Newsblog Niedrigwasser der Elbe legt Munition aus Zweitem Weltkrieg frei

Am Ufer der Elbe haben Spaziergänger in den letzten Tagen Granaten, Minen und andere Weltkriegsmunition entdeckt. Die Funde sind auch nach Jahrzehnten im Wasser noch gefährlich.

Trockengefallene Sandbänke in der Elbe
DPA

Trockengefallene Sandbänke in der Elbe

Mit


Herzlich willkommen bei Der Morgen @SPIEGELONLINE.
Bis 9 Uhr begleitet Sie heute Marius Mestermann beim Start in den Tag - hier finden Sie den Autor bei Twitter.
Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
  • Dieses Strandgut ist auch nach vielen Jahren im Wasser noch hochgefährlich: Am Ufer der Elbe tauchen wegen des extrem niedrigen Wasserstandes derzeit vermehrt Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg auf. Schuld ist, natürlich, die Trockenheit. An der Magdeburger Strombrücke etwa liegt der Pegel nur noch wenige Zentimeter über dem historischen Tiefstwert.

    In Sachsen-Anhalt wurden nach Angaben des Technischen Polizeiamtes (TPA) allein in der vergangenen Woche an fünf Stellen Granaten, Minen oder andere Sprengkörper gefunden. Seit Jahresbeginn waren es bislang 21 Funde. Auch in Sachsen gab es etwas mehr solcher Munitionsfunde.

    Meist entdecken Spaziergänger Munition in Bereichen, wo gewöhnlich Wasser steht. Es gebe aber auch Menschen, die den niedrigen Wasserstand nutzten, um in der Elbe gezielt nach alten Sprengkörpern zu suchen, so die Behörde: "Das ist verboten und gefährlich." Solche Funde sollten auf keinen Fall angefasst werden. Es sei besser, sofort die Behörden zu informieren.

    Aber warum ist das so gefährlich? Nun: Sedimente könnten sich auf den Sprengkörpern ablagern und eine Kruste bilden, die das gefährliche Innere verbirgt, sagt eine Sprecherin des TPA. Oftmals sei die Metallhülle darunter bereits durchgerostet.

    Entdeckt wurden nach Angaben des TPA unter anderem Panzer-, Gewehr- und Handgranaten sowie Munitionsteile von Infanterie. Vielfach seien am Ende des Zweiten Weltkriegs in dem Fluss Munitionsreste entsorgt worden.
  • 8/2/18 7:07 AM
    Und das war es auch schon wieder mit dem "Morgen" bei SPIEGEL ONLINE. Ich verrate Ihnen mal was: Die erste Stunde hier erscheint mir immer etwas länger, man baut sich nach und nach seinen Blog. Doch irgendwann ist der Flow da und man mag fast nicht aufhören – so wie jetzt.

    Ich hoffe, es hat Ihnen so viel Spaß gemacht wie mir und freue mich über Feedback – gerne auch via Twitter. In den kommenden Stunden finden Sie natürlich die wichtigsten Meldungen sowie Analysen, Videos und vieles mehr bei uns auf der Seite. Morgen begrüßt Sie hier dann wieder der werte Kollege Malte Müller-Michaelis.

    Haben Sie einen schönen Tag!
  • 8/2/18 7:00 AM
    In Gelsenkirchen haben Unbekannte ein Fenster einer Synagoge in der Altstadt beschädigt. Ein Einbruchsalarm alarmierte am frühen Mittwochabend die Einsatzkräfte, wie die Polizei mitteilte.

    Die Beamten gehen davon aus, dass das Fenster mit einem Stein eingeworfen wurde. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein und sucht nach Zeugen.
  • 8/2/18 6:56 AM
    Bund und Länder wollen gemeinsam den Kampf gegen kriminelle Großfamilien verschärfen. Experten von Polizei und Kriminalämtern arbeiten derzeit an einer bundesweit besseren Erfassung von Straftaten polizeibekannter Clans.

    Die Sicherheitsbehörden wollen "Clan-Kriminalität" klarer definieren und genauer zu anderen Bereichen der organisierten Kriminalität abgrenzen, wie etwa der Mafia-Kriminalität, berichten die "Berliner Morgenpost" und das ARD-Politikmagazin "Kontraste".

