Newsblog Gestrandeter Wal nach drei Tagen zurück im Meer

In Mexiko ist es Umweltschützern gelungen, einen gestrandeten Grauwal zu retten. Nach 72 Stunden an Land ist der Wal zurück im Pazifik.

AP


Herzlich willkommen bei Der Morgen @SPIEGELONLINE.
Bis 9 Uhr begleitet Sie heute Malte Müller-Michaelis beim Start in den Tag.
Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
Normalerweise müssen wir uns im "Morgen" mit vielen schlechten Nachrichten beschäftigen. Das hier ist mal eine gute: In Mexiko ist es Umweltschützern gelungen, einen gestrandeten Grauwal zu retten. Drei Tage lang hatten Helfer, den Wal mit Pumpen und Schläuchen benässt, damit er nicht austrocknet. Mit Erfolg: Der Wal ist zurück im Pazifik! (Foto: PROFEPA via AP)
Ich bin Ihnen bislang noch eine Goldmedaillengewinnerin aus Pyeongchang schuldig: Die Kanadierin Cassie Sharpe (Foto: Cameron Spencer/Getty Images) ist Olympiasiegerin im Freestyle-Ski auf der Halfpipe. Silber ging an Marie Martinod aus Frankreich, die Bronzemedaille sicherte sich die US-Amerikanerin Brita Sigourney. Und nein, ich habe das Bild nicht gedreht, das gehört so. 
Das war es dann schon wieder mit dem "Morgen" bei SPIEGEL ONLINE. Vielleicht nutzen Sie den Tag, um Gitarre zu spielen, Kirschkuchen zu essen, einen Wal zu retten oder Nahrungsmittel an Bedürftige zu verteilen. Was auch immer Sie tun, haben Sie bitte Spaß dabei und schauen Sie morgen wieder hier bei uns vorbei. Ich danke für das Interesse und die Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen alles Gute! 
Den Blick aufs Wetter will ich Ihnen natürlich nicht vorenthalten: Im Norden Deutschland ist es kalt und sonnig, in der Südhälfte bewölkt. In den Bergen und ist Ostbayern fällt Schnee, die Temperaturen liegen zwischen -6 Grad in der Oberlausitz und 4 Grad am Oberrhein.
Kurz vor 9 Uhr werfen wir einen Blick auf das, was heute wichtig wird:
  • Heute beginnt die Abstimmung der SPD-Basis über die Große Koalition. Die Kolleginnen und Kollegen aus dem Politik-Ressort behalten die Entwicklungen und die fallenden Umfragewerte der Sozialdemokraten für Sie im Blick.
  • In der Union wird Annegret Kramp-Karrenbauer als potenzielle Merkel-Nachfolgerin gefeiert. Aber ist das wirklich die Verjüngung, die die Partei braucht? 
  • Venezuela beginnt mit dem Vorverkauf der Kryptowährung "Petro"
  • Bei den Olympischen Spielen kämpft die deutsche Biathlon-Mixed-Staffel um eine Medaille (nachzulesen im Liveticker ab 12.15 Uhr).
  • Und heute Abend spielt in der Champions League der FC Bayern gegen Besiktas Istanbul und der FC Chelsea gegen den FC Barcelona. Wir berichten live ab 20.30 Uhr
In der Krisenregion Afrin könnte es zum offenen Konflikt zwischen türkischen und syrischen Truppen kommen. Nachdem die syrische Regierung angekündigt hatte, Afrin "innerhalb weniger Stunden" einnehmen zu wollen, sagte der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu, dass man gegen die Syrer vorgehen werde, falls sie sich auf die Seite der kurdischen YPG-Rebellen stellen sollten. (Foto: AFP)
Die Olympischen Winterspiele haben ihren zweiten Dopingfall: Der slowenische Eishockeyspieler Ziga Jeglic wurde positiv auf das verbotene Asthmamedikament Fenoterol getestet. Er wurde suspendiert und muss sofort abreisen. Slowenien spielt aktuell gegen Norwegen um den Einzug ins Viertelfinale. Wie die Partie läuft, können Sie in unserem Olympia-Liveticker nachlesen.
