Newsblog Pizza-Dienst stopft Schlaglöcher auf Amerikas Straßen

Der US-Pizza-Dienst Domino's möchte seinen Kunden gern unvermatschte Pizzen liefern. Die Schlaglöcher auf den Straßen machen das aber fast unmöglich. Jetzt schickt das Unternehmen Straßenarbeiter los. Die Live-News.

Mit


Michael Kröger
Herzlich willkommen bei Der Morgen @SPIEGELONLINE.
Bis 9 Uhr begleitet Sie heute Michael Kröger beim Start in den Tag.
Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
Und damit endet der "Morgen" für heute wieder. Ab jetzt übernehmen wieder meine Kollegen von SPIEGEL ONLINE - mit Analysen, Hintergründen und Kommentaren zu allen wichtigen Ereignissen. Ein Thema, das das politische Berlin heute beschäftigen wird, ist die Frage, wie Flüchtlinge an den Grenzen behandelt werden sollten. Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht sich hier eine breiten Phalanx innerhalb der Unionsparteien gegenüber.
 
Auch das Schicksal der Aquarius wird uns beschäftigen. Das Schiff war zwei Tage mit mehr als 600 Migranten an Bord auf See blockiert worden und ist mittlerweile mit noch 106 Geretteten an Bord auf dem Weg nach Spanien. Derweil wartet das US-Marineschiff "Trenton" mit mehr als 40 Überlebenden und 12 Toten eines Flüchtlingsunglücks an Bord immer noch auf eine Anweisung, wohin diese gebracht werden könnten.
 
Am Nachmittag richtet sich dann alle Aufmerksamkeit auf den Fußball. Russland und Saudi-Arabien spielen im Eröffnungsspiel zur Fußball-WM gegeneinander. Anstoß´ist um 17 Uhr.
 
Ich verabschiede mich und wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag. Morgen wird Sie an dieser Stelle wieder mein Kollege Armin Himmelrath begrüßen.
Foto: dpa
 
 
Kurz vor dem Ende noch ein paar Informationen zum Wetter: Heute ist der Himmel verbreitet mit Quellwolken übersät, dazwischen kommt aber immer mal die Sonne hervor. Nur im Südosten dominiert noch Grau. Später wird die Wolkendecke dichter und es fällt hie und da Regen. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte zwischen 19 und 25 Grad, an der Nordsee und im höheren Bergland ist es etwas frischer. Mehr zum Wetter in Ihrer Region finden Sie unter diesem Link. Smartphone-Nutzer klicken besser hier
Foto: AP
 
 
Ivana Trump, Ex-Frau von US-Präsident Donald Trump, wirbt für italienische Diät-Lebensmittel. Dazu gehören spezielle Suppen und Getränke, aber auch Pasta. "Gesundheit ist das wichtigste Gut", sagte die Geschäftsfrau bei der Vorstellung der Magerkost während einer Pressekonferenz im Plaza Hotel, dass einst ihrem Ex-Mann gehörte. "Also - lasst sie uns schützen". 
 
Mit von der Partie war auch der Erfinder der Produktserie, der italienische Ernährungsberater Gianluca Mech. Er lobte besonders den Hunger stillende Effekt und die Wirkung für den Wasserhaushalt des Körpers. (Belege lieferte er allerdings nicht). 
 
Wer die Diät ausprobieren will, muss schon recht ordentlich bei Kasse sein: ein 45-Tage-Kit ("für Frauen" - essen die was anderes als Männer?) kostet 749 Dollar

Die Uno-Vollversammlung hat den massiven Gebrauch von Gewalt durch Israel gegen palästinensische Zivilisten verurteilt. Für eine entsprechende Resolution stimmten am Mittwoch 120 Staaten, acht stimmten dagegen, 45 enthielten sich. Generalsekretär Antonio Guterres wurde aufgefordert, Empfehlungen für einen "internationalen Schutzmechanismus" für die besetzten palästinensischen Gebiete zu erarbeiten. Die Resolution wurde von Algerien, der Türkei und den Palästinensern eingebracht, nachdem eine ähnliche Initiative im Sicherheitsrat am Veto der USA gescheitert war.

