Newsblog Fahrassistenten sorgen für Stress am Steuer

Einparkassistenten, Abstandswarner und Spurhalter sollen eigentlich den Fahrer entlasten. Doch noch sind sie eher Stressfaktoren.

Mit


Michael Kröger
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Bis 9 Uhr begleitet Sie heute Michael Kröger beim Start in den Tag.
Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
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Fahrassistenzsysteme moderner Autos entlasten die Fahrer womöglich weniger stark als angenommen. Nach einer Studie der Hochschule in Kempten verursacht die Technik sogar zusätzlichen Stress. Die Forscher hatten Testpersonen in einen Fahrsimulator gesetzt, in dem ein Spurhalteassistent unter realen Bedingungen aktiv war. Das System kann durch leichtes Gegenlenken eingreifen, wenn der Fahrer unkonzentriert die Fahrbahnmarkierungen überfährt. 

Das Ergebnis der Studie war, dass bei allen 50 Teilnehmern der Stresslevel stieg, sobald sie sich auf den Lenkassistent verlassen sollten. Wie Psychologin Corinna Seidler erklärte, äußerte sich dies durch feuchte Hände sowie Herzrasen und einen gesteigerten Puls. Dies liege einerseits daran, dass es Autofahrern schwer falle, die Kontrolle abzugeben. Andererseits sei die Technologie noch nicht ausgereift, so dass der Assistent ausfallen könne und dies die Testfahrer belaste, erklärte Seidler.
Und damit endet der "Morgen" wieder. SPIEGEL ONLINE wird Sie aber weiterhin lückenlos über das Weltgeschehen informieren - mit Infos, Hintergründen und Reportagen. Topthema ist heute die Wahl in Russland und was sie für den Westen bedeutet. Außerdem reist Angela Merkel nach ihrer Wahl zur Bundeskanzlerin zum Antrittsbesuch nach Warschau. Außerdem soll natürlich das WM-Schach-Kandidaten-Turnier nicht zu kurz kommen. Im Live-Ticker können Sie die achte Runde verfolgen und die Partien anschließend nachspielen. Viel Spaß.
 
Ich verabschiede mich für heute und wünschen Ihnen einen erfolgreichen Tag. Morgen wird Sie an dieser Stelle wieder mein geschätzter Kollege Armin Himmelrath begrüßen.
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Kurz vor Schluss noch ein Blick auf das Wetter: Es bleibt sehr kalt, aber zumindest nördlich der Linie Köln, Frankfurt, Nürnberg scheint heute die Sonne. Die Temperaturen steigen auf 0 bis 5 Grad. Aber was viel wichtiger ist: Der Wind lässt weiter nach und weht nur noch schwach bis mäßig. Mehr zum Wetter in Ihrer Region finden Sie hier. Smartphone-Nutzern empfehle ich diesen Link
Der chinesische Amazon-Rivale Alibaba schürt den Wettbewerb mit einer Milliardeninvestition in den südostasiatischen Onlinehändler Lazada. Es würden zusätzliche zwei Milliarden Dollar in das Geschäft gesteckt, kündigte Alibaba an. Der Tech-Riese gab nicht bekannt, wie stark sich dadurch die Beteiligung an der Verluste schreibenden Online-Plattform von derzeit 83 Prozent erhöht. Damit hat Alibaba nun vier Milliarden Dollar in das 2012 von der deutschen Startup-Schmiede Rocket Internet gegründete Unternehmen investiert. Alibaba konzentriert sich seit einiger Zeit auf die Expansion in Südostasien, um Amazon und den Konkurrenten JD.com abzuwehren. 
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Experten bereiten am russischen Weltraumbahnhof Baikonur den Start der Sojus MS-08 vor. Die Rakete soll die Internationale Weltraumstation ISS mit Lebensmitteln und Material versorgen. An Bord sind die Amerikaner Drew Feustel und Ricky Arnold, sowie der Russe Oleg Artemyew.
Die neue Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, hat sich vom Begriff der „Leitkultur“ distanziert. „Ich mag den Begriff nicht sonderlich, denn er führt uns nicht weiter“, sagte die CDU-Politikerin der „Rheinischen Post". „Wir müssen uns vielmehr konkret darüber verständigen, was Gleichberechtigung von Mann und Frau, Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und Gewaltlosigkeit als Grundfesten unseres Zusammenlebens bedeuten.“
 