    Bislang gibt es anders als bei Drogendelikten oder Wirtschaftskriminalität zu Straftaten von Clan-Mitgliedern noch keine polizeilichen Lagebilder. Im Herbst sollen den Berichten zufolge erste Ergebnisse der Expertentreffen vorliegen.
  • 8/2/18 6:53 AM
    Man wird ja schon hellhörig, wenn jemand, sagen wir, mehr als drei Katzen hat. Aber 98 Taranteln? In einer Wohnung? Nun ja.

    Ein 34-Jähriger aus Singapur muss jetzt wegen des illegalen Besitzes und Handels mit Tieren umgerechnet fast 6000 Euro an die Staatskasse überweisen, wie der Zoll des südostasiatischen Stadtstaats mitteilte.

    Der Mann war bei einer Grenzkontrolle aufgefallen, weil er auf der Rückbank seines Autos in einer Plastikdose sechs Taranteln dabei hatte. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung entdeckten die Beamten dann noch 92 andere Exemplare. In Singapur ist es nicht erlaubt, solche Spinnen als Haustiere zu halten. Die Taranteln sind jetzt in der Obhut eines Zoos.

    Ein Bild von einer Tarantel erspare ich uns heute Morgen mal, geschweige denn eins von 98 Taranteln. Gern geschehen.
  • 8/2/18 6:49 AM
    Bildnisverbot? Ach was, lachen wir lieber.
  • 8/2/18 6:48 AM
    Weniger Profiteure, mehr Kosten: Die Zahl der Bafög-Empfänger in Deutschland hat sich um fünf Prozent oder 41.000 Menschen verringert. Insgesamt bezogen 2017 damit noch 782.000 junge Menschen die Geldleistung, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

    Die Zahl der geförderten Schüler verringerte sich demnach um 5,8 Prozent auf 225.000, die Zahl der geförderten Studenten um 4,6 Prozent auf 557.000.

    Trotz der gesunkenen Bezieherzahlen erhöhten sich die Ausgaben des Bundes um rund 70 Millionen Euro oder 2,4 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Den Anstieg erklären die Statistiker mit höheren Pro-Kopf-Förderbeträgen. Im Durchschnitt erhielten demnach Studenten 499 Euro pro Monat, 35 Euro mehr als im Jahr 2016. Bei Schülern flossen im Schnitt 456 Euro, 21 Euro mehr als im Jahr davor.
  • 8/2/18 6:44 AM
    Was sind denn das für Witseleien? Sorry, der musste sein. Der chinesische Club Tianjin Quanjian will den belgischen Fußball-Nationalspieler Axel Witsel einfach nicht nach Dortmund ziehen lassen.

    Trainer Paulo Sousa sagte dem chinesischen Staatsfernsehen CGTN, dass es den Transfer zum Bundesligisten Borussia Dortmund "nicht geben wird". Der 29-Jährige habe zwar eine Ausstiegsklausel im Vertrag, doch gelte diese nur während des offiziellen Transferfensters, das jetzt geschlossen sei.

    Für den Wechsel des 29-Jährigen war nach Medienberichten eine Ablöse von rund 20 Millionen Euro im Gespräch. Ein geplanter Medizincheck in Dortmund wurde dann allerdings verschoben. Jetzt wissen wir, warum.
  • 8/2/18 6:41 AM
    Ich hatte es versprochen, und jetzt kommen auch schon die Wetteraussichten.

    Gebietsweise kräftige Schauer? Diese Abkühlung bekommen heute Morgen zumindest der Osten und der Mittelgebirgsraum Deutschlands, mancherorts soll es gar Gewitter mit Starkregen geben. Dennoch bleibt es heiß: An den Küsten erreichen die Temperaturen zwar nur 24 Grad, dafür sind es etwa im Rhein-Main-Gebiet bis zu 36 Grad.

    Mehr zum Wetter in Ihrer Region finden Sie hier. Smartphone-Nutzern empfehle ich diesen Link.
  • 8/2/18 6:32 AM
    Verrückte Meldung aus Australien: Zwei Männer werden beschuldigt, während einer Verfolgungsjagd vor der australischen Küste mehr als 600 Kilo Kokain ins Meer geworfen zu haben.

    Einer der beiden Männer ist Dru Anthony Baggaley, der jüngere Bruder des Olympiamedaillengewinners Nathan Baggaley. Zusammen mit dem anderen Beschuldigten Anthony Trevor Draper steht er nun vor Gericht – es geht um Drogenbesitz und -import.