In dem Text wird auch der Abschuss von Raketen aus dem Gazastreifen auf israelisches Gebiet verurteilt. Die Hamas, die das Palästinensergebiet kontrolliert, wird dabei aber nicht namentlich genannt.

Foto: AFP
 

In den USA sind Ermittlungen zum Vorwurf der sexuellen Belästigung gegen Hollywoodstar Sylvester Stallone eingeleitet worden. Die Staatsanwaltschaft in Los Angeles prüfe den Vorwurf derzeit, sagte ein Sprecher am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.

 

In dem Fall geht es um eine Frau, die im November angegeben hatte, der 71-jährige Schauspieler habe sie 1990 sexuell belästigt. Stallon weist den Vorwurf vehement zurück. Die Frau wolle ihre Geschichte in den Medien sehen, sagte sein Anwalt Martin Singer. Er räumte aber eine Beziehung Stallones mit dem mutmaßlichen Opfer während eines Filmdrehs in Israel im Jahr 1987 ein.

Das Smartphone wird für die Suche nach Nachrichten im Internet immer wichtiger, soziale Medien genießen dabei allerdings wenig Vertrauen. Das sind nur zwei der Erkenntnisse, die der "Reuters Institute Digital News Report 2018" gewonnen hat.Das Hans-Bredow-Institut stellt die deutsche Teilstudie heute Abend in Berlin vor. Der "News Report" untersucht jährlich die Nachrichtennutzung von erwachsenen Onlinern, also Menschen mit Internetzugang, im internationalen Vergleich. 

Typisch für Deutschland: Die Onliner bevorzugen einen Mix aus traditionellen und neuen Medien. Dreiviertel (74 Prozent) verfolgen regelmäßig Nachrichten im Fernsehen, 65 Prozent online, 45 Prozent im Radio, 30 Prozent in gedruckten Zeitungen - das sind sogar 4 Prozentpunkte mehr als 2017.  
 
Nur knapp zwei Prozent nennen Facebook & Co. als einzige Nachrichtenquelle. "Die Menschen bekommen mit, dass nicht alles, was auf sozialen Medien kommuniziert und geteilt wird, etwas mit Journalismus zu tun hat", sagte Sascha Hölig vom Hans-Bredow-Institut. Der Anteil derjenigen, die im Verlauf des vergangenen Jahres für Nachrichten im Internet bezahlt haben, liegt bei 8 Prozent, nur wenig über dem Wert von 2017 und auf gleichem Niveau wie vor zwei Jahren. Dagegen fallen die Antworten auf die Frage nach der Bereitschaft, künftig im Internet für Nachrichten zu bezahlen, positiver aus: In allen Altersgruppen ist der Anteil gestiegen, der das für die kommenden zwölf Monate als wahrscheinlich einschätzt.

Der US-Spionageabwehrdienst warnt die Fußballfans bei der WM vor Cyberattacken durch russische Spione. "Jeder, der nach Russland reist, sollte sich im Klaren darüber sein, dass dieses Risiko besteht", sagte William Evanina, Direktor des National Counterintelligence and Security Center: "Alle Daten auf Handys, Laptops, Tablets oder anderen elektronischen Geräten könnten von der Regierung oder Kriminellen ausgelesen werden, vor allem die persönlichen."

 

Der Agent empfiehlt, alle nicht unbedingt benötigten Geräte daheim zu lassen. Das größte Risiko würden Regierungsbeamte eingehen. "Aber niemand sollte denken, er sei zu unwichtig, um angegriffen zu werden", sagte Evanina.

Der kriselnde Triebwerkhersteller Rolls-Royce verschärft sein Sparprogramm offenbar massiv. Um den Gewinn zu steigern, sollten jetzt 4000 weitere Stellen wegfallen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet. Unternehmenschef Warren East hätte seit seinem Antritt im Jahr 2015 damit jetzt insgesamt 10.000 der insgesamt rund 50.000 Stellen im Konzern auf die Streichliste gesetzt. Die Pläne sollen dem Bericht zufolge heute veröffentlicht werden. Das Unternehmen wollte die Informationen nicht kommentieren. 

