaben zeitweise die Kontrolle über den Staat übernommen.
 
- Es handle sich aber nicht um einen Putsch, betonte das Militär.
 
- Demnach sind Langzeitpräsident Robert Mugabe und seine Familie in Sicherheit. Mugabe selbst hat sich bislang nicht öffentlich geäußert. Sein Amtssitz ist von Soldaten abgeriegelt. 
 
- In der Nacht zum Mittwoch hatte es Augenzeugen zufolge mindestens drei laute Explosionen in der Hauptstadt Harare gegeben, auch Schüsse wurden gehört. In der Stadt waren gepanzerte Militärfahrzeuge zu sehen.
 
- Die Botschaften der USA und Großbritanniens ermahnten ihre Staatsbürger in Simbabwe wegen der unklaren Situation zu großer Vorsicht und forderten sie auf, zu Hause zu blieben.
In Düsseldorf wird eine lebenslange Suspendierung von Bridge-Spielern vor Gericht verhandelt. Die Kläger sind zwei Amateurspieler. Sie sollen sich bei der Bridge-Weltmeisterschaft 2013 verbotenerweise mit Hustenzeichen
verständigt haben. 
Eilmeldung der Nachrichtenagentur AFP: Russlands Parlament stimmt Gesetz gegen ausländische Medien zu
Ein Erdbeben der Stärke 5,4 hat den Südosten von Südkorea erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag in der Nähe der Küstenstadt Pohang. Die Erschütterungen waren bis in die etwa 270 Kilometer entfernte Millionenmetropole Seoul zu spüren, wo Hochhäuser leicht schwankten. Berichte über Verletzte gibt es bisher nicht. Die Stadtverwaltung und die Feuerwehr untersuchen das Ausmaß der Schäden. Die Behörden warnten vor Nachbeben.
 
In Australien schwenken glückliche Menschen die Regenbogenfahne: Dort hat eine Mehrheit der Stimmberechtigten für die Ehe für alle gestimmt. In vielen anderen Ländern zeigt sich einer Umfrage zur Einstellung gegenüber Minderheiten auf der ganzen Welt ebenfalls eine große Solidarität. Der Überblick: 
 
(Quelle: Economist.com)
 
Die Universität von Texas hat alle Aktivitäten von Studentenverbindungen bis auf Weiteres verboten. Hintergrund ist der Tod des 20-jährigen Matthew Ellis, berichtet die "New York Times". Der Student war nach einer Party seiner Verbindung leblos aufgefunden worden. Die Ursachen sind noch unklar. Seit einigen Wochen kommt es im Zusammenhang mit Mutproben und anderen Events von Verbindungen in den USA immer wieder zu tragischen Zwischenfällen. 
 
In einem Statement der Universität Texas heißt es, den Organisationen werden sämtliche Rituale zur Neuaufnahme verboten, genauso wie andere Treffen, bis die Ermittlungen  abgeschlossen sind. 
Kennen Sie die Ghost Cities in China? Al Jazeera English hat ein Video mit Drohnen-Aufnahmen der verlassenen Megastädte veröffentlicht. 
 
 
 
In Bonn werden Staats- und Regierungschefs bei der Weltklimakonferenz erwartet. Angekündigt haben sich etwa Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron.
 
Mein Kollege Axel Bojanowski hat im Vorfeld dazu über "Amerikas Klima-Rebellen" geschrieben. Hier erklärt er, warum China als neue Klima-Weltmacht scheitert. 
 
Und dann gab es noch das zu berichten:
Bei einem Brand in einer Flüchtlingsunterkunft in Oberfranken ist ein Mensch ums Leben gekommen. 14 weitere Bewohner der Unterkunft wurden leicht verletzt. In dem Gebäude waren nach Polizeiangaben 163 Menschen untergebracht. Die Brandursache war zunächst unklar.
Auch in Russland wird es heute interessant: Dort stimmt die Staatsduma über die Verschärfung eines umstrittenen Mediengesetzes ab. Der Entwurf sieht vor, dass sich bestimmte ausländische Medien als Agenten registrieren müssen. Auch deutsche Medien, etwa die Deutsche Welle, könnten betroffen sein.
 
