Newsblog Schuldenuhr läuft rückwärts - zum ersten Mal

Ab 2018 läuft die Schuldenuhr in Deutschland erstmals rückwärts, die Staatsverschuldung sinkt. Doch Entwarnung will der Bund der Steuerzahler nicht geben - denn der Rückgang sei kein Ergebnis der Politik.

DPA / Bund der Steuerzahler

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Armin Himmelrath
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Also, wenn das mal keine gute Nachricht ist: Die öffentliche Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler wird nach einem Medienbericht ab Jahresanfang 2018 erstmals in ihrem 22-jährigen Bestehen rückwärts laufen. Auslöser sei der soeben vom Statistischen Bundesamt vermeldete Rückgang der Gesamtverschuldung des Staates im zurückliegenden Jahr um 2,9 Prozent auf immer noch 1,93 Billionen Euro, sagte der Präsident des Verbandes, Reiner Holznagel, der "Saarbrücker Zeitung".
 
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Die derzeitige positive Entwicklung bedeute aber keine Entwarnung. "Der Rückgang der Verschuldung ist nicht auf eine aktive Politik zurückzuführen, sondern auf das Wirtschaftswachstum, die Steuermehreinnahmen und niedrige Zinsen", warnte Holznagel. Im Fall einer Zinswende hätten die Finanzminister von Bund und Ländern ein großes Problem. "Schon jetzt beträgt die Zinslast im Bundeshaushalt jedes Jahr fast 20 Milliarden Euro."
Ganz zum Schluss an diesem für Sie hoffentlich letzten Arbeitstag des Jahres habe ich noch einen juristischen Rat für Sie. Beachten Sie bitte, dass in diesem Jahr zum ersten Mal die neue EU-Richtlinie zur öffentlichen Wiedergabe von Weihnachtsmusik zur Anwendung kommt: Wer schlechte Weihnachtslieder laut abhört oder anderen zu Gehör bringt, kommt ins Verlies Navidad.
 
In diesem Sinne: Schöne Feiertage - und wir lesen uns, wenn Sie mögen, am 27. Dezember hier wieder. Passen Sie bis dahin bitte gut auf sich und Ihre Lieben auf. Und hören Sie schöne Weihnachtslieder!
Der für heute letzte weihnachtsmuskalische Vorschlag kommt von Michael Schlag. Er schreibt: "Wenn man den vorweihnachtlichen Geschenke- und Nahrungsjägern, die sich mit verzerrtem Blick, Schaum vor dem Mund und hochaggressivem Verhalten durch die Geschäfte und Innenstädte kämpfen, um sich auf das Fest der Liebe vorzubereiten, glücklich ohne größere Blessuren entronnen ist, bleibt eigentlich nur ein Titel, den ich gerne hören würde: Leonard Cohen, 'Halleluja'."
Here we go.
 
Sie sind wirklich stark, liebe Leserinnen und Leser! Und Sie haben einen tollen Musikgeschmack, der mich noch hoffen lässt in dieser ansonsten die Ohren beleidigenden Weihnachtszeit. Leider konnte ich nicht alles aufgreifen, was von Ihnen heute Morgen angeregt wurde. Hier sind noch ein paar Songideen für Sie zum Weiterhören:
 
  • John Cale, Streets of Laredo – vorgeschlagen von Frank Gingeleit
  • Kate Bush, December will be magic again – vorgeschlagen von Udo Gevers
  • Set It Off, This Christmas (I'll Burn it to the Ground) – vorgeschlagen von Stefan Schuster (er hat gleich eine ganze Liste geschickt, danke!)
  • Erdmöbel, Lametta – vorgeschlagen von Matthias von Mering
  • Und Markus Bucher schlägt die Filmmusik von "Nightmare before Christmas" vor – mindestens aber den Titel "What’s this"…
Und weiter geht's mit Christian Korbankas Vorschlag: "2000 Miles" von den Pretenders.
 
Zwischendurch nochmal ganz ernst: Weil Sie und ich so viele Geschenke per Versand bestellen, sorgen wir für enorme Mengen Papiermüll in Abfallbetrieben und Recyclinghöfen. Im November und Dezember verarbeitete der Recyclinghof Alba in Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) - nach eigenen Angaben der größte im Südwesten - 10 bis 15 Prozent mehr Papier und Kartonagen als in anderen Monaten, sagte der Leiter der Niederlassung, Jochen Reinhard. Das entspräche pro Monat rund 1000 Tonnen. Insgesamt werden dort am Standort rund 120.000 Tonnen Papier und Karton pro Jahr recycelt.
 