Über die lebenden Geburtstagskinder haben wir schon gesprochen. Aber es gibt auch eine Reihe prominenter, die ihren Geburtstag leider nicht mehr feiern können. Nirvana-Frontmann Kurt Cobain wäre heute zum Beispiel 51 Jahre alt geworden, wenn er nicht in den Klub 27 eingetreten wäre. Aldi-Erbe Karl Albrecht hätte seinen 98. Geburtstag feiern können. und Heinz Erhardt wäre 109 Jahre alt geworden.
Der britische Buchmacher "William Hill" muss eine Strafe in Höhe von 6,2 Millionen britischen Pfund zahlen, weil das Unternehmen gegen Geldwäschegesetze verstoßen haben soll. Ob man wohl darauf wetten kann, dass William Hill Berufung einlegt? 
Sony will in Japan ins Taxigeschäft einsteigen und wird damit zur Konkurrenz von Uber und Didi. Nach eigenen Angaben arbeitet der Technologiekonzern in Zusammenarbeit mit Daiwa Motor an einer digitalen Vermittlungsplattform, um bestehende Taxiunternehmen mit potenziellen Kunden zu vernetzen. Und wer weiß, vielleicht kommt ja demnächst ein Spiel mit dem Namen "Taxi Driver" für die Play Station auf den Markt. 
Der spektakuläre Vulkanausbruch auf Sumatra am Montag hat die indonesische Insel nachhaltig verändert. Der Mount Sinabung hatte seine Asche fünf Kilometer in die Luft geschleudert. Dabei wurde die Spitze des Vulkans nahezu komplett vernichtet. (Foto: AP)
Während sein Vater angekündigt hat, Mitt Romney bei der Senatswahl in Utah zu unterstützen, ist Donald Trump jr. nach Indien gereist, um im Namen der Familie Luxusapartments zu verkaufen. Die Wohnungen in Gurgaon, einem Stadtteil Neu-Delhis, kosten zwischen 775.000 und 1,5 Millionen US-Dollar. Der US-Präsident betont, dass diese Geschäfte natürlich nichts mit ihm und seinem Amt zu tun haben - das Gebäude heißt vermutlich nur zufällig Trump Tower.
Wo wir gerade beim Thema sind: Sir Sidney Poitier (rechts, mit Tony Curtis und Cara Williams in "Flucht in Ketten" von 1958; Foto: Reuters/United Artists) wird heute 91 Jahre alt. Auch Cindy Crawford (52), Jan Delay (42), Ex-Box-Weltmeister Arthur Abraham (38) und Rihanna (30) feiern heute Geburtstag. 
Endlich ein passendes Thema zum "Welttag der Sozialen Gerechtigkeit": Die deutsche Tafel-Bewegung feiert 25. Geburtstag! 1993 begann Sabine Werth (Foto: DPA) in Berlin, altes Brot und alte Brötchen aus Bäckereien zu sammeln, die sonst entsorgt worden wären, und an Obdachloseneinrichtungen zu verteilen. Aus der sehr guten Idee ist eine bundesweite Organisation mit 937 Tafeln geworden, die regelmäßig 1,5 Millionen Menschen versorgt. Allein in Berlin sind 2000 ehrenamtlich Helfer im Einsatz, die jeden Monat 660 Tonnen Lebensmittel verteilen. Auch wenn es schön wäre, wenn es die Tafeln gar nicht geben müsste, sagen wir: Herzlichen Glückwunsch und weiter so!
Ein schockierender Missbrauchsfall erschüttert den englischen Fußball. Der ehemalige Jugendtrainer und Premier-League-Scout Barry Bennell ist zu 31 Jahren Haft verurteilt worden, weil er sich zwischen 1970 und 1991 an zwölf Jungen vergangen haben soll. Die ganze Geschichte lesen Sie hier:
Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung rufen 37 Prozent der Flüchtlingsinitiativen in Deutschland vorhandene Fördergelder nicht ab. Gründe dafür sind bürokratische Hürden, fehlende Zeit und mangelnde Informationen. Mehr zu diesem Thema lesen Sie im Laufe des Vormittags bei SPIEGEL ONLINE.
"Black Eyed Peas"-Sängerin Fergie hat beim NBA-All-Star-Game am vergangenen Wochenende die amerikanische Nationalhymne gesungen und wurde für ihre Interpretation in den sozialen Medien scharf kritisiert.
 