Die Debatte darüber, welche Werte einen prägten und wie man zusammenleben möchte, sei eine Selbstvergewisserung, die jeder Demokratie gut tue. Grundlage für das Zusammenleben sei natürlich das Grundgesetz, aber es gebe darüber hinaus auch ungeschriebene Regeln und Erwartungen, die anzuerkennen wichtig für ein gutes Miteinander sei.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat die mutmaßliche Millionen-Abfindung an den früheren Bahn-Chef Rüdiger Grube gerügt. Das Beispiel zeige, "dass wir eine neue Kultur in den Unternehmen des Bundes brauchen", sagte Scheuer der "Bild"-Zeitung. "Wir werden mit dem neuen Aufsichtsratsvorsitzenden künftig darauf achten, dass bei solchen Verträgen Maß und Mitte eingehalten wird", kündigte der Minister an.

 

Laut Bericht der "Stuttgarter Zeitung" bekam Grube eine Abfindung in Höhe von fast 2,3 Millionen Euro für das Jahr 2017, obwohl er im Januar des Jahres gekündigt hatte. Die Zeitung berief sich auf den noch unveröffentlichten Geschäftsbericht des Staatskonzerns Bahn.

Vollzeit arbeitende Flüchtlinge verdienen einem Bericht zufolge deutlich weniger als die große Masse der Arbeitnehmer. Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf eine Auswertung der Bundesagentur für Arbeit berichten, erzielten Menschen aus den acht wichtigsten Asylherkunftsländern im Jahr 2016 pro Monat ein mittleres Bruttoeinkommen von 1916 Euro. Insgesamt verdienten Vollzeit-Arbeitnehmer in Deutschland in dem Jahr im Mittel 3133 Euro brutto pro Monat.
Trotz einer Reihe hitziger Tweets zu den Russland-Ermittlungen sitzt Sonderermittler Robert Mueller offensichtlich noch fest im Sattel. US-Präsident Trump ließ gestern entsprechende Spekulationen in US-Medien dementieren. "Das Weiße Haus bestätigt erneut, dass der Präsident die Entlassung des Sonderberaters Robert Müller nicht in Betracht zieht oder erörtert", hieß es in einer Stellungnahme von Rechtsberater Ty Cobb. 

Wenige Tage nach der Entlassung des damaligen FBI-Chefs James Comey durch Trump hatte das Justizministerium Mueller Mitte Mai zum Sonderermittler ernannt. Es geht um den Vorwurf russischer Einmischung in die US-Wahl 2016 und die Frage, ob es dabei eine Zusammenarbeit mit dem Trump-Lager gab.
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Der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin hat Sanktionen gegen Altkanzler Gerhard Schröder ins Spiel gebracht. Schröder sei "für Putin weltweit der wichtigste Lobbyist", sagte Klimkin der "Bild"-Zeitung. Daher solle "geprüft werden, wie die EU hier handeln kann". Angesichts der zunehmenden Spannungen sei es "wichtig, dass es Sanktionen nicht nur gegen russische Regierungsmitglieder und russische Staatsunternehmen gibt, sondern auch gegen diejenigen, die im Ausland Putins Projekte vorantreiben".

 

In einem Meinungsbeitrag des "Wall Street Journal" vom vergangenen Freitag war Schröder als "der wichtigste Oligarch Putins" bezeichnet worden. Er wirft die Frage auf, warum die EU bislang keine Sanktionen gegen Schröder diskutiert habe.