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Von Jahr zu Jahr steigt die Zahl der bestellten Päckchen: Der Bundesverband Paket & Expresslogistik geht für das diesjährige Weihnachtsgeschäft von bis zu 30 Millionen Sendungen aus - das sind 9 bis 11 Prozent mehr als 2016. Schon im vergangenen Jahr war gut die Hälfte des deutschen Abfalls altes Papier - so lautet die Abfallbilanz des Umweltbundesamtes. 79 Kilo Papier wanderten im vergangenen Jahr pro Kopf in die Tonne, in den Jahren davor sogar noch einige Kilo mehr. Im Jahr 1990 war es lediglich rund die Hälfte.
US-Vizepräsident Mike Pence hat sich bei seinem überraschenden Afghanistan-Besuch nicht nur mit US-Soldaten, sondern auch mit Präsident Aschraf Ghani getroffen. Das geht aus Erklärungen des Präsidentenpalastes und der US-Botschaft in Kabul von gerade eben hervor. Pence war der höchstrangigste US-Besucher in Afghanistan in diesem Jahr.

Ein Thema sei die Sicherheitslage gewesen, heiß es weiter. Diese hat sich im Krieg mit den radikalislamischen Taliban 2017 deutlich verschlechtert. Laut einem Reporter des Senders CNN sagte Pence zu Ghani: "Wir sind hier, um das durchzuziehen. Wir glauben, dass wir jetzt auf einem Weg sind, der zu einem dauerhaftem Sieg für Freiheit und Sicherheit führt."
Jetzt geht's hier aber Schlag auf Schlag mit Ihren musikalischen Wünschen. Mal schauen, was wir noch schaffen in der verbleibenden halben Stunde. Auf jeden Fall "Drunken Christmas" von Finnegan's Hell, vorgeschlagen von Stefan Schuster.
 
Eine 29-jährige Frau aus Mexiko hat am Münchner Flughafen versucht, 28 Ziervögel in einer Reisetasche einzuschmuggeln. Die Vögel waren in sechs Pappkartons gepfercht, wie Marie Müller vom Hauptzollamt München heute mitteilte. Als die Beamten bei einer Kontrolle am Gepäckband die Tiere fanden, waren sechs von ihnen bereits tot. Weitere sieben Vögel überlebten trotz einer Notversorgung durch den Tierarzt die Strapazen des Transports nicht. "Die Ziervögel mit ihrem normalerweise bunten Gefieder waren mutmaßlich für den Verkauf in Deutschland gedacht", sagte Müller. Gegen die 29-Jährige wurde nach dem Vorfall vom Sonntag Anzeige wegen Tierquälerei erstattet.
 
Zwischendurch der Blick auf's Wetter für heute - wobei das ja viel uninteressanter ist als das Wetter übermorgen. Aber es tut mir leid: Auch dieses Jahr ist es wohl nix mit weißen Weihnachten. Wenn Sie sich selbst vergewissern wollen, können Sie postleitzahlengenau hier nachschauen.
 
Deshalb empfehle ich Ihnen lieber die weihnachtsmusikalische Playlist der "Morgen"-Leserinnen und -Leser. Da ist dann plötzlich gar nicht mehr so schlimm, dass der Schnee fehlt. Zum Beispiel, wenn Sie dem Vorschlag von Carsten Heemeyer folgen: "Ich weiß nicht, ob sich in Deutschland jemand an Rick Springfield erinnert (80er, Jessie's Girl, Celebrate Youth), aber das ist mein Vorschlag für etwas fetzigere und lustige Weihnachtsmusik heute morgen." Vorschlag angenommen.
 
Der nächste Musikwunsch kommt von Berit Schneider. Und sie schreibt kurz & bündig: "Für mich der Beste, immer noch: Tom Waits." Hier ist er mit "Silent Night".
 
Unbekannte haben am frühenMorgen einen Sprengsatz vor dem Gebäude des Athener Landgerichts gezündet. Verletzt wurde nach übereinstimmenden Berichten griechischer Medien niemand. Etwa 40 Minuten vor der Detonation warnte ein Unbekannter mit einem Anruf bei einem Nachrichtenportal vor dem Anschlag. Die Polizei konnte rechtzeitig die Straße räumen. Es seien einige Schäden an der Fassade des Gebäudes entstanden, berichteten Reporter.
 