Jetzt reagierte die Sängerin auf den Shitstorm: "Ich bin künstlerisch risikofreudig, aber offenbar hat diese Interpretation nicht den richtigen Ton getroffen", sagte Fergie. Machen Sie sich selber ein Bild: 
Der 20. Februar ist nicht nur "Welttag der Sozialen Gerechtigkeit", sondern auch "Tag des Kirschkuchens". Wie passt das denn zusammen, fragen Sie? Einen Erklärungsansatz hätte ich: Ich fände es sowohl sozial als auch gerecht, wenn mir jetzt jemand ein Stück Kirschkuchen bringen würde. (Foto: DPA)
Unseren täglichen Überblick über das, was heute Nacht bei den Olympischen Winterspielen passiert ist und auf welche Wettbewerbe Sie sich im Laufe des Tages noch freuen können, finden Sie hier:

Olympia-Morgen-Update: Was schon war - und was noch kommt

Deutsche Goldchancen beim Biathlon und für die Kombinierer, eine schwere Verletzung beim Skicross - und ein Weltrekord im Eistanz: Was in der Nacht geschehen ist, und was der Tag noch bringt - der Überblick.
Ich bin Ihnen bislang noch eine Goldmedaillengewinnerin aus Pyeongchang schuldig geblieben: Die Kanadierin Cassie Sharpe (Foto: Cameron Spencer / Getty Images) ist Olympiasiegerin im Freestyle-Ski in der Halfpipe. Silber ging an die Französin Marie Martinod, Bronze sicherte sich Brita Sigourney aus den USA. Und nein, ich habe das Bild nicht aus Versehen verdreht, das gehört so!
In England gehen der Fastfood-Kette "Kentucky Fried Chicken" die Hühnchen aus! 600 der 900 KFC-Filialen auf der Insel sind wegen akuter Lieferschwierigkeiten geschlossen. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes ein gefundenes Fressen für die Twitter-Gemeinde, die unter anderem schon einen Schuldigen ausgemacht zu haben scheint: 
In Thailand haben Umweltschützer einen Etappensieg im Kampf gegen den Bau von zwei Kohlekraftwerken gefeiert. Etwa 100 Menschen hatten gegen die geplanten Kraftwerke protestiert. Mehr als 20 von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden, weil sie länger als eine Woche im Hungerstreik waren. Die Regierung hat eingelenkt und zugesagt, die beiden Projekte überprüfen zu wollen.
Unter die Gibson-Meldung hatte sich ein Video gemogelt, in dem Eric Clapton eine Fender Stratocaster spielt. Zum Glück gibt es ausreichend Gitarren-Fans unter den aufmerksamen "Morgen"-Lesern (vielen Dank an Meinolf Bauer), sodass ich diesen Fehler korrigieren konnte. Fender hat zwar auch mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, aber darum soll es an dieser Stelle ja nicht gehen. Deswegen hier Impressionen von Clapton mit seiner Gibson SG aus dem Jahr 1968, die eigentlich von Beginn an hätten erscheinen sollen: 
Freunde des klassischen Gitarrenrock müssen jetzt ganz stark sein: Gibson steht kurz vor der Pleite. Das Traditionsunternehmen, mit dessen Instrumenten die halbe Rock'n'Roll-Hall-of-Fame gespielt hat, hat 375 Millionen Dollar Schulden angehäuft. Mit einem neuen Finanzchef und einem Sanierungsplan kämpft Gibson jetzt ums Überleben. 
 
