Newsblog Trump genießt weiter Zustimmung seiner Anhänger

Das verheerende Echo auf Trumps Treffen mit Wladimir Putin sollte in Europa keine falsche Erwartungen wecken. Der größte Teil seiner Anhänger hält ihm nach wie vor die Treue. Die Live-News.

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Michael Kröger
Herzlich willkommen bei Der Morgen @SPIEGELONLINE.
Bis 9 Uhr begleitet Sie heute Michael Kröger beim Start in den Tag.
Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
  • 7/19/18 7:05 AM
    Und damit endet der "Morgen" für heute wieder. SPIEGEL ONLINE wird Sie aber natürlich weiterhin lückenlos mit Nachrichten, Analysen und Hintergrundberichten versorgen. Ein wichtiges Thema wird heute wieder der Brexit sein. Die britische Premierministerin Theresa May besucht heute Irland, um für ihre Version eines weichen Austritts zu werben.

    Interessant ist ein ein Stück über die Grünen. Die nämlich wollen endlich selbst die Fäden ziehen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen sie aber größere Stimmanteile gewinnen. Aber haben die Umweltschützer das Zeug zur Volkspartei? Bei SPIEGEL ONLINE finden Sie die Antwort.

    Außerdem begleiten unsere Korrespondenten Angela Merkel. Auf ihren Reisen durch die Provinz schaut die Bundeskanzlerin heute bei einer Milchbäuerin vorbei. Sie werden merken: Gespräche über das Wetter können viel weiter reichen, als sie es sonst in der Kaffeeküche tun.
    Ich verabschiede mich in die Ferien und wünsche Ihnen eine erfolgreiche Zeit. Morgen wird Sie an dieser Stelle Armin Himmelrath begrüßen. Ich bin am 13. August wieder für Sie da.


  • 7/19/18 6:51 AM
    Kurz vor dem Ende noch ein paar Worte zum Wetter. Viele sind nicht nötig: Uns erwartet landesweit ein wunderschöner Sommertag, der nur hie und da von einigen Wölkchen vorübergehend getrübt wird (manche sind vielleicht auch froh über einen kurzzeitigen Schatten).

    Die Temperaturen steigen auf 26 bis 33 Grad, an der Küste und im Nordosten auf 20 bis 25 Grad. Mehr zum Wetter in Ihrer Region finden Sie hier. Smartphone-Nutzern empfehle ich diesen Link. (Foto: DPA)
  • 7/19/18 6:41 AM
    Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher schließt zusätzliche Tabuzonen für ältere Dieselfahrzeuge in der Hansestadt aus. "Zwar gibt es Forderungen nach weitergehenden Fahrverboten, aber die Antwort des Senats lautet: nein", sagte Tschentscher in einem Interview mit dem "Hamburger Abendblatt".

    Die bestehenden Durchfahrtsverbote an der Stresemannstraße und an der Max-Brauer-Allee verteidigte er jedoch. "Damit verhindern wir flächendeckende Fahrverbote, wie sie andere Städte, wie zum Beispiel Stuttgart, nun einführen müssen."
  • 7/19/18 6:38 AM
    "Unser Ziel bei Fake News ist nicht, Menschen davon abhalten, Unwahres zu posten. Wir wollen stattdessen verhindern, dass sich Fake News und Desinformation in unseren Diensten verbreiten."

    Facebook-Chef Mark Zuckerberg will gegen Hass und Gewalt gegen Einzelne oder Gruppen im Netz kämpfen. Im Interview mit dem Tech-Blog lässt er aber durchblicken, dass er mit Lügnern an sich kein Problem hat - auch nicht mit solchen, die den Holocaust leugnen.
  • 7/19/18 6:30 AM
    Die britische Polizei hat möglicherweise die Täter des Nowitschok-Angriffs auf den russischen Ex-Spion Sergej Skripal und seine Tochter Julia im März identifiziert. Es handle sich dabei um mehrere Russen, berichtete die Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf eine Quelle aus dem Umfeld der Ermittlungen.