 

Der CDU-Außenexperte Elmar Brok sagte der "Bild": "Das 'Wall Street Journal' hat in weiten Teilen Recht." Es sei "ein Skandal, dass ein ehemaliger Bundeskanzler jetzt die Interessen von Putin vertritt". Es sei "erstaunlich", dass dies "bislang noch ohne Konsequenzen in der öffentlichen Diskussion geblieben ist".

Nur ein einziger Kölner hat schon zu Lebzeiten ein Denkmal bekommen: Willy Millowitsch, der Volksschauspieler. Am kommenden Sonntag schließt sein Theater nun nach über 75 Jahren. "Weil ich den Theaterbetrieb nur aus privaten Renten-Rücklagen weiter aufrechterhalten kann, habe ich mich entschieden, den Schlussstrich zu ziehen", erklärt der heutige Theater-Chef Peter Millowitsch, Sohn von Willy. "Das gute alte Volkstheater scheint langsam aus der Mode zu kommen."
 
 
 
Kurz nach ihrer Wiederwahl führt ihre zweite Auslandsreise Kanzlerin Angela Merkel heute nach Polen. In der Hauptstadt Warschau sind Gespräche mit Staatspräsident Andrzej Duda und Ministerpräsident Mateusz Morawiecki vorgesehen. Trotz einiger Differenzen wollen beide Länder ihre regelmäßigen Beratungen mit Frankreich über europäische Zukunftsfragen im "Weimarer Dreieck" wiederbeleben. Bei ihrer ersten Reise nach der Wiederwahl hatte Merkel Frankreich besucht. Die beiden Länder zählen traditionell zu den ersten Reisezielen deutscher Bundeskanzler. 

Die deutsch-polnischen Beziehungen sind deutlich abgekühlt, seitdem die nationalkonservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) in Polen an der Macht ist. Differenzen gibt es vor allem bei den Themen Rechtsstaatlichkeit und Flüchtlingspolitik. 
Die Nato startet heute den Umzug in ihr neues - rund 1,2 Milliarden Euro teures - Hauptquartier. Es werde voraussichtlich rund drei Monate dauern, bis sich alle rund 4000 Mitarbeiter und Diplomaten in dem neuen Gebäude eingerichtet hätten, sagte ein Sprecher. So lange solle das alte Hauptquartier des Militärbündnisses voll funktionsfähig bleiben. 

Die neue Nato-Zentrale steht auf einem Gelände in unmittelbarer Nähe des alten Hauptquartiers im Nordosten der belgischen Hauptstadt. Offiziell genutzt wurde sie bislang nur als Veranstaltungsort für den Nato-Gipfel im Mai des vergangenen Jahres. Die Staats- und Regierungschefs hielten damals ihre Beratungen in einem der Konferenzsäale ab.
Bei der Umbildung der chinesischen Regierung ist Liu He, der enge Wirtschaftsberater von Staats- und Parteichef Xi Jinping, zum Vizepremier aufgestiegen. Auf der zurzeit laufenden Jahrestagung des Volkskongresses in Peking wurde der 66-Jährige entgegen ersten Erwartungen aber nicht gleichzeitig auch Zentralbankchef. Doch ist Liu He als Vizeregierungschef maßgeblich für die Wirtschafts- und Finanzpolitik zuständig und steht in der Hierarchie über dem Zentralbankchef. 