East kämpft mit verschiedenen Herausforderungen - unter anderem mit Fehlern in Triebwerken, die beim Boeing-Prestigeflieger 787 "Dreamliner" eingesetzt werden.
Foto: dpa
 
 
Wussten Sie eigentlich, dass der Ball, den Russland im Eröffnungsspiel gegen Saudi-Arabien einsetzt, aus dem Weltall kommt. Zwei Monate lang kreiste die Kugel an Bord der Internationalen Raumstation ISS im Abstand von rund 400 Kilometern um die Erde. Erst vor wenigen Tagen brachte ein Astronaut sie zurück.
 
 
Foto: dpa
 
 
Wenn es nach den Statistikern ginge, dann wäre die WM entschieden, noch bevor sie angefangen hat. Statt auf Tierorakel und Astrologie setzen die Wissenschaftler an verschiedenen Universitäten auf Mathematik. Das Team der Universität Innsbruck nutz indirekt die Schwarmintelligenz indem es auf die Quoten von 26 Online-Wettanbietern zurückgreift und diese in komplexen statistischen Rechenmodellen verknüpft. An der Universität Münster wird derweil auf Grundlage von fußballspezifischen Statistiken an einer Fußballformel getüftelt. Als Grundlage dient die sogenannte Elo-Weltrangliste, die - anders als die bekanntere Fifa-Weltrangliste - Siege gegen starke Mannschaften und souveräne Erfolge mit vielen Toren höher wertet. Dieser Elo-Wert wird mit verschiedenen anderen Kenngrößen ins Verhältnis gesetzt, um die Leistungsstärke einer Mannschaft zu ermitteln. 
 
Den Berechnungen zufolge hat Brasilien die größten Chancen auf den WM-Titel. Ein deutscher Sieg gilt als weniger wahrscheinlich. (Was nur zeigt, wie unvollkommen die Berechnungsformeln der Wissenschaftler noch sind, denn natürlich gewinnt Deutschland. Oder zweifelt daran jemand?)
 

US-Präsident Donald Trump hat die Menschenrechtsverbrechen der nordkoreanischen Führung relativiert. "Viele andere Leute haben einige wirklich schlimme Sachen gemacht, ich meine, ich könnte viele Länder durchgehen, wo viele schlimme Sachen gemacht wurden", sagte Trump in einem Interview mit dem Sender Fox News nach seinem Gipfel mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un.

 

Trump lobte Kim zudem als "einen sehr schlauen Kerl" und "großartigen Verhandler". "Ich glaube, wir verstehen uns", sagte der US-Präsident.

 

Nach Angaben von Trumps eigenem Außenministerium hält Nordkorea zwischen 80.000 und 120.000 politische Gefangene als Zwangsarbeiter in Lagern fest, wo sie Folter und dem Hungertod ausgesetzt sind. Kim wird auch verdächtigt, die Ermordung seines Halbbruders Kim Jong Nam 2017 in Malaysia in Auftrag gegeben zu haben.

Das Londoner Royal Philharmonic Orchestra hatte in der Vergangenheit schon wenig Berührungsängste, wenn es um Popmusik ging. Jetzt haben sich die Musiker den Beach Boys angenommen. Sie haben 17 der größten Hits der Boy-Group aus den 60-Jahren eingespielt. Beach-Boys-Sänger Bruce Johnson spricht von einem "Geschenk des Himmels". (Ob aus Altersmilde oder weil zusätzliche Tantiemen winken, ist nicht überliefert).
 
 
 
Exzessives Computer- oder Videospielen ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation eine Krankheit. Deshalb wird Gaming Disorder oder Online-Spielsucht in den neuen Katalog der Krankheiten aufgenommen - hinter Glücksspielsucht. Der Katalog erscheint am 18. Juni.