    Den Behörden zufolge hatten die Männer das Kokain von ihrem Boot geworfen, als sich ein Schiff der australische Marine näherte. Die Drogen konnten jedoch sichergestellt werden.

    Die Baggaley-Brüder waren schon 2015 wegen Vergehen im Zusammenhang mit Drogen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.
  • 8/2/18 6:21 AM
    Und weil Sie die Funde an der Elbe ziemlich zu interessieren scheinen, hier noch eine Geschichte über ungewöhnliches Strandgut, diesmal aus Bayern.

    Im Ort Winzer wurde durch den niedrigen Wasserstand mitten in der Donau ein Tresor freigelegt, berichtet die "Passauer Neue Presse". Dieser habe dort seit mindestens fünf bis zehn Jahren gelegen. Schätze enthielt er jedoch nicht mehr: Bevor der Tresor versenkt wurde, schnitt jemand die Hinterseite auf und räumte ihn aus.

    Mehr Finderglück hatte die Deggendorferin Barbara Sauerer, die mit ihren Enkelkindern einen gut erhaltenen Ehering fand. Aber sehen Sie selbst:
  • 8/2/18 6:11 AM
    Wir bleiben im Themenfeld Wetter: Trotz der wochenlangen Hitzewelle fallen die Klimaanlagen in Fernzügen zwar etwas häufiger, aber insgesamt relativ selten aus, sagte die Deutsche Bahn: "Weit über 90 Prozent aller Klimaanlagen" in ICE und IC-Zügen funktionierten. Bei bundesweit rund 3500 klimatisierten Wagen bedeutet dies an heißen Tagen allerdings den Ausfall der Kühlsysteme in mehr als 100 Wagen.

    Jeder Wagen hat nach Angaben der Bahn seine eigene Klimaanlage. Meistens versage in einem Zug lediglich eine Anlage wegen Überlastung den Dienst. Die Fahrgäste könnten sich dann in andere Wagen setzen, sofern es genug freie Plätze gebe, erläuterte ein Sprecher.

    Dass ein Zug aus dem Verkehr genommen werden müsse, weil die Luft im ganzen Zug nicht mehr ausreichend gekühlt werden könne, sei die Ausnahme. Bei den neuen Zügen (Intercity 2, ICE 3 Velaro und ICE 4) liege die Ausfallquote der Klimageräte bei einem Prozent.

    Seit zwei Wochen lässt die Bahn die Klimaanlagen auch dann eingeschaltet, wenn die Züge, etwa nachts, abgestellt sind. So soll verhindert werden, dass sich die Wagen aufheizen.
    • ICE der Deutschen Bahn dpa ICE der Deutschen Bahn
  • 8/2/18 6:05 AM
    Auch heute wird es in Deutschland wieder ziemlich heiß. Mehr zum Wetter gibt es hier gleich, erst einmal möchte ich Ihnen aber einen Engländer vorstellen: Thomas Heaton. Der Landschaftsfotograf hat letztens versucht, ein schweres Unwetter mit seiner Kamera festzuhalten – und ist dabei ordentlich nass geworden. Es sind unterhaltsame und irgendwie erfrischende Bilder:
  • 8/2/18 6:01 AM
    Deutsch-französische Zusammenarbeit im Kleinen: In Rust bei Freiburg hat der bundesweit erste Polizeiposten mit Beamten aus beiden Ländern den Betrieb aufgenommen. Bis Ende September werde die Polizeistation in Rust bei Freiburg mit acht Beamten aus Deutschland und zwei Gendarmen aus Frankreich besetzt sein, so ein Polizeisprecher.

    Es handele sich dabei um ein Pilotprojekt. Laufe es erfolgreich, könne es zur Dauereinrichtung werden. Bislang gebe es zwar in unregelmäßigen Abständen gemeinsame Aktionen und Streifen der deutschen und französischen Polizei. Eine dauerhaft gemeinsame Polizeiwache sei aber neu.

    Die binationale Einheit beschränke sich auf die Sommermonate und damit auf die Haupttouristensaison, sagte der Leiter des Postens, Martin Baumann. Im Rest des Jahres sei die Wache allein mit deutscher Polizei besetzt. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit erleichtere die Polizeiarbeit und ermögliche eine bessere Verbrechensbekämpfung.