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Kommentatoren gehen davon aus, dass Autonome hinter dem Anschlag stecken, wie das öffentlich-rechtliche Radio berichtete. Linksautonome Organisationen verüben seit Jahren immer wieder ähnliche Anschläge und protestieren damit gegen die Finanzlage im Land oder fordern die Freilassung inhaftierter Gleichgesinnter.
Das wird nicht nur Aachener Herzen erfreuen, sondern auch die der Kolleginnen und Kollegen.
 
 
Der 8-Uhr-Nachrichtenüberblick:
 
Es geht ja bei der Weihnachtsmusik nicht nur ums Konsumieren, sondern auch darum, selbst zu musizieren. Das kann man machen wie Thomas Gottschalk - oder auch so. Haben Sie schon Ihre alte Spielzeugeisenbahn aus dem Keller geholt?
 
Auch diese Meldung hat mit Weihnachten zu tun: Bei Amazon in Leipzig wird heute ebenfalls gestreikt. Mit Beginn der Nachtschicht gestern Abend rief die Gewerkschaft Ver.di die Beschäftigten auf, die Arbeit niederzulegen. Bis heute Morgen beteiligten sich rund 200 Mitarbeiter, wie Streikleiter Thomas Schneider sagte. Der Ausstand solle bis morgen Abend dauern.

Die Mitarbeiter bei Amazon haben in den vergangenen Wochen immer wieder gestreikt. Ver.di fordert Amazon seit rund viereinhalb Jahren auf, Tarifverhandlungen aufzunehmen - und untermauert dies immer wieder mit Streiks. Der US-Versandriese lehnt die Forderung jedoch strikt ab. (Das Foto stammt von einer Gewerkschaftsdemonstration Ende November in Berlin.)
 
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Jetzt aber nochmal Musik: Frank Alkenbrecher mag es eher klassisch-pop-weihnachtlich und wünscht sich "I believe in Father Christmas" von Greg Lake.
 
Eine Überdosis Weihnachten? Ja, auch das gibt's. In Bayern, wo sonst: Dort haben, meldet die "Kleine Zeitung", acht Schüler eine Weihrauchvergiftung erlitten. Bei einem Gottesdienst in der Abteikirche von Münsterschwarzach wurde ihnen plötzlich schwarz vor Augen. Das sei bei katholischen Gottesdiensten bundesweit gar nicht so selten, kommentierte ein Polizeisprecher den Vorfall lapidar. Allerdings sind nicht bei jedem Gottesdienst zwei Rettungshubschrauber und mehrere Rettungswagen im Einsatz.

In Japan sollen zwei jahrzehntealte Atomreaktoren aus Sicherheitsgründen stillgelegt werden. Die Betreiberfirma Kansai Electric Power kündigte heute an, die Reaktoren im Atomkraftwerk Oi in Zentraljapan bis 2019 vom Netz zu nehmen. Grund sei, dass die Anpassung der beiden rund 40 Jahre alten Reaktoren an die verschärften Sicherheitsbestimmungen zu hohe Kosten verursachen würde.

"Wir haben uns zur Stilllegung entschlossen, weil wir Sicherheit und Qualität Vorrang geben wollen", erklärte das Unternehmen. Für die erforderliche Sicherheitsnachrüstung der beiden Reaktoren sei keine "effiziente technische Lösung" gefunden worden. Die Reaktoren hatten ein Produktionsvolumen von jeweils rund einer Million Kilowatt. In Reaktion auf die Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 hatte die Regierung die Sicherheitsvorschriften für Atomkraftwerke verschärft. Einen Ausstieg aus der Atomkraft lehnt sie aber ab.

Kurzer Zwischenstand in Sachen Ryanair: Trotz des Warnstreiks der Piloten sind in Berlin-Schönefeld zunächst keine Flüge ausgefallen. "Zwei Maschinen sind bereits gestartet, fünf weitere sind ganz normal geplant", sagte ein Flughafensprecher gerade eben. Ob sie tatsächlich starten können, sei aber noch unsicher.
 