Damit reagiert Moskau auf einen Streit mit Washington um den Status des russischen Auslandssenders RT. Der hatte am Montag überraschend eingelenkt und sich als "ausländischer Agent" in den USA registrieren lassen
Heute wird der US-amerikanische Außenminister Rex Tillerson Burma besuchen, das Land ist international inzwischen bekannter unter der Bezeichnung Myanmar. Seit einem Anschlag im August geht das Militär dort unerbittlich gegen die muslimische Minderheit der Rohingya vor - die schrecklichen Bilder ausgemergelter Flüchtlinge gingen um die Welt. 
 
US-Präsident Trump vermied es, bei seinem Besuch des Südostasien-Gipfels, bei dem auch Burma vertreten war, die Krise anzusprechen (ebenso wie die Menschenrechtsverletzungen in den Philippinen). Wie sich Tillerson nun gegenüber der Regierung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi positioniert, bleibt abzuwarten. 
Fast genau einen Monat ist der Mordanschlag auf die maltesische Journalistin Daphne Cuarana Galizia her. Am 16. Oktober wurde die 53-Jährige getötet, als ihr Auto explodierte. Noch immer gibt es keine Spur von den Tätern - und Feinde hatte Cuarana Galizia viele in dem Inselstaat, wo sie immer wieder Skandale um Steuerhinterziehung und Korruption aufdeckte. 
 
Heute beschäftigt sich das Europaparlament mit der Rechtsstaatlichkeit in Malta.  
 
(Bild: Reuters)
 
Das Schicksal von Nazanin Zaghari-Ratcliffe hat in den vergangenen Wochen nicht nur in Großbritannien für Aufsehen gesorgt. Der britisch-iranischen Bürgerin wird in Iran vorgeworfen, Propaganda gegen die dortige Regierung verbreitet zu haben.
 
Der britische Außenminister Boris Johnson hatte die Lage der jungen Frau, die nach eigenen Angaben privat in das Land gereist war, um ihre Eltern zu besuchen, mit einem unbedachten Kommentar noch verschlimmert. Johnson unterstellte ihr, in Iran Journalisten ausgebildet zu haben, musste sich später für die unbegründete Behauptung entschuldigen.
 
Heute will er sich mit dem Ehemann von Zaghari-Ratcliffe treffen. 
Für Ausschreitungen am Rande des Inauguration Day in Washington, also dem Tag der offiziellen Amtsübernahme von US-Präsident Donald Trump, steht von Mittwoch an ein Fotojournalist vor Gericht. Wie die "New York Times" berichtet, wird Alexej Wood unter anderem Zerstörung von Eigentum vorgeworfen. Seinem Anwalt zufolge könnte er dafür mit bis zu 61 Jahren Gefängnis bestraft werden.  
Wichtige Bilder aus einem ganz anderen Teil der Welt: CNN-Reporterin Nima Elbagir berichtet von Sklavenmärkten in Libyen. "Das ist die Realität eines unglaublich fragilen Staates", sagt sie. 
 
 
In Deutschland gehen auch am Mittwoch die Sondierungsgespräche für eine mögliche Jamaikakoalition weiter. Heute Vormittag soll es um die heiklen Themen Asyl, Migration und Integration gehen. Die Gespräche dazu sollten eigentlich am Abend zuvor stattfinden, wurden aber verschoben.
 
Für Streit könnte heute vor allem das Thema Familiennachzug sorgen. Für Flüchtlinge mit eingeschränktem (subsidiärem) Status ist der Nachzug von Angehörigen bis kommenden März gestoppt - die Grünen wollen danach den Nachzug wieder ermöglichen.
 
Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt betonte in der "Rheinischen Post" nochmals: "Beim Thema Migration ist für uns der Familiennachzug elementar." Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner sagte dagegen der "Passauer Neuen Presse": "Der Familiennachzug muss auf wenige individuelle Härtefälle beschränkt bleiben, solange es kein Regelwerk für die Einwanderung und Rückführung von Migranten ohne Aufenthaltsrecht gibt." Zuvor hatte auch Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) erklärt, er sehe hier "keinen Spielraum" in den Beratungen.
Das sind die Impressionen des Staatschefs: 
 
Mein Kollege Mark Pitzke in New York hat die Asienreise des mächtigsten Mannes der Welt für SPIEGEL ONLINE analysiert - und zeichnet ein weniger rosig-verklärtes Bild. Sein Fazit: "Amerika dankt ab"
Für seinen ersten Tag zurück kündigte der US-Präsident eine wichtiges Statement an. Um was es gehen soll, ließ er offen. 
Trump ist derweil wieder in den USA gelandet. Die Air Force One landete am späten Dienstagabend (Ortszeit) auf dem Militärflugplatz Joint Base Andrews außerhalb von Washington. Er selbst ist überaus zufrieden mit seiner Asienreise, die ihn unter anderem nach Südkorea, China und Vietnam brachte. 
 