    Die 4200 Einwohner zählende Gemeinde am Oberrhein liegt nahe der deutsch-französischen Grenze. Mit dem Europa-Park verfügt sie über Deutschlands größten Freizeitpark und somit über ein internationales Touristenziel. Die Franzosen bilden den Angaben zufolge nach den Deutschen die größte Besuchergruppe sowie einen Großteil der Beschäftigten.
  • 8/2/18 5:57 AM
    Nach Oscar-Preisträgerin Charlize Theron wollen nun auch Nicole Kidman und Margot Robbie in dem geplanten Filmdrama über Machtmissbrauch und Belästigung bei dem konservativen US-Nachrichtensender Fox News mitspielen. Kidman soll um die Rolle der früheren TV-Moderatorin Gretchen Carlson verhandeln, wie die US-Branchenblätter "Variety" und "Hollywood Reporter" berichten. Robbie solle eine Produzentin spielen. Theron steht schon länger für die Rolle der früheren Star-Moderatorin Megyn Kelly fest.

    Carlson hatte 2016 den mittlerweile verstorbenen Chef des Nachrichtensenders, Roger Ailes, wegen sexueller Belästigung verklagt. Ailes schied daraufhin bei Fox aus, wies aber die Vorwürfe stets zurück. Auch Kelly und andere Mitarbeiterinnen hatten sich über ungebetene Avancen von Ailes beschwert. Kelly wechselte später von Fox News zum Konkurrenten NBC News.

    Oscar-Preisträger Charles Randolph („The Big Short“) liefert das Drehbuch für den noch titellosen Film. Regie führt Jay Roach („Austin Powers in Goldständer“, „Trumbo“).
    • US-Schauspielerin Nicole Kidman AFP US-Schauspielerin Nicole Kidman
  • 8/2/18 5:42 AM
    Die Legende von "David Haselnuss", die ich eben gelesen habe, ist kürzer und etwas unrühmlicher, als sie dem Namen nach klingt. Es handelt sich bei dem Helden der Geschichte um ein Eichhörnchen aus Bornheim in NRW. Die Legende geht so:

    Ein Mann hört ein verdächtiges Geräusch im Keller und vermutet einen Einbrecher dahinter.

    Er ruft die Polizei.

    Die Beamten finden keinen Einbrecher, sondern ein (wirklich süßes) kleines Eichhörnchen. Sie taufen es "David Haselnuss".

    Ende.

    Hier noch das Beweisfoto:
  • 8/2/18 5:33 AM
    Verrät die Blackbox, was zu dem Flugzeugunglück vor zwei Tagen im Norden Mexikos führte? Die zwei Flugschreiber seien jedenfalls in akzeptablem Zustand gefunden worden und könnten Aufschluss über den Unfallhergang geben, sagte der Leiter der zivilen Luftfahrtbehörde, Gerardo Fonseca, im mexikanischen Fernsehen.

    Ersten Annahmen zufolge war das Flugzeug am Dienstag beim Start von einer Windböe erfasst worden. Alle 103 Menschen an Bord der Embraer ERJ-190 überlebten das Unglück im Bundesstaat Durango, allerdings wurden Dutzende von ihnen verletzt - vier sogar schwer.

    Ob die Maschine am Flughafen Guadalupe Victoria überhaupt abhob oder schon auf der Startbahn vom Wind erfasst wurde und von dort in ein Feld schleuderte, sei noch nicht geklärt, sagte der Präsident der mexikanischen Pilotenvereinigung, Heriberto Salazar.

    Die Flugschreiber könnten diese Frage nun beantworten. Die Geräte zeichnen auf Flügen wichtige Daten wie Kurs, Geschwindigkeit, Flughöhe und Neigungswinkel der Maschine auf. Das Verkehrsministerium des lateinamerikanischen Landes setzte zudem eine Untersuchungskommission zu dem Vorfall ein.
  • 8/2/18 5:21 AM
    Sie wurde 104 Jahre alt: Die US-Schauspielerin und Sängerin Mary Carlisle ist tot. Sie starb am Mittwoch in einem Seniorenheim im kalifornischen Woodland Hills, wie eine Sprecherin der Einrichtung dem US-Branchenblatt "Hollywood Reporter" bestätigte.