Der Abflug der Maschine von Schönefeld nach Bergamo um 6.40 Uhr wurde in der Online-Auskunft des Flughafens am Morgen mit mehr als 5 Stunden Verspätung angezeigt. Die Fluggesellschaft selbst war in den Morgenstunden nicht zu erreichen. Insgesamt sieben Abflüge von Berlin-Schönefeld fallen heute in den Streikzeitraum.
Geht selbstgemachte Musik eigentlich auch? Na klar, Herr Gottschalk. Na klar.
 
Da kommt kurz vor Weihnachten noch schnell jemand mit einem Wunschzettel um die Ecke: Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks. Er wünscht sich einen Koalitionsvertrag, in dem ein Pakt für Berufsbildung vereinbart wird. "Der Fachkräfte- und Nachwuchsmangel hemmt unser Wachstum im Handwerk", sagte Wollseifer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Wir haben volle Auftragsbücher. Manche Betriebe können inzwischen aber keine weiteren Aufträge mehr annehmen, weil ihnen schlicht das Personal fehlt, um diese Aufträge abzuarbeiten."

Mehr als 40 Prozent der Handwerksbetriebe suchten Fachkräfte sowie Auszubildende. Zwar habe das Handwerk in diesem Jahr mehr neue Lehrlinge gewinnen können. "Dennoch werden wir 2017 rund 15.000 offene Lehrstellen haben", sagte Wollseifer. Er hat auch klare Vorstellungen, was im Pakt für Berufsbildung drin stehen muss: "Darin müssen eine zur akademischen Bildung gleichwertige finanzielle Ausstattung der beruflichen Bildung und ihrer Infrastruktur vereinbart werden."
An der Westküste Australiens haben Polizisten auf einem Schiff 1,2 Tonnen Crystal Meth gefunden. Wie die Polizei mitteilte, hat der Rekordfund einen Wert von einer Milliarde Australischer Dollar (rund 651 Millionen Euro). Die Einsatzkräfte überraschten die mutmaßlichen Schmuggler in den frühen Morgenstunden beim Verladen der Drogen in einen Van. Acht Männer im Alter von 33 bis 52 Jahren wurden festgenommen - in dem Wagen, an Bord des Schiffes sowie in einem Hotel in Perth. Ihnen drohen lebenslange Haftstrafen.
Weiter geht's mit ein bisschen Weihnachtsmusik der anderen Art. Wenn Sie noch etwas Originelles für Heiligabend suchen, mit dem Sie sowohl beim Outfit als auch in der Kategorie Performance ihrer Familie die Kinnladen herunter klappen lassen können, dann hätte ich da eine Anregung für Sie.
 
 
Das Wichtigste um 7 Uhr in aller Kürze:
 
Das ist wirklich begeisternd, was Sie so auftreiben an Weihnachtsmusik. "Ein viel zu selten gespielter, aber immer wieder gern gehörter Song in der Weihnachtszeit ist 'A Fairytale of New York' von den Pogues", schreibt Matthias Spitzer. Herr Spitzer - Sie haben Recht!
 
 
Auch Guido Inhestern wünscht sich diesen Song, an den er sich, wie er schreibt, gerade erinnert, während er seiner Tochter die Flasche gibt: Für ihn ist das Musik "aus meiner aktiven Zeit".
 
Ich glaube, wenn Kinder die Pogues hören, werden gute Menschen aus ihnen.
Neuigkeiten im Dieselskandal: Volkswagen hat sich auf einen weiteren Vergleich mit Sammelklägern in Kanada verständigt. Das teilten der Autokonzern und die Klägeranwälte in der Nacht mit. Das Ganze muss noch den zuständigen Gerichten vorgelegt und dort genehmigt werden.

Der Vergleich sieht Entschädigungszahlungen, Reparaturen sowie teilweise auch Rückkauf- und Rücknahmeangebote für Besitzer und Leasingnehmer größerer Dieselwagen mit 3,0-Liter-Motoren aus dem VW-Konzern vor. Die Fahrzeuge waren mit einer speziellen Software ("Defeat Device") zur Abgasmanipulation ausgerüstet worden. Deutsche VW-Kunden werden solche Nachrichten mit großen, staunenden Augen lesen.
Antonia Kachelmann mag Shakin' Stevens - je genau, den walisischen Rock'n'Roller, der auf seinen Plattencovern immer so einen schwiegermuttererweichenden Blick draufhatte. Und deshalb wünscht sie sich "Merry Christmas Everyone" - erfülle ich natürlich gerne!
 
