Newsblog Für 100 Millionen Dollar: Filmstudio will Seilbahn zum "Hollywood"-Schriftzug bauen

Der Weg für Touristen zu den berühmten Buchstaben ist umständlich und nervt die Anwohner. Vom Filmstudio Warner Brothers kommt jetzt ein spektakulärer Lösungsvorschlag. Die Live-News.

Der "Hollywood"-Schriftzug in L.A.
REUTERS

Der "Hollywood"-Schriftzug in L.A.


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Bis 9 Uhr begleitet Sie heute Marius Mestermann beim Start in den Tag.
Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
Foto: Reuters
 
Alles für ein paar Buchstaben: Den berühmten "Hollywood"-Schriftzug in den Hügeln von Los Angeles können Besucher womöglich bald per Gondel erreichen. Das Filmstudio Warner Brothers schlägt laut "Los Angeles Times" vor, mit einer mehr als 1,6 Kilometer langen Seilbahn den bisher umständlichen Weg über kurvige Straßen zu erleichtern.
 
Seit langem beschweren sich Anwohner in dem Hügelgebiet über wildes Parken und Verkehrsbehinderungen durch Besucher in Reisebussen, die zu den Buchstaben pilgern.
 
Die Kosten für den nun geplanten "Hollywood Skyway" - aus der Kasse des Filmstudios gezahlt - werden auf 100 Millionen Dollar geschätzt. Die Gondelfahrt vom Firmensitz in Burbank zu einem geplanten Besucherzentrum und Aussichtspunkt soll etwa sechs Minuten dauern.
 
 
Und damit sind wir auch schon am Ende dieses Newsblogs angelangt. Ich hoffe, Sie hatten einen angenehmen "Morgen". Die beste Einsendung war heute übrigens diese:
"Noch schlimmer als ein grauer Morgen: Wenn einem nach einem ungeplant längeren Abend beim Aufwachen die pralle Sonne ins Gesicht knallt.
Schönen Tag!"
Ich bedanke mich und wünsche Ihnen allen ebenfalls einen schönen Tag. Wenn Sie gleich zum nächsten Newsblog springen wollen, empfehle ich diesen hier zum NSU-Prozess. Darin finden Sie erste Kommentare von Politikern, Schilderungen der Atmosphäre und natürlich - sobald es gefallen ist - das Urteil.
 
Morgen begrüßt Sie dann aus Berlin wieder der Kollege Michael Kröger mit den wichtigsten Meldungen.
 
Zum Abschluss noch ein kurzer Blick nach draußen: Besser geworden ist es nicht. Bleiben Sie im Trockenen!
Foto: Marius Mestermann
 
 
 
Bill de Blasio vor dem Trump Tower in New York. Foto: AFP (Archiv)
 
 
Vorhin war hier die US-Grenze zu Mexiko bereits ein Thema, aber diese Meldung möchte ich Ihnen nicht vorenthalten: Der US-Grenzschutz wirft dem Bürgermeister von New York City, Bill de Blasio, einen illegalen Grenzübertritt vor, berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf einen Brief der Behörde.
 
De Blasio, der ein erklärter Gegner von US-Präsident Donald Trump ist, reiste wie etliche andere US-Politiker Ende Juni nach Texas, um Notunterkünfte für Kinder zu inspizieren. Als ihm der Zutritt zu einer Unterkunft verwehrt wurde, machte er sich mit seinen Begleitern - darunter Sicherheitsleute der New Yorker Polizei - auf nach Mexiko.
 
Dort fiel die Gruppe einem Grenzbeamten auf, der sie zur Rede stellte. Ab diesem Punkt unterscheiden sich die Darstellungen der beiden Seiten: Während die Behörde behauptet, de Blasio habe die Erlaubnis gefehlt, streitet dessen Büro die Vorwürfe ab. Das ist dann wohl wirklich "Zero Tolerance".
Womit haben wir uns das denn verdient? Hier in Norddeutschland besteht heute erhöhte Starkregengefahr mit dem ein oder anderen Gewitter. Im Süden hingegen klart es auf. Und dazwischen? Stark bewölkt mit Schauern in einigen Gebieten. Mehr zum Wetter in Ihrer Nähe finden Sie hier. Smartphone-Nutzern empfehle ich diesen Link.
 