    Ihre Sternenplakette auf dem Hollywood "Walk of Fame" werde mit Blumen geschmückt, gaben die Betreiber der Flaniermeile bekannt.

    Carlisle war als Teenager in den 1920er Jahren in Hollywood entdeckt worden. In dem Stummfilm "Lang lebe der König" hatte sie eine kleine Rolle. An der Seite von Greta Garbo und Joan Crawford trat sie 1932 in "Menschen im Hotel" auf. Mit dem Sänger Bing Crosby dreht Carlisle drei Musikfilme, darunter "College Humor" (1933) und "Doppelt oder Nichts" (1937).

    Ihren letzten Filmauftritt hatte sie 1943 in dem Horrorfilm "Dead Men Walk". Im Jahr zuvor hatte sie den britischen Schauspieler und Produzenten James Blakeley geheiratet. Sie waren über 60 Jahre miteinander verheiratet, bis Blakeley 2007 im Alter von 96 Jahren starb.
  • 8/2/18 5:15 AM
    Kleine Ergänzung zur Nachricht von eben: Der US-Präsident hat zum Tweet gegriffen und sich persönlich für die Übergabe der Gebeine von US-Soldaten bedankt. Trump schrieb, er sei nicht im Geringsten überrascht, dass Kim so handle (was auch verwunderlich wäre, schließlich hatten die beiden genau das vereinbart...).

    Zudem bedankte sich der US-Präsident artig für einen "netten Brief" des Diktators und verabschiedete sich mit den Worten: "Ich freue mich, Sie bald wiederzusehen!" Oder duzen sich die beiden Brieffreunde vielleicht schon? Das kann man im Englischen ja oft nicht so genau wissen.
  • 8/2/18 5:09 AM
    "Die Erfahrung zeigt, dass Handys im Unterricht fast nie ausgeschaltet werden", ärgert sich Heinz-Peter Meidinger. Und fordert deshalb ein weitgehendes Handyverbot für jüngere Schüler: "Die meisten sind nur stummgeschaltet. Das mindert die Aufmerksamkeit. Konzentrierter Unterricht ist da nur eingeschränkt möglich."
    Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands betonte gegenüber der "Passauer Neuen Presse" zugleich, dass es auch Ausnahmen geben sollte, etwa für den Einsatz im Unterricht.

    Das französische Parlament hatte am Montag ein sehr weitgehendes Handyverbot für Schulen beschlossen. Diese Variante war bei den Bildungsministern der Bundesländer allerdings weitgehend auf Ablehnung gestoßen.

    Ähnlich äußerte sich die Staatsministerin für Digitalisierung, Dorothee Bär. In einem Gastbeitrag für die "Rhein-Neckar-Zeitung" schrieb die CSU-Politikerin, anstatt solch realitätsfernen Verbote zu verfolgen, sollte die Handynutzung gelehrt werden. Die Digitalisierung sei "eine Chance, welche wir nicht nur nutzen sollten, sondern müssen".
  • 8/2/18 5:04 AM
    Besser ist die Frauenquote offenbar im sechsten Teil der "Terminator"-Serie: Das Studio Paramount Pictures veröffentlichte das erste Set-Foto mit den weiblichen Stars Linda Hamilton, Natalia Reyes und Mackenzie Davis.

    Muskulös und schwer bewaffnet schreitet das Trio vor einer Trümmerkulisse zur Tat. Der noch titellose Film unter der Regie von Tim Miller ("Deadpool") soll im November 2019 in die Kinos kommen. Altstar Arnold Schwarzenegger, der durch die Cyborg-Rolle berühmt wurde, Gabriel Luna und Diego Boneta spielen ebenfalls mit.
  • 8/2/18 4:58 AM
    Das ist frustrierend: Die Frauenquote in den Führungsetagen öffentlicher Unternehmen verharrt unterhalb der 30-Prozent-Marke. Das geht aus einer Untersuchung der Organisation Frauen in die Aufsichtsräte (FidAR) hervor.

    Demnach liegt der Frauenanteil in den Aufsichtsgremien der 424 größten öffentlichen Unternehmen wie im vergangenen Jahr bei 29,7 Prozent. FidAR-Präsidentin Monika Schulz-Strelow kritisierte, Unternehmen, an denen Bund, Länder und Kommunen beteiligt sind, stünden bei der Gleichstellung noch mehr in der Pflicht als die Privatwirtschaft.