Den Posten bekommt nun Yi Gang. Der Aufstieg des 59-jährigen bisherigen Vizechefs signalisiert Kontinuität an der Spitze der Zentralbank, die zuletzt 15 Jahre lang von dem international geschätzten Zhou Xiaochuan geführt worden war.  
Und die "Neue Züricher Zeitung"
 
""Wir sind wieder wer, man fürchtet uns" - dieses Gefühl hatte Putin sehr zielführend mit seiner Waffenschau in der Rede zur Nation vor zwei Wochen unterstützt; es nährt den Stolz der Bürger. Die Medien tun so, als stehe der Westen kurz vor kriegerischen Handlungen gegenüber Russland. Die Auswirkungen des Giftanschlags auf den früheren Doppelagenten Sergei Skripal in Großbritannien bestärkten das Publikum in diesem Gefühl. Der herausragende Sieg, zu dem es angesichts der bewusst marginalisierten demokratischen Opposition auch keine Manipulationen gebraucht hätte, dürfte es den wenigen Andersdenkenden noch schwerer machen. Zugleich zeigt er umso deutlicher das Fehlen einer Alternative zu Putin auf. Lässt dieser nicht die Verfassung ändern, tritt er im Mai seine vorerst letzte Amtszeit an. Nach außen und innen ist angesichts dessen gewiss nicht mit mehr Milde im Kreml zu rechnen."
"Aber selbst Oppositionelle geben zu: Die Netto-Mehrheit steht auch ohne Wahlfrisur hinter Putin. Putins Apparat betreibt ein Propaganda- und Repressionssystem, das inzwischen alle, die dagegen opponieren, marginalisiert, auch kriminalisiert, etwa den liberalen Hoffnungsträger Alexej Nawalny. Oder zum Mitspielen zwingt. Die Gegenkandidaten mochten zwischendurch Kritik üben - aber sie taten das oft so, dass es letztlich Putin nützte."
 
 . . . schreibt dazu der "Kölner Stadtanzeiger"
Foto: AP
 

Der russische Präsident Wladimir Putin tritt seine vierte Amtszeit mit einer überwältigenden Mehrheit an. Er erreichte 76,67 Prozent der Wählerstimmen, wie die Wahlkommission heute morgen nach Auszählung von 99,8 Prozent der Stimmen mitteilte. Demnach übertraf der 65-Jährige noch sein Wahlergebnis von 2012, als er 63,6 Prozent erhalten hatte, und schnitt noch besser ab als in Umfragen vorhergesagt.

 

Die Wahlbeteiligung lag der Wahlkommission zufolge bei 67,4 Prozent. Putin kann nun sechs weitere Jahre bis 2024 im Amt bleiben, seine Gegenkandidaten ließ er weit hinter sich. Überschattet wurde die Wahl von Manipulationsvorwürfen: Opposition und Wahlbeobachter meldeten 2700 Verstöße.

Foto: AFP
 
 
Apple will nach eigenen Computerchips offenbar auch die Technologie der Displays seiner Geräte selbst entwickeln. Dem iPhone-Konzern sei es bereits gelungen, Prototypen kleiner Bildschirme für seine Computer-Uhr Apple Watch zu produzieren, berichtet der Finanzdienst Bloomberg. Apples MicroLED-Technologie solle Displays hervorbringen, die ein leuchtenderes Bild bieten und zugleich dünner und stromsparender sein, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Bis die Technik in einem iPhone auftaucht, könnten aber noch drei bis fünf Jahre vergehen. 

Apple habe neben der Forschung auch eine eigene kleine Produktionsstätte im kalifornischen Santa Clara unweit des Konzern-Hauptquartiers eingerichtet, um möglichst lange einen Wettbewerbsvorteil zu behalten. MicroLEDs seien viel schwieriger herzustellen als aktuelle Bildschirme. Jeder von Millionen Bildpunkten des Displays bestehe aus drei Leuchtdioden in den Farben Rot, Grün und Blau. Jede dieser winzigen LEDs müsse einzeln hergestellt und kalibriert werden. 
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Bange Momente für Ivanka Trump und ihren Mann Jared Kushner: Bei einem Flug streikte einer von zwei Motoren ihres Helikopters, wie der Sender CNN gestern Abend unter Berufung auf die Sicherheitsbehörden berichtete. Der Hubschrauber mit Tochter und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump sei jedoch ohne Zwischenfälle zum Flughafen Ronald Reagan National in Washington zurückgekehrt. Das Paar sei danach in einen Linienflug in Richtung New York umgestiegen. Weitere Angaben zu dem Zwischenfall lagen nicht vor.
Im Konflikt zwischen Großbritannien und Russland wegen des Giftanschlags auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal sollen unabhängige Experten das eingesetzte Nervengift untersuchen. Vertreter der Organisation für das Verbot chemischer Waffen in Den Haag werden dafür heute in Großbritannien erwartet. Die OPCW wird die Proben des gefundenen Gifts Nowitschok nach Angaben des britischen Außenministeriums in internationalen Labors überprüfen lassen. Dies soll mindestens zwei Wochen dauern. In Brüssel werden sich heute auch die EU-Außenminister mit dem Fall befassen. Der britische Außenminister Boris Johnson will dabei seine Kollegen informieren und auch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg treffen. 
 