    Ermittler hätten dafür auf Bilder von Überwachungskameras zurückgegriffen, zitiert PA die nicht namentlich genannte Quelle. Die Aufzeichnungen seien mit Einreisedaten nach Großbritannien abgeglichen worden. "Sie (die Ermittler) sind sicher, dass sie (die Verdächtigen) Russen sind".
  • 7/19/18 6:22 AM
    Die USA prüfen einen Vorschlag Russlands, wegen "illegaler Aktivitäten" gesuchte Amerikaner in den USA durch russische Ermittler befragen zu lassen. Präsident Donald Trump habe diese vom russischen Präsidenten Wladimir Putin beim Gipfeltreffen in Helsinki vorgebrachte Idee als interessant bezeichnet und wolle sie auf ihre Umsetzbarkeit untersuchen lassen, sagte seine Sprecherin Sarah Sanders gestern in Washington.

    Hintergrund ist die Affäre um zwölf Angehörige des russischen Militärgeheimdienstes, die verdächtigt werden, die Computer-Netzwerke der Demokraten und von Hillary Clinton gehackt und Informationen über das Internet verbreitet zu haben. Putin hatte in Helsinki angeregt, die Beschuldigten könnten in Russland von US-Ermittlern befragt werden, wenn die USA russischen Ermittlern Gleiches bei der Untersuchung im Zusammenhang mit dem ehemaligen US-Investor in Russland, Bill Bowder, erlaubten.
  • 7/19/18 6:12 AM
    Anthony McPartlin und Declan Donnelly sind so etwas wie eine Allzweckwaffe im britischen Fernsehen. Das Frühstücksfernsehen beherrschen sie genauso wie die Casting-Show. In ihrer Samstagabend-Show Ant & Dec’s Saturday Night Takeaway haben sie einmal ihren Entertainer-Kollegen James Corden aufs Korn genommen. Der blieb bemerkenswert souverän - obwohl er erst ganz zum Schluss kapierte, was da gespielt wurde. . . sehr amüsant:
  • 7/19/18 5:59 AM
    EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici warnt vor den Folgen einer Verschärfung des Handelsstreits mit den USA. "Eine Eskalation – egal auf welcher Seite – hätte gravierende Folgen für die Wirtschaft, auch für die Finanzmärkte, darunter würden alle Seiten leiden", sagte der Franzose der "Augsburger Allgemeinen" vom Donnerstag. "Deshalb brauchen wir einen Einstieg, um aus dieser Spirale aussteigen zu können, die am Ende die Weltwirtschaft beschädigt und alle mit nach unten reißt." Die Lösung für den Konflikt müsse in einer Modernisierung des Welthandelssystems liegen.

    Einen einseitigen Verzicht auf Einfuhrzölle für Waren aus den USA ohne Freihandelsabkommen schloss Moscovici aus. "Autonome Zollsenkungen durch die EU wären ein Geschenk an Erzeugerländer wie China und Indien und ein Schlag ins Gesicht für Handelspartner wie Japan und Korea, mit denen wir ausgewogene Freihandelsabkommen ausgehandelt haben", sagte der EU-Kommissar.
  • 7/19/18 5:55 AM
    Ein Anhänger eines Baustellenfahrzeugs ist gestern Abend bei einem Unfall auf der Autobahn 71 nahe Münnerstadt von einer Brücke katapultiert worden. Der Anhänger sei etwa 80 Meter in die Tiefe gestürzt und neben der Staatsstraße 2282 aufgeschlagen, teilte die Polizei mit.

    Die Mitarbeiter einer Straßenbaufirma hatten ihr Werkzeug gerade verstaut, als ein Auto mit voller Wucht in den Anhänger auf der Lauertalbrücke krachte und ihn von der Brücke schleuderte. Ein 26-jähriger Straßenbauer und der 55 Jahre alte Mann am Steuer des Autos wurden verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Der Schaden beträgt ungefähr 80.000 Euro.
  • 7/19/18 5:50 AM
    Die extrem lange Trockenzeit hat die Zahl der Mücken in vielen Regionen Deutschlands dezimiert. Trotzdem gibt es keinen Grund zur Entwarnung, denn es wird zunehmend regnerisch - und Regen bei Wärme schafft ein ideales Umfeld für Stechmücken.