Planung und Ergebnis stimmen ja bei Großveranstaltungen nicht immer überein, gerne werden zum Beispiel im Vorfeld die Budgets zu niedrig kalkuliert. Interessant deshalb, dass die Organisatoren der Olympischen Spiele 2020 in Tokio die Kostenplanungen weiter gesenkt haben. Wie das Olympische Komitee heute Morgen bekanntgab, belaufen sich die Ausgaben jetzt auf 1,35 Billionen Yen (10 Milliarden Euro). Das sei eine Kürzung um 150 Milliarden Yen gegenüber dem ersten Etatentwurf. Damit liegen die Kosten für die Spiele allerdings immer noch um fast das Doppelte über dem, was die Japaner anfangs berechnet hatten. Als Tokio 2013 den Zuschlag bekam, lag das Budget bei 730 Milliarden Yen.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will, dass die Kosten noch weiter sinken. Bei einem kürzlichen Inspektionsbesuch sagte IOC-Vizepräsident John Coates, er sehe eine Milliarde US-Dollar (851 Millionen Euro) Einsparpotenzial. Das IOC versucht nach eigenen Angaben, Gigantismus bei der Ausrichtung von Olympischen Spielen einzudämmen. So sollen die Winterspiele 2014 im russischen Sotschi schätzungsweise bis zu 50 Milliarden Euro gekostet haben.
Ich freue mich - denn "Morgen"-Leser Klaus Böttger hat geschrieben und auf einen seiner diesjährigen Weihnachtsmusikfavoriten aufmerksam gemacht: Little Steven spielt die Ramones. Das ist schon eine besondere Mischung - und ganz brandneu, gestern erst erschienen. Bitte drehen Sie den Lautstärkeregler so weit auf wie möglich. Schöner kann man seine Familie kaum wecken!
 
Zum Flughafen wollen Sie heute? Sind Sie sicher? Wenn Sie mit Ryanair fliegen, sollten Sie vielleicht vorher nochmal nachschauen, ob das auch wirklich etwas wird. Denn zwei Tage vor Heiligabend müssen Passagiere der irischen Gesellschaft in Deutschland um ihre Flüge bangen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat ihre Mitglieder zu einem Warnstreik an allen zehn deutschen Ryanair-Basen aufgerufen. Der Ausstand hat um 5 Uhr begonnen und soll vier Stunden dauern. Hintergrund sind gescheiterte Gespräche über einen Tarifvertrag für die rund 400 deutschen Ryanair-Piloten.

Betroffen vom Streik sind unter anderem der Flughafen Berlin-Schönefeld mit sieben geplanten Starts, der Hunsrück-Flughafen Hahn mit fünf und Frankfurt mit sechs Flügen.
 
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Die VC hatte insgesamt von rund 16 ausfallenden Flügen gesprochen, was rund 3000 Passagieren entsprechen würde. Darin noch nicht enthalten sind Fluggäste, die möglicherweise auf die nicht zu bedienenden Folgeflüge gebucht waren. Ryanair äußerte sich zunächst nicht zu möglichen Flugausfällen und Ersatzangeboten.
Rundblick über die wichtigsten Nachrichten der vergangenen Nacht:
 
  • Bei der Parlamentswahl in Katalonien haben die Separatisten ihre absolute Mehrheit verteidigen können. Der abgesetzte Regionalpräsident Carles Puigdemont triumphiert - und hofft auf ein Comeback.
  • Ein 55-jähriger Deutscher, der seit Mai in türkischer Haft saß, ist freigelassen worden - der zweite deutsche Gefangene, den die Türkei in dieser Woche aus dem Gefängnis ließ.
  • Australien hat angekündigt, seine sechs Kampfjets abzuziehen, mit denen im Irak und Syrien die Terrormiliz IS bekämpft wurde.
  • Die Darts-WM geht weiter, die erste Runde ist gespielt. Alle wichtigen Ergebnisse finden Sie hier.
Mögen Sie Weihnachtspopsongs? Guten Morgen, verehrte Leserin und lieber Leser! Sie kennen wahrscheinlich auch die alljährlichen Geschichten von Radiomoderatoren, die sich in der Vorweihnachtszeit angeblich in ihren Sendestudios verschanzen und dann drei Stunden lang ununterbrochen "Last Christmas" spielen, bis allen Zuhörerinnen und Zuhörern die Ohren bluten. Wir machen das heute hier anders: Neben den wichtigsten Neuigkeiten an diesem Freitag gibt es in den kommenden drei Stunden auch Weihnachtsmusik - aber die, die Sie sich wünschen. Also, bitte schicken Sie mir Ihren Musikwunsch und ich schaue dann mal, was sich realisieren lässt (--> armin.himmelrath@spiegel.de). Und "Last Christmas" ist natürlich auch dabei - aber in einer etwas anderen Version.
 