Skripal und seine Tochter Yulia befinden sich auch zwei Wochen nach dem Giftanschlag in kritischem Zustand. Sie waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank im englischen Salisbury gefunden worden. London beschuldigte den russischen Präsidenten Wladimir Putin als Drahtzieher. 
Der Vorsitzende des Rats der sogenannten Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, beurteilt die arbeitsmarktpolitischen Pläne der großen Koalition skeptisch. Mit dem Ausbau des sogenannten sozialen Arbeitsmarkts - eines staatlich geförderten Beschäftigungssektors teils neben dem regulären Arbeitsmarkt - gebe man mehr oder weniger das Ziel auf, Langzeitarbeitslose irgendwann in die reguläre Arbeitswelt zu integrieren, sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Beurteilung der Wirtschaftsentwicklung der "Welt am Sonntag" ("WamS"). Die geplante Einschränkung befristeter Beschäftigung erhöhe zudem noch die Einstiegshürden für Langzeitarbeitslose
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Nach der Freilassung des "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel aus türkischer Haft bitten die Angehörigen eines weiteren inhaftierten Deutschen die Bundesregierung um mehr Engagement in dessen Fall. Ihr 73-jähriger Vater Enver Altayli sitze seit mehr als einem halben Jahr wegen Terrorvorwürfen in Ankara in Isolationshaft, sagte Altaylis Tochter Zehra Der in Istanbul. Die Familie wende sich aus Verzweiflung über die anhaltende Untersuchungshaft ohne Anklage erstmals an die Öffentlichkeit. Altayli werden Verbindungen zur Gülen-Bewegung vorgeworfen

"Wir würden uns wünschen, dass die Bundesregierung stärker auf seine Entlassung aus der Untersuchungshaft hinwirkt und darauf, dass der Prozess beschleunigt wird", sagte Zehra Der. 
Die Finanzminister und Notenbankenchefs der 20 führenden Wirtschaftsmächte wollen in Buenos Aires über eine effektivere Besteuerung von Digitalkonzernen beraten. Die EU-Kommission strebt eine Umsatzsteuer von drei Prozent in Europa an. Es ist aber fraglich, ob mit allen G20-Staaten, vor allem den USA, eine gemeinsame Linie möglich ist. 
 
Für die Bundesregierung nimmt der neue Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) teil. Bei dem Treffen, das noch bis Morgen dauern wird, soll auch die Zukunft der Arbeitswelt ein Thema sein, die im Zuge der Digitalisierung vor großen Umbrüchen steht. 