    "In der langen Trockenphase trugen viele weibliche Mücken ihre fertigen Eier in sich und suchten nach Möglichkeiten, sie abzulegen", erklärt Doreen Walther vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (Zalf) in Müncheberg bei Berlin. Nach Unwettern vielerorts finden sie nun reichlich Gelegenheit. Die Entwicklung von der Eiablage bis zur stechenden Mücke dauere bei 25 Grad Celsius etwa zwei Wochen, sagt Walther.

    Bei anderen Mücken legen die Weibchen ihre Eier an feuchte Stellen, und der Nachwuchs entwickelt sich erst dann, wenn er überschwemmt wird. So oder so: "Wir werden bald in vielen Regionen umfangreiche Mückenpopulationen haben", sagt Walther. (Foto: dpa)
  • 7/19/18 5:45 AM
    Ein sechsjähriger Junge aus Belgien ist in den Schweizer Alpen durch einen Steinschlag ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich in der Nähe des Morteratsch-Gletschers im Kanton Graubünden, wie die Nachrichtenagentur SDA unter Berufung auf die Polizei berichtet. Demnach löste sich ein Stein von einer Geröllhalde und traf das Kind am Kopf.

    Der Junge erlag noch am Unglücksort seinen Verletzungen, Wiederbelebungsversuche der Familie und der Rettungskräfte blieben erfolglos. Zu den Umständen des Unglücks wurden Ermittlungen eingeleitet.

  • 7/19/18 5:38 AM
    Der Möbelhändler Ikea will das Umtauschrecht künftig etwas weniger großzügig handhaben. Die Kunden dürften bei Einkäufen ab dem 1. September 2018 Waren nur dann gegen Erstattung des Kaufpreises zurückbringen, wenn sie neu und unbenutzt sind, berichtet die "Welt". Bisher gab es ein Rückgaberecht unabhängig vom Zustand der Produkte und ohne Angabe von Gründen.

    Ein Grund ist die Tatsache, dass der Möbelhändler sich ein wenig betrogen fühlt: "Wir hören aus den Häusern, dass Jahr für Jahr kurz vor dem Ablauf der Umtauschfrist immer die gleichen Leute auftauchen und ihr Geld zurückverlangen", sagte Balslev. (Foto: DPA)
  • 7/19/18 5:26 AM
    Millionen Bundesbürger können sich keine Urlaubsreise leisten. Im vergangenen Jahr waren 16 Prozent der Menschen in Deutschland betroffen, wie aus Daten des Europäischen Statistikamts Eurostat hervorgeht. Darauf hat die Linken-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann aufmerksam gemacht. Allerdings ist der Anteil derer, die zu Hause bleiben mussten, in den vergangenen Jahren gesunken. Und er liegt weit unter dem EU-Durchschnitt.
  • 7/19/18 5:22 AM
    Die RWE-Tochter Innogy hat ihren latenten Widerstand gegen die eigene Zerschlagung aufgegeben. Sie werde die zügige Umsetzung der geplanten Transaktion zwischen RWE und E.on unterstützen, teilten die drei beteiligten Unternehmen gestern am späten Abend mit.

    Innogy spielt bei der Neuaufteilung der Geschäfte zwischen den beiden Energieriesen eine entscheidende Rolle. Im ersten Schritt will E.on Innogy komplett übernehmen und im Gegenzug RWE am eigenen Unternehmen mit knapp 17 Prozent beteiligen. E.on würde das lukrative Netzgeschäft und den Stromvertrieb von Innogy behalten, RWE die erneuerbaren Energien beider Konzerne unter seinem Dach vereinen.
  • 7/19/18 5:13 AM
    Nach Einschätzung des früheren US-Botschafters in Deutschland, John Kornblum, hat die EU im Handelskonflikt mit den USA kaum geeignete Druckmittel. "Die USA befinden sich auf dem Höhepunkt ihrer Macht", sagte der Diplomat gestern auf einer Veranstaltung des Arbeitgeberverbands Südwestmetall in Ludwigsburg.