Der WHO-Katalog dient zum einen Ärzten als Hilfe bei der Diagnose. Zum anderen nutzen Krankenkassen ihn oft als Grundlage für Kostenübernahmen. Die Aufnahme ist unter Wissenschaftlern umstritten. Spieler könnten dadurch grundlos als therapiebedürftig stigmatisiert werden, sagen sie. Vladimir Poznyak vom WHO-Programm Suchtmittelmissbrauch widerspricht. Die Abgrenzung zwischen Spielspaß und Sucht sei klar definiert, sagte er. "Die Aufnahme in den Katalog dürfte weitere Forschung auf dem Gebiet stimulieren." 
Unter Ausschluss der Öffentlichkeit beginnt heute der Mordprozess gegen einen 15-jährigen Jugendlichen aus dem westfälischen Lünen. Der Angeklagte soll am 23. Januar in seiner Gesamtschule einen 14 Jahre alten Mitschüler erstochen haben. Das Opfer hatte bei der Attacke schwere Verletzungen am Hals erlitten und war noch am Tatort gestorben. 

Die Polizei hatte den 15-Jährigen nach einer kurzen Flucht schnell gefasst und festgenommen. Noch am selben Tag gab die Staatsanwaltschaft bekannt, dass der Schüler schon zuvor durch aggressives Verhalten aufgefallen sein soll. Zwischenzeitlich habe er sogar als "unbeschulbar" gegolten und sei deshalb aus dem normalen Unterrichtsbetrieb der Schule herausgenommen worden. Anfang des Jahres sollte offensichtlich ein neuer Anlauf in Richtung Normalität unternommen werden. Auf einem Flur im Schulgebäude kam es dann jedoch zu der tödlichen Bluttat. 
Die Deutsche Post will auch nach dem Abschied von Innovations-Vorstand Jürgen Gerdes an ihren Produktionsplänen für den Elektrolieferwagen Streetscooter festhalten. Gerdes' Nachfolger Thomas Ogilvie habe sich auf einer Mitarbeiterveranstaltung in Aachen zu den Plänen bekannt, teilte ein Sprecher mit. Das beziehe sich auch auf die Vermarktung der Wagen an Dritte, die die Post nach und nach ausbauen will. Die Arbeitsplätze in dem Bereich seien bei der Veranstaltung kein Thema gewesen, sagte der Sprecher. Ein Abbau sei nicht geplant. 
Muss Vodafone ein komplettes Webangebot sperren, weil dort Filme illegal zum Streamen angeboten werden? Über diese Frage muss heute das Oberlandesgericht München entscheiden. Vorausgegangen war ein Urteil des Landgerichts München. Die Richter hatten eine einstweilige Verfügung gegen den Mobilfunkkonzern für zulässig erklärt. 

Im Streit zwischen dem Constantin-Filmverleih und Vodafone geht es um die sogenannte Störerhaftung. Der Film "Fack Ju Göhte 3" wird auf der Internetseite "kinox.to" illegal zum Streamen angeboten. Auf der Webseite können Nutzer Filme und Serien kostenlos anschauen. Fast alle Angebote dort sind nach Einschätzung des OLG illegal
 
Kleine Handlungsanleitung für WM-Besucher: Man sagt beim Zuprosten nicht "Nasdrowje!" (wie das viele Russland-Touristen glauben). Trinksprüche sind in Russland beliebt und wichtig, doch um korrekt zu sein, sagt man "Sa twoje/wasche/nasche sdorowje" (Auf Deine/Ihre/Unsere Gesundheit). Trinksprüche werden in Russland gern zu gewundenen Erzählungen mit überraschender Pointe ausgeschmückt. Aber beim dritten Mal trinkt man - wenn Frauen dabei sind - "auf die anwesenden Damen!". Die Herren stehen dazu auf.
 