Sylvester Stallone lebt! Eigentlich ist es absurd, dass man so etwas überhaupt vermelden muss, aber in Zeiten sozialer Medien haben es manche Fans anscheinend sehr eilig, das Ableben von Stars zu betrauern. Schon vor anderthalb Jahren ging das Gerücht um, Stallone sei an Hodenkrebs verstorben. Jetzt wurde es neu aufgelegt und verbreitete sich rasend schnell. Der Schauspieler reagierte darauf mit einem Instagram-Video, zu dem er schrieb: "Es fühlt sich so gut an, von den Toten auferstanden zu sein!" 
Aber kommen wir zu besseren sportlichen Nachrichten - und wesentlich schöneren Bildern: Bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang wurden in der Nacht die Medaillen im Eistanz vergeben. Für das italienische Paar Anna Cappellini und Luca Lanotte (Foto: Reuters) reichte es trotz dieser sehr herzlichen Performance nicht zu einer Medaille. Gold ging an die kanadischen Favoriten Tessa Virtue und Scott Moir vor dem französischen Pärchen Gabriella Papdakis und Guillaume Cizeron sowie Maia und Alex Shibutani aus den USA. 
Die Fan-Proteste gegen Montagsspiele ist verständlich, findet auch unser Kollege Christian Woop - vor allem, da die DFL-Verantwortlichen meist vorgeschobene Argumente für den zusätzlichen Termin anführen. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass das Montagsspiel keine ganz neue Erfindung ist - die ersten gab es schon in der Premierensaison der Bundesliga:
Im Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga hat Eintracht Frankfurt einen 2:1-Heimsieg gegen RB Leipzig gefeiert und ist damit auf Tabellenplatz drei vorgerückt. Der Sport rückte aber in den Hintergrund, weil das Publikum seinem Ärger darüber Luft machte, dass überhaupt Bundesligaspiele am Montagabend angesetzt werden. Unter dem Motto "Wir pfeifen auf Montagsspiele" sorgten die Frankfurter Fans mit Tausenden Trillerpfeifen für eine äußerst unangenehme Geräuschkulisse. Außerdem sorgten sie für Verzögerungen des Anpfiffs zur ersten und zur zweiten Halbzeit und machten ihrem Unmut mit einer Vielzahl von Bannern Luft. Mein persönlicher Favorit ist oben zu sehen: "Fußball am Montag ist wie Urlaub in Offenbach!" (Foto: DPA)
Die Lage in der Türkei ist extrem angespannt. Vor allem durch den Kurden-Konflikt, der zur Militäroffensive in Syrien geführt hat, steht Präsident Erdogan unter Druck. Der Kollege Maximilian Popp hat dazu ein sehr lesenswertes Interview mit dem Politologen Michael Werz geführt:

"Es braut sich eine gefährliche Stimmung zusammen"

Präsident Erdogan wirkt fast unantastbar, doch laut Politologe Michael Werz sind auch viele konservative Türken unzufrieden mit ihrer Regierung. Allerdings bleiben große Vorbehalte gegen Europa und die USA.
Wie gewohnt starten wir in den Tag mit dem Überblick über die wichtigsten Nachrichten der Nacht:
  • Die Unicef hat ihre jährliche Studie zur Sterblichkeit von Neugeborenen vorgelegt und kritisiert, dass die Welt beim Schutz von Babys versagt. Demnach stirbt in Pakistan statistisch jedes 22. Neugeborene innerhalb des ersten Lebensmonats. Die größten Chancen, die ersten vier Wochen zu überleben, haben Babys in Japan, Island und Singapur. Deutschland liegt in der Ranglisten von 184 Ländern auf Platz zwölf. 
  • In der Staufer-Kaserne in Pfullendorf gibt es wieder Ermittlungen gegen Ausbilder, die Soldaten bei einem Marsch bis zur Ohnmacht angetrieben haben sollen. Die Kaserne war 2017 schon in die Schlagzeilen geraten. 
  • US-Präsident Donald Trump ist nach dem Highschool-Massaker in Florida offenbar bereit, die Waffengesetze zu verschärfen.
Guten Morgen zum Welttag der Sozialen Gerechtigkeit. Vor elf Jahren erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 20. Februar eben dazu. Dementsprechend werden wir im heutigen "Morgen" bei SPIEGEL ONLINE einen besonders kritischen Blick darauf werfen, wie gerecht oder ungerecht es auf der Welt zugeht. Mein Name ist Malte Müller-Michaelis und ich begleite Sie in den kommenden drei Stunden gerne in den Tag. Sollten Sie Fragen, Wünsche, Anregungen oder natürlich auch Kritik haben, dann schreiben Sie mir gerne an: malte.mueller-michaelis@spiegel.de


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