    "Es gibt keinen Bereich des öffentlichen oder privaten Lebens, wo man uns wehtun kann, das muss man leider so sagen", sagte Kornblum mit Blick auf mögliche Reaktionen der EU auf US-Strafzölle. Zu versuchen, ein Freihandelssystem ohne die USA aufzubauen, sei "Selbstmord", das EU-Handelsabkommen mit Japan sei zwar "nett", es bringe aber nichts, sagte Kornblum. "Die USA bleiben der Kern dieser Welt".
  • 7/19/18 5:08 AM
    Ford ruft in Nordamerika rund 550.000 Wagen in die Werkstätten. Probleme mit der Automatikschaltung könnten dazu führen, dass abgestellte Autos wegrollen, teilte Ford mit. Ohne angezogene Handbremse seien "unbeabsichtigte Fahrzeugbewegungen" möglich, auch wenn der Schalthebel in der "Park"-Position und der Zündschlüssel abgezogen sei. Ford warnt deshalb vor erhöhtem Unfall- und Verletzungsrisiko.
  • 7/19/18 5:06 AM
    Gut drei Viertel der Mexikaner empfinden das Leben in Städten ihres Landes als nicht sicher. Am unsichersten fühlen sich die Befragten bei der Benutzung von Geldautomaten, im öffentlichen Nahverkehr, in Banken und wenn sie zu Fuß in den Straßen unterwegs sind, wie eine Befragung der mexikanischen Statistikbehörde ergab.

    Am prekärsten ist die Lage in Reynosa an der Grenze zu den USA, in der Touristen-Hochburg Cancún sowie nördliche und östliche Quartiere in Mexiko-Stadt. Dort gaben jeweils mehr als 90 Prozent der Befragten an, sich nicht sicher im öffentlichen Raum bewegen zu können. Zum Sicherheitsgefühl der Menschen in ländlichen Regionen machte die Umfrage keine Angaben.

    Zum Vergleich: Bei einer Forsa-Umfrage im März gaben 58 Prozent der Deutschen an, sich in ihrer Gemeinde oder Stadt sicher zu fühlen. 29 Prozent empfanden ihr Umfeld sogar als sehr sicher. (Foto: Mario Guzman/epa-efe/rex/shutterstock)
  • 7/19/18 4:57 AM
    Das Weltraumdrama "First Man - Aufbruch zum Mond" von Regisseur Damien Chazelle eröffnet nach Informationen von "Veriety" Ende August die 75. Internationalen Filmfestspiele von Venedig. In der Geschichte über die legendäre Weltraummission spielt Ryan Gosling den Astronauten Neil Armstrong als ersten Menschen auf dem Mond. Der Oscar-prämierte "La La Land"-Regisseur Chazelle drehte nach einem Skript von Josh Singer, der die Vorlage für den Film "Spotlight" lieferte. Claire Foy mimt Armstrongs Ehefrau Janet, Corey Stoll schlüpft in die Rolle des Astronauten Buzz Aldrin.


  • 7/19/18 4:49 AM
    CSU-Scharfmacher Parteichef und Bundesinnenminister Horst Seehofer hat Kritik seines Parteikollegen Markus Söder zurückgewiesen, wonach die Bundespolitik schuld am Umfragetief der CSU sei. Er sehe keinen bundespolitischen Gegenwind für die bayerische Landtagswahl, sagte Seehofer der "Augsburger Allgemeinen".

    "Bayern steht blendend da und Markus Söder stützt sich auf eine absolute Mehrheit, die wir 2013 unter meiner Führung geholt haben", sagte Seehofer. Bayern könne "also handeln, die Staatsregierung ist auf keinen Koalitionspartner angewiesen, das ist ein großer Vorteil für den Wahlkampf".