 

Chronologie: Die entscheidenden Tage im NSU-Prozess - SPIEGEL ONLINE - Panorama

Heute Vormittag fällt in München das Urteil im NSU-Prozess. Eine Chronologie der wichtigsten Verhandlungstage. 
Im September 1543 schrieb der Reformator Martin Luther einen Brief an den Vorsteher der Nikolaikirche in Berlin, Georg Buchholzer. Thema war ein Streit zwischen Buchholzer und einem Brandenburger Kollegen um den Umgang mit Juden.
 
Luther bezeichnet Juden in dem Brief als "Inkarnation des Teufels" - nicht das einzige Beispiel für seine abstoßenden antisemitischen Haltungen.
 
Das Schriftstück könnte jetzt bei einer Auktion in den USA rund 300.000 US-Dollar (etwa 255.000 Euro) einbringen. Der Brief sei "außergewöhnlich gut erhalten", heißt es vom Auktionshaus RR Auction.
 
Es kommentiert das Neo Magazin Royale:
 
Foto: AFP
 
Japans Regierungschef muss Präsenz zeigen: Nach den schweren Überschwemmungen im Westen des Landes besucht Shinzo Abe heute Notunterkünfte für Menschen, die von den Fluten aus ihren Häusern getrieben wurden.
 
Mehr als 150 Menschen kamen bei den Unwettern ums Leben, über 50 davon allein in der Region Okayama.
 
Abe wollte ursprünglich am Mittwoch nach Europa und in den Nahen Osten reisen, änderte seine Planungen jedoch angesichts der schlimmsten Naturkatastrophe.
Machen Sie eigentlich morgens Sport? Dann wäre die neue Trendübung "Keep the chicken" vielleicht etwas für Sie. So hat Englands Nationaltrainer Gareth Southgate gestern die Stimmung im Mannschaftstraining aufgelockert.
 
Heute Abend müssen die "Three Lions" dann aber mit vollem Ernst gegen Kroatien ran. Zehntausende Londoner wollen das Spiel gemeinsam verfolgen, zum Beispiel im Hyde Park. Eine "Leichenschau" ist nicht geplant (so würden die Engländer "Public Viewing" übersetzen), aber ein Public Screening für rund 30.000 Zuschauer.
105 Millionen Euro soll die Ablöse für Cristiano Ronaldo betragen, er spielt künftig in Turin. Meine Vermutung: Der Portugiese ist noch immer gekränkt und wollte in der Liste der teuersten Fußballer einfach wieder an Gareth Bale vorbeiziehen.
 
Vielleicht hat die Eintracht deshalb gezögert und will lieber den Waliser verpflichten. Dann für 106 Millionen?
7.485.206.935: Diese Zahl ist eine Momentaufnahme von 6:58 Uhr, kleiner wird sie in den nächsten Jahrzehnten wohl nicht. Es geht um die Anzahl der Menschen, die nach Berechnung der US-Volkszählungsbehörde auf diesem Planeten leben.
 
Heute ist Weltbevölkerungstag. Ausnahmsweise also kein kurioser Feiertag, bei dem alle Jogginghose tragen, sondern ein ernster Gedenktag, der auf
die Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung weltweit aufmerksam machen soll.
 
Ausgerufen haben ihn die Vereinten Nationen am 11. Juli 1987, als die Weltbevölkerung nach ihren Angaben fünf Milliarden Menschen überschritt.
Foto: AFP/ Us Coast Guard/ Lauren Dean
 
"Das hätte schlimm ausgehen können", sagt eine Beamtin der US-Küstenwache: Bei einem Flugzeugabsturz in Alaska sind alle elf Insassen mit dem Leben davongekommen. Sie hätten lediglich leichte Verletzungen erlitten.
 
Die Küstenwache hatte den Absturzort nach einem Notruf des Piloten ausfindig gemacht. Per Hubschrauber wurden die Insassen schließlich aus dem bergigen Gebiet am Südzipfel des US-Bundesstaates gerettet.
"China will sich mit Europa gut stellen, um gemeinsam gegen die USA aufzutreten."
Das sagte chinesische Aktivist Hu Jia gestern in einem Interview mit meinem Kollegen Bernhard Zand. Kurz zuvor war bekannt geworden, dass China der Witwe des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo, Liu Xia, die Ausreise erlaubte. Sie ist inzwischen in Berlin.
 
