Newsblog "Einvernehmlicher Sex" mit Elfjähriger - Prozess vertagt

Der Fall sorgt in Frankreich für Empörung: Ein 28-Jähriger hatte Geschlechtsverkehr mit einer Elfjährigen. Angeklagt wurde er aber nicht wegen Vergewaltigung - zur Verwunderung der Richter.

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Philipp Löwe
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Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
Der Fall sorgt in Frankreich für Empörung: Seit Dienstag steht ein 28-jähriger Mann im französischen Pontoise bei Paris vor Gericht, weil er angeblich "einvernehmlichen Sex" mit einem elfjährigen Mädchen hatte. Doch nun muss das Verfahren vertagt werden, weil die Richter erklärten, der Beschuldigte müsse wegen Vergewaltigung angeklagt werden und nicht nur wegen "sexueller Beeinträchtigung".
Anders als in Deutschland gibt es in Frankreich kein Schutzalter für Minderjährige, die Regierung will dies aber nun ändern. Präsident Emmanuel Macron will erstmals ein gesetzliches Schutzalter von 15 Jahren für einvernehmlichen Sex festlegen. Die Anwälte des Angeklagten hatten betont, es handele sich "nicht um Vergewaltigung", da die Elfjährige keinen Widerstand geleistet und damit ihr Einverständnis signalisiert habe. Dieser Logik war auch die Staatsanwaltschaft gefolgt. Der Fall geht nun an die nächste Instanz.

 

Ist der Tag der Liebe wirklich eine Erfindung der Blumenindustrie? Die Mehrheit der Teilnehmer unserer Umfrage stimmt dafür. Was hinter der Theorie von der Rosen-Verschwörung steckt und weitere Fragen zum Valentinstag - hier werden sie beantwortet.

Mit diesem Post, möchte ich mich von Ihnen verabschieden. Vielen Dank fürs Mitlesen und Ihre E-Mails. Kommen Sie gut durch den Tag!
Kurz vor Schluss noch gute Nachrichten aus dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden: Im vierten Quartal 2017 wuchs die Zahl der Erwerbstätigen gemessen am Vorjahreszeitraum um 1,5 Prozent auf 44,7 Millionen. Das sei der höchste Stand seit der Wiedervereinigung. Als Grund wir die starke Konjunktur genannt.
Staubsauger, Föns und nun Elektroautos: Wie die "Financial Times" berichtet hat der britische Hausgeräte-Spezialist Dyson Pläne für drei Fahrzeugmodelle. Das erste davon solle nur einige Tausend Mal gebaut werden und sei vor allem dazu gedacht, den Markt zu erkunden, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Erst die beiden späteren Modelle solle es in erheblich größeren Stückzahlen geben. Das erste Dyson-Auto soll spätestens 2021 auf den Markt kommen. Nach eigenen Angaben hat die Firma bisher eine Milliarde Pfund (aktuell 1,12 Milliarde Euro) in die Batterieentwicklung und eine weitere Milliarde in die Fahrzeugproduktion investiert.
 
Für den Elektroauto-Pionier Tesla gibt es nach Produktionsproblemen und einem Rekordverlust indes die nächste Hiobsbotschaft: Die Pläne für eine Autofabrik für den chinesischen Markt in Shanghai wackeln offenbar. Tesla und die chinesische Regierung hätten unterschiedliche Vorstellungen von der Eigentümerstruktur eines solchen Werks, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg.
Hier präsentiert sich nicht die Stimmungskapelle "Die brummseligen Burschis", sondern die norwegischen Eisstockschützen. Warum ich das schreibe? Weil heute Mittwoch ist und damit Curling-Tag. Die Chinesinnen haben soeben mit 7:2 gegen die Schweiz gewonnen. Japan schlägt die USA mit 10:5. Weitere Infos gibt es in unserem Liveticker. (Foto: AP)
 
Noch nie zuvor wollten so viele Menschen mit Abitur zur Bundeswehr. 2017 besaßen 42,7 Prozent der insgesamt rund 125.000 Bewerber mindestens die Fachhochschulreife oder Abitur, schreibt die "Rheinische Post" in ihrer Mittwochsausgabe unter Berufung auf Zahlen des Verteidigungsministeriums. 
 