  • 7/19/18 4:45 AM
    Mehr als 5000 deutsche Wissenschaftler haben ihre Forschungsergebnisse in wertlosen Online-Fachzeitschriften pseudowissenschaftlicher Verlage publiziert. Diese Verlage achteten die grundlegende Regeln der wissenschaftlichen Qualitätssicherung nicht, berichten NDR, WDR und das "Süddeutsche Zeitung Magazin". Die publizierten Beiträge seien oft mit öffentlichen Geldern finanziert worden. Weltweit seien rund 400.000 Forscher betroffen.

    Das Phänomen der pseudowissenschaftlichen Verlage sei zwar schon seit Jahren bekannt, heißt es in den Berichten. Deutsche Hochschulen und Forschungsgesellschaften hätten bereits mehrfach davor gewarnt. Neu seien jedoch das rasant steigende Ausmaß. So habe sich die Zahl solcher Publikationen bei fünf der wichtigsten Verlage den Recherchen zufolge seit 2013 weltweit verdreifacht, in Deutschland sogar verfünffacht.

    Die Betroffenen publizierten Ergebnisse gegen Zahlung teilweise hoher Gebühren in den Internet-Journalen, die von Unternehmen in Südasien, der Golfregion, Afrika oder der Türkei herausgegeben werden.
  • 7/19/18 4:39 AM
    US-Sänger Billy Joel hat am Mittwoch das 100. Konzert seiner Karriere im New Yorker Madison Square Garden gegeben, Stargast des Abends war Kollege Bruce Springsteen.

    Kein anderer Künstler spielte so oft in der rund 20.000 Zuschauer fassenden Halle wie er. Während des rund zweieinhalbstündigen Konzerts ließ Joel neben seinen größten Hits wie "Piano Man", "Uptown Girl" und "We Didn't Start the Fire" dem Publikum auch mehrfach die Wahl zwischen zwei unbekannteren Songs. Springsteen war für drei Lieder mit auf der Bühne und wurde frenetisch gefeiert.

    Der Co-Auftritt von Springsteen war übrigens nicht wirklich etwas besonderes. Die beiden stehen regelmäßig zusammen auf der Bühne (so wie auch 2009 - siehe Youtube-Video). Man fragt sich, warum die beiden keine gemeinsame Band bilden.

  • 7/19/18 4:32 AM
    Die Politik Trumps lockt auch die gutmütigsten Politiker allmählich aus der Reserve. Zu ihnen gehört auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der deswegen zu einem "neuen europäischen Selbstbewusstsein" aufruft. "Zweifellos schafft er für uns Risiken mit der Art und Weise, wie er Politik macht", sagte Steinmeier mit Blick auf Trump der "Passauer Neuen Presse". Daraus müssten die Europäer Schlüsse ziehen.

    Die Europäer müssten nicht nur überlegen, wie sie ihre Dauerkrise überwinden können, sagte der Bundespräsident. "Sondern wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass selbst die großen Staaten in Europa in der Welt keine Rolle mehr spielen, wenn wir uns nicht in Europa beieinander halten. Nur dann werden wir in der Lage sein, zwischen China, Russland und USA überhaupt noch mit einigem Gewicht wahrgenommen zu werden." Das gelte handels- wie verteidigungspolitisch.
  • 7/19/18 4:26 AM
  • 7/19/18 4:24 AM
    Die erste Meldung führt uns wieder einmal in die USA. Dort herrscht nach dem schwachen Auftritt von US-Präsident Donald Trump gegenüber seinem russischen Counterpart Wladimir Putin allem Anschein nach Entsetzen, selbst in konservativen Kreisen der republikanischen Partei. In Europa verfolgen die Meisten das Schauspiel mit einer Mischung aus Gruseln und Schadenfreude.