insgesamt 27 Beiträge
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karljosef 22.12.2017
1. Hurra, die Schuldenuhr geht erstmals rückwärts
Vielen Dank Herr Schäuble? Folgende Frage erggibt sich meiner Ansicht nach: Wie wäre es wohl, wenn die Zinsen wieder so steigen, dass der deutsche Sparer die Möglichkeit hat, ohne zu spekulieren, für's Alter vorzusorgen? Bei nur 1% von 2 Billionen ergeben sich 10 Milliarden... Nachdenkliche weihnachtliche Grüße
touri 22.12.2017
2.
Sicherlich kann der Schuldenrückgang kein Ergebnis der Politik sein. Seit Schröder wurde ja auch keine aktive Wirtschaftspolitik mehr gemacht.
schumbitrus 22.12.2017
3. Fällt mir gerade auf ..
Wer hat das Ding eigentlich finanziert und drückt es immer wieder politisch wirksam in die Medien?!! Diese "Uhr" ist doch ein verdecktes, politisches Kampf-Instrument aus dem Schreckens-Repertoire von Mont Pèlerin Society, INSM, FDP etc: Es soll uns die nötige Angst einflößen. Wir sollen uns den Dogmen einer angeblich konsistenten, sozialen Hackordnung - dem Machtgefüge der Besitzenden - widerstandslos ergeben. Das ist FUD in Reinform! Denn wenn man sich ansieht, wer den Reichtum besitzt, der das Verhalten der Uhr maßgeblich bestimmt, dann ist das Volk, dem die Angst eingetrichert werden soll, faktisch ohnmächtig und darauf angewiesen, sein spärliches netto-Einkommen vollständig in die Existenzsicherung zu investieren. Die tatsächlichen Spielräume der Mehrheit der Bürger sind lächerlich und können das Geschehen auf dieser "Uhr" nicht wirklich beeinflussen. Vielmehr sind es politische (und dann wieder von diesen Überzeugungstätern manipuliert wird, siehe "jüdische Vermächtnisse" und die bewiesene Sabotage unserer Demokratie durch die Flick-Mafia ..) Entscheidungen und natürlich die Willkür der Besitzenden, die diese "Uhr" mal vorwärts oder rückwärts laufen lassen. Und wenn sie nun angeblich rückwärts läuft, dann ist die Botschaft: "Ihr seid brave Untertanen des Kapitals und sichert uns unsere Macht, unseren Reichtum und den Raubzug auf die globalen Ressourcen! Winselt weiter so rum! Und stellt unsere Macht aus eigenem Interesse nicht in Frage!"
peter.hummler 22.12.2017
4. Immer nur negative Nachrichten
da hat man nun Jahrzehnte lang diese "Schuldenuhr" mit den astronomischen Zahlen als Schreckgespenst dem Bürger vorgehalten und den Untergang des Landes damit an dioe Wand gemalt. Fakt ist aber , das es uns in Deutschland trotz diesen Megazahlen der Uhr nicht schlecht ging , im Gegenteil, wir haben unseren Standart bis heute sogar hochgeschraubt . Da zeigt mal diese Schuldenuhr einen positiven Trend , wird gleich wieder nach dem ersten Satz das >> ABER
interessierter Laie 22.12.2017
5. würde ich nicht so sehen
Dass die Steuereinnahmen steigen und die Zinsen sinken gab es schon. Aber bislang wurden diese Mehreinnahmen sofort in neue Ausgaben gesteckt. Das geschieht nicht und der Grund ist schlicht ein streitbarer Kassenwart. Klar kann man sich darauf nicht ausruhen aber die Entwicklung ist eine gute Nachricht für die junge Generation. Wenn es die neue Regierung jetzt noch schafft, die Ausgabenseite auf Zukunft zu justieren, wäre sie noch besser. Aber das ist vermutlich zuviel verlangt. Die heutige Wählergeneration ist zu alt und hat zu wenig Kinder, als das ihr die Zukunft wirklich ein wichtiges Anliegen sein könnte...
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