Der Anteil der Bewerber mit Mittlerer Reife sank hingegen von 39 auf 35,6 Prozent, derjenigen mit Hauptschulabschluss von 23,9 auf 20,3 Prozent. Etwa 16 Prozent hatten bereits einen Berufsabschluss, als sie sich bei der Bundeswehr bewarben.
Tausche Auto gegen Handynummer: Im Irak ist das Interesse an besonders auffälligen Zahlenfolgen so groß, dass manch Verrückter bereit ist, tief in die Tasche zu greifen für seine Wunschkombination. Vor allem Geschäftsleute treiben die Preise in die Höhe, da einprägsame Kontaktdaten mit gutgehenden Geschäften assoziert werden, meldet die "Washington Post".
In New York endet heute die Fashion Week. Die Modewoche war diesmal geprägt von der #MeToo-Debatte und der Frage, ob sich teure Modenschauen überhaupt noch lohnen. Wenn Sie das interessiert, dann klicken Sie bitte auf diesen Link. (Foto: DPA)
 
Was bringt der Tag denn noch, außer möglicherweise Pralinen (bitte nicht die Sonderedition zum Valentinstag!) oder Blumen?
 
- Die Verteidigungsminister der Nato-Staaten treffen sich in Brüssel. Sie wollen zwei neue Kommandozentren beschließen, um besser auf Krisen und Angriffe zu reagieren. Deutschland gilt dabei als Favorit für ein Einsatzunterstützungskommando zur Verlegung von Truppen und Material innerhalb Europas.
- Heute findet der politische Aschermittwoch statt. Interessant dürfte vor allem die CSU-Veranstaltung in Passau werden. Parteichef Horst Seehofer ist krank, damit hat sein Rivale und designierter Nachfolger als Ministerpräsident Markus Söder die Bühne für sich alleine.
- Free Deniz! In Berlin ist für 16.30 Uhr ein Autokorso als Protest gegen die Inhaftierung des deutschtürkischen Journalisten Deniz Yüczel geplant. Der "Welt"-Korrespondent ist heute genau ein Jahr in türkischer Haft.
- Terrorprozess in Paris: Das Strafgericht urteilt heute über drei mutmaßliche Komplizen der islamistischen Attentäter vom November 2015.
Sie freuen sich auf das Einzel-Rennen der Biathletinnen und den dritten Start von Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier? Dann müssen Sie sich noch mindestens einen weiteren Tag gedulden. Der Klassiker wurde abgesagt - der Wind mal wieder. Das Rennen wird, sofern es die äußeren Bedingungen zulassen, am Donnerstag nachgeholt werden.
Gratis-Tickets für Bus und Bahn: Die Bundesregierung erwägt dies aus Umweltgründen. Aber wie hoch wären die Kosten? Hamburg hat nachgerechnet.
"Welches Geschenk? Natürlich gar keins", schreibt uns ein Leser. Denn wenn man das ganze Jahr über nach dem Motto „und viel mehr Blumen während des Lebens, denn auf den Gräbern sind sie vergebens“ handelt, bedarf es keines besonderen Tages im Kalender.
Hier gibt es noch mehr Bilder passend zum Valentinstag.
(Foto: Eric Floberg)
 
Heute ist ja bekanntlich Valentinstag. Weshalb Millionen Menschen (meistens Männer) vor der Frage stehen: Pralinen oder Blumen? Beides nicht verkehrt, doch die größte Freude machen sie ihrem Lieblingsmenschen mit einer gemeinsamen Reise. Laut einer Umfrage von Statista aus dem Jahr 2016 ist ein gemeinsamer Urlaub das meistgewünschte Geschenk.
 
Das ist auf die Schnelle vielleicht etwas schwierig zu organisieren, weshalb hier noch ein Last-Minute-Vorschlag kommt, den ich besser finde als die Klassiker. Setzen Sie sich heute Abend mit ihrem Partner hin und fragen ihn, was er sich wünscht, und was Sie besser machen können. Blumen oder andere Liebesbeweise bringen Sie besser einfach so mal mit - und nicht, wenn es der Kalender vorschreibt.
 
Was meinen Sie? Welches Geschenk machen Sie heute Ihrem Partner? Schreiben Sie mir an: philipp.loewe@spiegel.de
Bronzemedaillen-Gewinnerin Kim Boutin (Foto: AP)
Die kanadische Shorttrackerin Kim Boutin hat bei den Winterspielen in Pyeongchang die geballte Wut der Südkoreaner abbekommen und nach Morddrohungen ihre Social-Media-Accounts geschlossen. Boutin hatte am Dienstag im Sprintwettbewerb die Bronzemedaille geholt, dabei aber von der Disqualifikation der Lokalmatadorin Choi Min Jeong profitiert.
Einige südkoreanische Fans machten ihrem Ärger über die Entscheidung bei Instagram sowie Twitter Luft und griffen Boutin an. Diese legte daraufhin ihre Accounts still. Dies berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Das kanadische Olympia-Komitee (COC) hat Untersuchungen eingeleitet.
Genau seit einem Jahr sitzt der Journalist Deniz Yücel heute ohne Anklage im Gefängnis in der Türkei. Zum Jahrestag der Festnahme fordern deutsche Politiker die Freilassung des Journalisten. Dessen Haft sei "weiterhin eine der großen Hürden in den bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei", sagte der Noch-Außenminister Sigmar Gabriel (SPD). Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber forderte in diesem Zusammenhang ein Ende des EU-Beitrittsprozesses der Türkei. Am Donnerstag wird der türkische Regierungschef Binali Yildirim in Berlin zu Besuch sein. Eine gute Gelegenheit, findet Claudia Roth von den Grünen. Merkel müsse deutlich machen, "dass die anhaltende Haft ohne Anklage und der Abbau des Rechtsstaats in der Türkei nicht akzeptabel sind", sagte Roth der "Frankfurter Rundschau".
7,4 Milliarden Dollar Umsatz hat der Fahrdienstleister Uber 2017 gemacht – und dabei einen Verlust von 4,5 Milliarden Dollar eingefahren. Immerhin konnte Uber die Verluste im Schlussquartal deutlich verringern. Hier belief sich der Fehlbetrag auf 1,1 Milliarden Dollar und fiel damit um 26 Prozent niedriger aus als im Vorquartal. Zugleich legte der Umsatz um zwölf Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar zu. Das gesamte Buchungsvolumen der über die Uber-App vermittelten Fahrten kletterte um 14 Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar.
 