    Doch man sollte sich nicht allzu vielen Illusionen hingeben. Die Zustimmung zu Trump bröckelt viel weniger, als man denken sollte. Seine Anhänger jedenfalls stehen nach einem Bericht der "New York Times" noch immer zum großen Teil hinter ihrem Präsidenten. Einzelne Umfragen sprechen von 70 Prozent - das ist nicht überwältigend im Vergleich zu den Zahlen vergangener Monate, aber weit entfernt von enttäuschter Liebe. (Foto: AP)
  • 7/19/18 4:14 AM
  • 7/19/18 4:11 AM
    Guten Morgen verehrte Leserinnen und Leser. Ich begrüße Sie zum "Morgen" auf SPIEGEL ONLINE, heute wieder aus Berlin. Die Hauptstadt liegt tief im Ferien-Schlaf, was richtig gut auszuhalten ist. Das Wetter spielt auch mit - was will man also mehr. Schaun wir mal, was in der Welt so los ist . . .
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Seite 1
bemuebe 19.07.2018
1. Der größte Teil seiner Anhänger hält ihm nach wie vor die Treue
Ich halte verdammt wenig vom geliebten Trump Bashing. Klar, der Typ führt sich auf, wie der berühmte Elefant im Porzellanladen. Wer aber mal über den Tellerrand schauen möchte, der sieht eine USA im Untergang, die sich jedoch laut schreiend gegen diesen stemmt, der sieht eine zunehmende soziale Spaltung, deren Hauptursache die Deindustrialisierung durch Globalisierung ist. Ergebnis, das kann jeder sehen: die hyperbolische Verschuldungsentwicklung, gegen die keiner der vorherigen Präsidenten etwas machten. Dem Trump ist klar, dass ein weiter-so mit Sicherheit in den Abgrund führt. Gerade haben Finanzwissenschaftler herausgefunden, dass eine längerfristige Verschuldung von mehr als 80% zum Crash des Geld- und Finanzsystems führt. Für Trump ist klar: handele ich nicht, dann werde ich mitschuldig am Untergang der Weltmacht USA sein. Er weiß auch, dass wirkungsvolle Änderungen brachiale Teilsystemänderungen und die Aufgabe jahrelanger Gewohnheiten bedürfen. Klar: damit schafft er sich Feinde bei denen, deren Realwirtschaft noch eine nationale Aufgabe ist.
butzibart13 19.07.2018
2. Wenig Chancen
Impeachment auf Grund von Bestechung, Landesverrat oder schwerer Verbrechen ist bei Trump wahrscheinlich schwer durchzusetzen ebenso das komplizierte Verfahren nach dem 25. Zusatzartikel, Absatz 4 über den Amtsentzug wegen psychischer Störungen. Die dafür entsprechenden Gremien müssen gewillt sein, dies durchzuführen. Es gibt noch die Möglichkeit, dass er von sich aus zurücktritt, dies scheint aber unwahrscheinlich. Und seine einfach gestrickten Wähler halten zu ihm, besonders dann, wenn er wieder den großen Zampano spielt, bis er vielleicht einen Mord durchführt. Also wenig Aussicht, den "Trottel", wie ihn ihr Kommentator nannte, aus dem Amt zu jagen. Für eine "Demokratie" ein unwürdiges Schauspiel.
stadtmusikant123 19.07.2018
3. Anhänger
Die Zustimmung für Trump ist vielleicht aus europäischer Sicht bedauerlich, aber man darf auch nicht vergessen, dass er die Interessen der USA zu vertreten hat. Trotz aller Fettnäpfchen, oder bewusster Provokation, er macht genau das, was er seinen Wählern versprochen hat. Und daher wird und kann das Pendel der Zustimmung nicht groß ins Gegenteil schlagen. Er kämpft, ob elegant, diplomatisch oder verbissen, für sein Publikum kämpft er. Und wer was tut und macht, darf auch Fehler machen. Zumindest in den USA. Er ist eben kein Berufspolitiker, wie so viele oder die meisten z.B. in Deutschland. Die jede Äusserung dahingehend prüfen, ob das politisch korrekt ist, und auch nicht der eigenen Karriere schaden könnte. Dazu kommt jetzt die EU-Strafe für Google. Die amerikanische Bevölkerung wird darin wieder die bösen Europäer sehen, und den auf die EU schimpfenden Trump verstehen und zustimmen.