Völlig nutzlos ist die Kenntnis von "Na sdorowje" trotzdem nicht: Auf diese Weise sagt man "Bitteschön", wenn sich jemand für eine erwiesene Wohltat bedankt. 
Es ist nicht unbedingt so, dass Donlad Trumps Gipfel-Coup mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un im politischen Amerika auf ungeteiltes Lob stößt. Eher im Gegenteil: Selbst Republikaner sehen die gemeinsame Abschlusserklärung kritisch. Die Skepsis teilen auch die Bürger - auch wenn sie eine Einigung grundsätzlich befürworten würden. Laut einer Umfrage von Reuters/Ipsos zweifeln 40 Prozent daran, dass die Regierungen in Washington und Pjöngjang die Zusagen einhalten werden. Zuversichtlich zeigten sich dagegen nur 26 Prozent. 
Ford hat ein Ende eines Gemeinschaftsunternehmens mit Daimler zur Entwicklung von Brennstoffzellen angekündigt. Bis zum Sommer werde die Automotive Fuel Cell Cooperation Corp mit Sitz in British Columbia heruntergefahren, teilte der US-Autobauer gestern Abend mit. Die beiden Konzerne würden die Entwicklung innerhalb der eigenen Unternehmen fortsetzen. Das Joint Venture beschäftigt nach Angaben seiner Website etwa 200 Menschen. Brennstoffzellen führen auf dem Automarkt weiterhin ein Nischendasein.
In der Diskussion um die Behandlung von Flüchtlingen an den deutschen Grenzen will es Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht gelingen, die Reihen hinter sich zu schließen. Es werden kaum Stimmen laut, die ihr Werben für eine europäische Lösung unterstützen. Für ihren Widersacher Horst Seehofer springt dagegen immer wieder jemand in die Bresche. 
 
Diesmal ist es der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Stephan Mayer, der die Pläne seines Vorgesetzten und Parteifreundes verteidigt. Ordnung und Steuerung der Migrationsströme seien die zentrale Herausforderung für die Bundesregierung, sagte Mayer der "Passauer Neuen Presse". "Auch Zurückweisungen an der deutschen Grenze sind dabei ein probates Instrument, zumal wenn die betreffende Person bereits in einem anderen EU-Staat einen Asylantrag gestellt hat." 
(Archiv)-Foto: dpa
 
 
Unmittelbar vor Beginn der Sommerferien - den Anfang machen Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland am 25. Juni - ermahnen Airlines und Flughafenbetreiber die Passagiere, bis zu drei Stunden vor Abflug zu erscheinen, wenn sie ihren Flug nicht verpassen wollen. Ein besonders enger Flaschenhals bei weiter steigenden Flug- und Passagierzahlen sind die umständlichen Personenkontrollen, die immer noch nach Mechanismen und Verfahren wie vor 50 Jahren ablaufen, wie das "Handelsblatt" unlängst kritisierte.
 
Die Kontrollstellen an Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt am Main schafften mit 80 Passagieren in der Stunde nicht einmal die Hälfte der Einrichtungen in Amsterdam, Madrid oder Brüssel, schimpft der dortige Flughafenchef Stefan Schulte. Niemand könne einen besonders umständlichen Passagier in der Kontrollstelle überholen, begehbare Metalldetektoren fehlten. Unter besonderer Beobachtung steht der Flughafen in Düsseldorf, wo es 2017 wegen überlanger Wartezeiten zu Handgreiflichkeiten zwischen den Passagieren gekommen ist.
Nach der Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank gerät die Europäische Zentralbank zunehmend unter Druck. Am frühen Nachmittag verkünden die Währungshüter die Ergebnisse ihrer jüngsten Beratungen. Die Erwartungen sind groß: Anleger und Sparer hoffen auf konkrete Hinweise, wann die Geldflut im Euroraum endet. Bis es tatsächlich soweit ist, werden sie wohl noch Geduld aufbringen müssen. Die EZB ist nicht eben für blitzartige Kurswechsel bekannt. 
 