Uber hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Der Mitgründer und langjährige Chef Travis Kalanick musste im Juni abtreten, nachdem Uber wegen Technologie-Diebstahls verklagt wurde und durch Sexismus- und Diskriminierungs-Vorwürfe in die Kritik geriet. Nach internen Machtkämpfen wurde Dara Khosrowshahi als Nachfolger verpflichtet. Der ehemalige Expedia-Chef soll Uber jetzt wieder auf Kurs bringen.
Im Zusammenhang mit einem Bericht über eine angebliche Affäre von US-Präsident Donald Trump mit einer Pornodarstellerin hat dessen Anwalt eine Zahlung von 130.000 Dollar aus eigener Tasche bestätigt. Das meldet die "New York Times". Der Anwalt Donald Cohen erklärte am Dienstag in einer Mitteilung an die Zeitung "New York Times", dass ihm die Zahlung an Stephanie Clifford nicht erstattet worden sei. Warum er das Geld zahlte, teilte er der Zeitung zufolge nicht mit.
Werbetafel für eine Veranstaltung mit Stephanie Clifford (Foto: AFP)
Die Schlagzeilen aus der Nacht:
 
- Trumps Anwalt bestätigt Zahlung von 130.000 Dollar an Pornodarstellerin
- Syrien-Krieg: Wenn Assad Chemiewaffen einsetzt, will Macron angreifen
- SPD-Chaos: Scholz und Nahles verkaufen Interimslösung als Erfolg
- Ehemann von Dänemarks Königin: Prinz Henrik ist tot
​​Rassistischer Tweet über Noah Becker: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen AfD-Politiker
- Champions-League-Achtelfinale: Manchester City schießt Basel ab
- Champions League: Eriksen rettet Tottenham ein Remis bei Juventus
Guten Morgen aus Hamburg! Mein Name ist Philipp Löwe und ich begleite sie heute beim Start in den 14. Februar, der in diesem Jahr nicht nur der Valentinstag ist, sondern auch Aschermittwoch - schlechte Kombi für einen Tag, an dem es vielerorts Pralinen gibt. Doch bevor wir uns diesen Dingen widmen, verrate ich Ihnen noch, wie das Wetter wird und was Sie über Nacht möglicherweise verpasst haben.
 
Heute ist es verbreitet sonnig und trocken. Im Osten und Süden halten sich allerdings gebietsweise Hochnebel- oder Nebelfelder den ganzen Tag. Die Temperaturen liegen bei -2 bis 6 Grad. Hier geht es zum vollständigen Wetterbericht. Mobilleser klicken bitte hier.


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KingTut 14.02.2018
1. Nato-Treffen in Brüssel
Ein deutsches Kommandozentrum wäre in jeder Hinsicht zu begrüßen, würde es doch unserem Gewicht im Bündnis und in der internationalen Gemeinschaft gerecht werden. Deutschland hat sich seit Kriegsende zu einem verlässlichen und hoch geachteten Mitglied der Völkergemeinschaft entwickelt. Hoffen wir, dass auch andere Länder dies zum Beispiel nehmen und die Welt dadurch Schritt für Schritt zu einem friedlicheren Ort wird. Vielleicht können die NATO-Verteidigungsminister anlässlich ihres Treffens ihren türkischen Amtskollegen auf die NATO-Statuten hinweisen, mit denen sich alle Mitglieder den Prinzipien von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit unterworfen haben, welche von seinem Chef so massiv missachtet werden. Deniz Yücel ist nur ein Beispiel von vielen, wo Demokratie und Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Viel Erfolg bei den für heute geplanten, friedlichen Protesten in Berlin.
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