Korken 19.07.2018
4. Selbst wenn
Selbst wenn er zuerst die Interessen der USA vertreten sollte, so tut er dies schlecht. Er kann zur Zeit noch auf das vor ihm aufgebaute zurückgreifen. Er ist jedoch dabei, dies in großen Schritten einzureißen und nichts nachzuliefern, was die USA als anerkannte Weltmacht halten könnte. Klar, seine Anhänger sind größtenteils so dumm, wie er sie in seinen Notlügenerklärungen der letzten Tage zu verkaufen sucht. Diese sehen nur Chaos bei anderen und das gefällt denen, endlich was los im wilden langweiligen Westen. Sie erkennen nicht, dass Trump die USA gerade schwächt, auf internationaler Bühne sogar sehr schwächt, das eigene Land aufgrund seiner egomanisch narzistischen Sichtweise faktisch ausliefert und anderen Mächten unterordnet. Würden die bisherigen Verbündeten nur annähernd so auftreten und zudem vielleicht noch mit anderen Mächten zusammengehen, wären die USA sehr bald isoliert. Was bleibt dann noch? Der große, viel größere als Jong Un hat, rote Knopf?
neue_mitte 19.07.2018
5.
Zitat von stadtmusikant123Die Zustimmung für Trump ist vielleicht aus europäischer Sicht bedauerlich, aber man darf auch nicht vergessen, dass er die Interessen der USA zu vertreten hat. Trotz aller Fettnäpfchen, oder bewusster Provokation, er macht genau das, was er seinen Wählern versprochen hat. Und daher wird und kann das Pendel der Zustimmung nicht groß ins Gegenteil schlagen. Er kämpft, ob elegant, diplomatisch oder verbissen, für sein Publikum kämpft er. Und wer was tut und macht, darf auch Fehler machen. Zumindest in den USA. Er ist eben kein Berufspolitiker, wie so viele oder die meisten z.B. in Deutschland. Die jede Äusserung dahingehend prüfen, ob das politisch korrekt ist, und auch nicht der eigenen Karriere schaden könnte. Dazu kommt jetzt die EU-Strafe für Google. Die amerikanische Bevölkerung wird darin wieder die bösen Europäer sehen, und den auf die EU schimpfenden Trump verstehen und zustimmen.
Und genau das ist das Problem. Auf Biegen und Brechen vertritt er die Interessen der USA in der Welt. Dort haben diese Interessen aber 0,0 zu suchen. Genausowenig wie die Freiheit Deutschlands am Hindukusch verteigt wird. Absoluter SChwachsinn. Sobald Donnie die USA verlässt, um deren Interessen anderswo zu vertreten und nicht in internationalen Gewässern herumlungert, befindet er sich auf anderer Länder Territorium. Seine Fans jubeln ihm immer zu, dass er USA first betreibt, dass er Wahlversprechen umsetzt bla bla. Aber was heißt USA first außerhalb der USA? Das entsprechende Land, in dem er wütet: second. Imperialismus! Dieser endet oft genug im Krieg, wenn das entsprechende Land nicht freiwillig second sein möchte. Siehe Anfang des 20. Jhd. Die Zustimmung zu Trump basiert nicht auf Fakten. Hier wird immer gebetsmühlenartig darauf verwiesen, so als ob seine Politik usw. zu Hause diese Zustimmung erfährt. Nein, seine Wähler sind oft genug sozial Abgehängte. Die ganze Welt weiß über den Zustand des US-Bildungssystems Bescheid, die klaffende Schere von Harvard / Princeton vs. Standard US High School. Diese Zustimmung ist nicht nur aus europäischer Sicht bedauerlich. Die ganze nicht-autokratische Welt sieht diese Zustimmung mit Bedauern.
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