Ganz anderes Thema: Nordkorea. Nur kurz nach dem Ende der Asienreise von US-Präsident Donald Trump verkündet die chinesische Regierung nun, dass sie einen Sonderbotschafter in das abgeschottete Land schicken will. Song Tao werde am Freitag nach Nordkorea reisen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.
 
Trump hatte China dazu aufgefordert, mehr Druck auf das Regime auszuüben. Das hatte er zwar schon unzählige Male getan, nun scheint China jedoch auch tatsächlich etwas zu unternehmen. Wohl auch, weil die Regierung in Peking selbst unzufrieden ist mit dem uneinsichtigen Verbündeten. 
So sieht das dazugehörige Cover aus: 
Jetzt aber zu Blake Shelton. Wenn Sie in den USA leben, kennen Sie ihn bestimmt - als Juror der US-Castingshow "The Voice". In Deutschland ist der Countrysänger hingegen kaum bekannt. Das "People"-Magazin könnte das jetzt ändern: Es kürte Shelton zum "Sexiest Man Alive". 
 
Was sagt der Sänger selbst dazu? "Euch gehen wohl die Leute aus", scherzte er. Doch seine Freundin, Sängerin Gwen Stefani, habe ihm gut zugeredet. "Hör mir zu, du würdest das bis an dein Lebensende bedauern, wenn du dieses Geschenk nicht annimmst und einfach den Moment lebst", habe sie ihm eingeschärft, erzählt Shelton.
Das Wichtigste aus der Nacht: 
 
- In Simbabwe hat das Militär zeitweise die Kontrolle übernommen. Es gehe darum, eine "sich verschlimmernde politische, soziale und wirtschaftliche" Krise zu überwinden, erklärte Generalmajor Sibusiso Moyo. Um einen Militärputsch handle es sich aber nicht. Mehr dazu erfahren Sie hier
 
-  In Wolfsburg haben Ermittler von Staatsanwaltschaft und Finanzbehörde Büros in der Chefetage und beim Betriebsrat von Volkswagen durchsucht. Akten und Computer wurden beschlagnahmt. Hier ist unsere Meldung dazu.  
 
- Der Weinstein-Skandal hat nicht nur zu erschreckenden - aber deshalb auch so wichtigen - Enthüllungen geführt, sondern zieht echte Konsequenzen nach sich. Im US-Repräsentantenhaus sollen künftig alle Mitarbeiter an Schulungen zur Prävention von Belästigung teilnehmen. Hier gibt es mehr Infos. 
Guten Morgen liebe Leser*innen! Wenn Sie wie ich heute Morgen in Hamburg aufgewacht sind, erwartet Sie ein kalter Sprühregen. Es gibt aber auch gute Nachrichten - vor allem für Blake Shelton. Dazu gleich mehr. In den nächsten drei Stunden versorge ich Sie mit allen relevanten - und unterhaltsamen - Nachrichten in Kurzform. 


insgesamt 3 Beiträge
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gruebi01 15.11.2017
1. Den Witz macht hier SO!
Christian Lindner oder der Nuschelkopp Schweiger als Sexiest Man alive? OK, zugegeben, ich bin als heterosexueller Mann, nicht derjenige, der so etwas kompetent entscheiden kann und soll, aber dennoch bitte ich um mehr Ernsthaftigkeit bei so wichtigen Fragen.
Thoket 15.11.2017
2. Das soll der "Sexiest Man Alive" sein!?
Ist das ein Scherz? Wie groß wäre der Aufschrei, wenn ein Mann über die Wahl von Maite Kelly als "Sexiest Woman Alive" ebenso geschrieben hätte? Und dann noch den Verweis auf irgendwelche Asikackbratzen als mögliche Alternativen...
TheFunk 15.11.2017
3. Lybien. Entsetzlich.
Nato und Europa mussten ja unbedingt Gaddafi wegbomben, der längst ungefährlich und dafür ein großer Stabilisator in Afrika war. Sklavenhandel vor den Toren Europas - und wir gucken zu. Entsetzlich. Aber Hauptsache, Gaddafi ist weggebombt. Shame on You.
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