Auch die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Strafzölle auf Stahl und Aluminium werden zur Sprache kommen. Trumps Vorgehen schürt Sorgen vor einem Handelskrieg
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Die erst Nachricht kommt aus Japan. Dort kämpfen die Behörden mit einem Phänomen, das unsere Gesellschaft in einigen Jahren möglicherweise auch beschäftigen könnte. Alte Menschen begehen in immer größerer Zahl Diebstähle, Betrügereien, oder anderen Delikte. Der Hintergrund ist weniger die Verrohnung der alternden Gesellschaft, als vielmehr der verzweifelte Versuch, der Armut und Einsamkeit zu entfliehen. Davon sind insbesondere Frauen betroffen, die kaum genug Geld haben, um sich ausreichend zu essen zu kaufen.
 
eine 78-Jährige gab der Agentur Bloomberg dazu bereitwillig Auskunft. Die Dame sitzt im Gefängnis, weil sie ein paar Energy Drinks, eine Mango, Tee, Kaffee und etwas Reis gestohlen hatte. "Hier muss ich zwar auf meine Freiheit verzichten. Dafür muss ich mich um nichts weiter sorgen", erklärt sie dem Reporter. "Drei Mahlzeiten am Tag und viele Menschen, mit denen ich sprechen kann". 
 
die Gefängnisse richten sich inzwischen zunehmend auf diese Art von Altenpflege ein . . .
   
Guten Morgen verehrte Leserinnen und Leser. Ich begrüße Sie aus Berlin. Noch spürt man den Frühling nicht an den Temperaturen, die immer noch eisig sind und auch die nächsten Tage noch eisig bleiben sollen. Doch immerhin hat sich das Licht verändert. Die Dämmerung setzt spürbar früher ein. Lange kann es also nicht mehr dauern. 
 
Doch bevor Sie sich jetzt warm anziehen, um sich auf den Weg zur Arbeit zu machen, lehnen Sie sich doch noch einmal bei einer Tasse Kaffee zurück und verschaffen sich einen Überblick über die Lage in der Welt. Mit dem "Morgen" auf SPIEGEL ONLINE


insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
kopi4 19.03.2018
1.
Der Sinn von Spurhalte und Abstands-Assistent ist das sie nur im Notfall eingreifen.Der Regelfall sollte also der sein das man nicht bemerkt das sie vorhanden sind.Wenn ich die Hände vom Steuer nehme weil ja der Assistent die Spur hält oder bei einem langsameren Wagen voraus nicht bremse weil es der Abstands-Assi tut würde ich auch nervös werden.Aber wer so handelt sollte lieber gleich ein autonomes Fahrzeug benutzen.Also mit Bus,Bahn oder Taxi fahren.
jjcamera 19.03.2018
2. Steuermann
Wer nicht (oder nicht mehr) in der Lage ist, sein Auto selber einzuparken, sollte generell die Finger vom Steuer lassen.
!!!Fovea!!! 19.03.2018
3. Tatsächlich
frage ich mich, warum das Absolvieren/Prüfung eines Führerschein so immens teuer ist, wenn der Fahrer nichts mehr machen muss: Spurhalte-Assi, Bergauf-Bergabfahr- Assi, Einpark-Assi, Abstands-Assi.... Eigentlich muss der Führerschein billig "wie Dreck sein".....
kopp 19.03.2018
4. Das automatische Einparken (B-Klasse) ...
... ist zwar bequem, aber stets mit einem unguten Gefühl verbunden. Denn wenn da etwas mal schief laufen sollte, haftet bestimmt nicht Daimler-Benz.
C-Hochwald 19.03.2018
5. Entmündigung
Viele dieser Möchtegernassistenten entmündigen den Autofahrer. Zudem gibt es viele Fehlalarme, z.B. von den Parkpiepsern. Am nervigsten in meinem Ford Mondeo ist die Sprachsteuerung, die angeblich z.B. die Bedienung des Navi erleichtern soll. Vollkommener Blödsinn. Nur mit einer erlernten Sprachfolge kann man diesem "Assistenten" sagen, wohin man will. Wenn man Glück hat! Oft versteht die Sprachdekodieren trotz Hochdeutsch meine Worte nicht. Da hilft nur parken und von Hand das Reiseziel eingeben. Die aktuelle Technologie nutzt nur den Gewinnmargen der Hersteller, nicht aber dem Autofahrer.
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