Doch jetzt zeigt China, dass dahinter kein wirkliches Umdenken steckt: Der langjährige chinesische Dissident Qin Yongmin wurde von einem Volksgericht in Wuhan wegen seines Engagements für Demokratie und Menschenrechte zu 13 Jahren Haft verurteilt.
 
Qin Yongmin hat bereits insgesamt 22 Jahre wegen ähnlicher "Vergehen" abgesessen. In den Neunzigerjahren war er Mitbegründer der Demokratischen Partei Chinas, die sich vergeblich neben der alleinherrschenden Kommunistischen Partei an mehreren Orten registrieren lassen wollte.
Auch das dürfte die Jungs freuen: Der französische Nationalspieler Paul Pogba widmete den gestrigen Sieg seiner Mannschaft den Nachwuchskickern der "Wild Boars".
Eine richtig gute Nachricht aus Thailand: Den zwölf Jungen, die gestern nach 17 Tagen aus einer Höhle gerettet wurden, geht es den Umständen entsprechend gut. "Nach unserer Einschätzung sind sie in gutem Zustand und nicht gestresst. Die meisten Jungs haben aber etwa zwei Kilo an Gewicht verloren", sagte Thongchai Lertwilairattanapong von der thailändischen Gesundheitsbehörde.
 
Eine Chronik der dramatischen Rettung gibt es hier.
Foto: Marius Mestermann
 
Es ist ein ziemlich grauer Morgen hier an der Ericusspitze in Hamburg – aber auch das kann ja schön sein. Oder was meinen Sie?
Erst führte die US-Regierung eine "Null-Toleranz-Linie" im Umgang mit Migranten an der Grenze zu Mexiko ein, jetzt will sie selbst mehr Spielraum. Rund 2500 Kinder von illegal eingereisten Migranten sind weiterhin von ihren Eltern getrennt, obwohl inzwischen eine gerichtliche Frist zur Zusammenführung abgelaufen ist.
 
Am Dienstag hätten zumindest die 102 Kinder, die jünger als fünf Jahre sind, wieder mit ihren Eltern vereint werden sollen. Doch bestätigt wurden bislang nur vier Zusammenführungen. Die US-Regierung will deshalb mehr Zeit.
 
In 20 Fällen sei das aus logistischen Gründen nicht rechtzeitig möglich gewesen, weil die Eltern bereits abgeschoben wurden, argumentierte das US-Gesundheitsministerium. Andere Eltern seien "wegen Aspekten, die während krimineller Hintergrundprüfungen aufgedeckt wurden, ungeeignet für eine Zusammenführung".
 
Besonders in einem Fall spiegelt sich das aktuelle Chaos wieder: "Ein Kind kann derzeit nicht zusammengeführt werden, weil der Aufenthaltsort des Elternteils seit mehr als einem Jahr unklar ist", teilte das Ministerium mit. Es gebe Hinweise darauf, "dass das Elternteil und das Kind US-Bürger sein könnten".
 
US-Präsident Donald Trump sagte zu den Familientrennungen: "Ich habe eine Lösung: Sagt den Leuten, dass sie nicht illegal in unser Land kommen sollen." Er fügte hinzu: "Wir haben Gesetze. Wir haben Grenzen."
 
Für die übrigen Kinder, die älter als fünf Jahre sind, gilt eine gerichtliche Frist bis zum 26. Juli. Dann sollen auch sie zumindest wieder bei ihren Eltern sein.
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser! Der heutige Tag hält einige Ereignisse der Kategorie "Ausgang völlig offen" bereit: In München wird am Vormittag das Urteil im NSU-Prozess erwartet, in Brüssel ist US-Präsident Donald Trump zu Gast beim Nato-Gipfel. Am Abend treffen sich dann die EU-Innenminister in Innsbruck, und ein Gegner des WM-Finalisten Frankreich will auch noch gefunden werden. Bevor es damit aber so richtig losgeht, lade ich Sie ein, mit mir den "Morgen" zu verbringen! Über Anregungen und Feedback freue ich mich, gerne an marius.mestermann@spiegel.de. 


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