Seit März 2015 kauft die EZB in großem Stil Anleihen von Eurostaaten, seit Juni 2016 stehen zusätzlich Unternehmensanleihen auf dem Einkaufszettel. Gut 2,4 Billionen Euro hat die Notenbank bislang in solche Papiere gesteckt. Inzwischen fließt zwar wesentlich weniger Geld in das Programm, ein Enddatum gibt es bisher aber nicht. Und EZB-Präsident Draghi hat wiederholt betont, dass der Leitzins im Euroraum mindestens bis zum Ende des Anleihenkaufprogramms bei null Prozent bleiben wird. 
Foto: AP
 
 
 
Zunächst möchte ich Sie nach Amerika entführen. Dort ist das Straßennetz sogar noch maroder als in Deutschland. Das macht vielen Unternehmen zu schaffen, die Schäden an den von ihnen produzierten Waren befürchten müssen. Eins davon ist der Essens-Lieferant Domino's, der sich um die makellose Oberfläche seiner Pizzen sorgt. 
 
Notgedrungen nimmt Donimo's - sinnbildlich gesprochen - nun selbst die Schaufel in die Hand. In Burbank/Kalifornien (5 Schlaglöcher), Bartonville/Texas (8 Schlaglöcher), Milford/Delaware (40) und Athens/Georgia (150) wurde das Unternehmen schon aktiv. Natürlich nutzen sie die Reparaturen auch für Werbezwecke und sprühen ihr Logo samt dem Slogan „OH YES WE DID“ auf den neuen Asphalt.
 

In den USA ist es nicht selten, dass Privatleute oder Firmen bestimmte Straßenabschnitte reparieren. Das liegt vor allem an den fehlenden Finanzen für die Infrastruktur. Das hat dazu geführt, dass die Straßen in einem bedauernswerten Zustand sind. Die Regierung rechnet vor, dass rund 800 Milliarden Dollar nötig wären, um alle Mängel an Straßen und Brücken zu beseitigen. 

Der Reichstag um 5:14 Uhr
Guten Morgen verehrte Leserinnen und Leser. Ich begrüße Sie zum "Morgen" auf SPIEGEL ONLINE, heute wieder aus Berlin. Der Countdown läuft bereits. Heute um 17 Uhr beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft mit dem Eröffnungsspiel zwischen Russland und Saudi-Arabien. Nicht wenige halten die Saudis für die klaren Favoriten - kein Wunder nach dem Spiel, das sie gegen die deutsche Mannschaft abgeliefert haben. 
 
Doch widmen wir uns erst einmal den Nachrichten aus aller Welt. . . 


insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
frenchie3 14.06.2018
1. Straßenbelag durch Firmen repariereb
ist eine tolle Idee. Vielleicht bringt man Amazon eher dazu zwei Kilometer Autobahn zu sponsorn als Steuern zu zahlen. Laßt die die Kosten absetzen, jeder gewinnt.
olli08 14.06.2018
2. Make Pizza great again!
Einfach etwas Asphalt-Mischung in die Schlaglöcher füllen und dann mit der Walze drüber? Es sollte mich wundern, wenn wenn dieser "Schnellflick" zu besseren und vor allem langlebigeren Ergebnissen führt, wie bei uns im Lande. Meist ist nach 2-3 Wintern schon wieder alles wie vorher, nur noch größer und tiefer ... Im Straßenbau könnte Trump also reichlich Arbeitsplätze schaffen, ist aber wohl im Land der SuperSize-Geländewagen nicht so cool?
blabla55 14.06.2018
3.
Mit Werbe-Logo.
querulant_99 14.06.2018
4.
Zitat von blabla55Mit Werbe-Logo.
Der Verkehrsminister könnte in der Tat sehr viel Geld beim Straßenbau einsparen, wenn die Firmen die Fahrbahnen als Webeflächen nutzen dürften. Auf diese Weise würde der Autofahrer im wortwörtlichen Sinne erfahren, welch tollen Angebote ihn um die nächste Ecke erwarten. Hauptsache die Frau im Navi nervt nicht mit zusätzlichen Werbespots: "Zum McDonalds / Burgerking / PizzaHut / Starbucks etc. jetzt rechts abbiegen und dann links halten. Nach 500 Meter erreichen Sie Ihren Gourmet-Tempel...".
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