    Seit 2016 ist eine Frauenquote von 30 Prozent in den Aufsichtsräten gesetzlich vorgeschrieben - allerdings nur für rund 100 börsennotierte, mitbestimmungspflichtige Großunternehmen. Davon sind lediglich zwei der 424 untersuchten Unternehmen des öffentlichen Sektors betroffen: die Bremer Straßenbahn und die Hannoverschen Verkehrsbetriebe (Üstra), die die Quote auch jeweils knapp erreichen.
  • 8/2/18 4:55 AM
    Es ist das erste Bruderduell in ihrer ATP-Karriere: Titelverteidiger Alexander Zverev ist beim Hartplatz-Turnier in Washington D.C. problemlos in das Achtelfinale eingezogen trifft dort auf seinen älteren Bruder Mischa.

    Der 21 Jahre alte Alexander Zverev aus Hamburg gewann am Mittwoch (Ortszeit) seine Auftaktpartie gegen den Tunesier Malek Jaziri mit 6:2, 6:1. Das Spiel war in der Nacht zuvor unterbrochen worden.

    Mischa Zverev hatte zuvor in seiner ersten Turnierbegegnung den US-Amerikaner Tim Smyczek mit 6:2, 7:6 (9:7) bezwungen. Wie sein neun Jahre jüngerer Bruder hatte er in der ersten Runde von einem Freilos profitiert.
    • Zusammen haben sie schon gespielt: Mischa (l.) und Alexander Zverev beim Davis Cup 2017 dpa Zusammen haben sie schon gespielt: Mischa (l.) und Alexander Zverev beim Davis Cup 2017
  • 8/2/18 4:49 AM
    Während Nordkorea den US-Geheimdiensten zufolge wieder fröhlich an Interkontinentalraketen bastelt, hat US-Vizepräsident Mike Pence 55 Särge mit sterblichen Überresten von mutmaßlich im Korea-Krieg gefallenen US-Soldaten in Empfang genommen.

    Vertreter Nordkoreas hatten diese in der vergangenen Woche an eine amerikanische Delegation übergeben. Die Geste ist Teil der Vereinbarung, die US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un im Juni in Singapur getroffen haben.
    Pence sprach von einem historischen Moment. "Einige haben den Koreakrieg als den vergessenen Krieg bezeichnet. Aber heute beweisen wir, dass diese Helden nie vergessen wurden. Heute kommen unsere Jungs nach Hause", erklärte der Republikaner bei der Zeremonie auf dem Militärstützpunkt Pearl Harbor-Hickam.

    Forensikexperten sollen die Gebeine in den nächsten Wochen zuordnen und klären, ob es sich tatsächlich um die Überreste amerikanischer Soldaten handelt. Im Korea-Krieg waren rund 33.000 US-Soldaten getötet worden, hinzu kamen mehr als 8000 Vermisste.
    • US-Vizepräsident Mike Pence bei der Zeremonie auf Hawaii Reuters US-Vizepräsident Mike Pence bei der Zeremonie auf Hawaii
  • 8/2/18 4:41 AM
    Starkes Twitter-Debüt von J.J. Abrams: In seinem ersten Tweet erinnerte der "Star Wars"-Regisseur zum Drehstart von "Episode IX" an die verstorbene Schauspielerin Carrie Fisher.
  • 8/2/18 4:38 AM
    Darauf einen großen Schluck: Das Trinkwasser in Deutschland wird trotz Hitze und Dürre nicht knapp. Die Lage sei größtenteils entspannt, so die kommunalen Wasserversorger: "Das Grundwasser speichert die Niederschläge. Talsperren und Tiefbrunnen sind somit bis in die Sommermonate hinein versorgt."

    Lokale Engpässe könnten durch eine Zusammenarbeit der Wasserversorger ausgeglichen werden, zudem seien Puffer Vorschrift. "Trockene Felder und braune Wiesen bedeuten aber nicht, dass das Trinkwasser für den Bürger knapp wird", sagte ein Sprecher. Die Versorgung sei gesichert.

    Mit Blick auf das heiße und trockene Wetter sollten Verbraucher aber trotzdem "besonders sorgsam" mit dem Trinkwasser umgehen und abwägen, ob der Wasserverbrauch in allen Fällen nötig sei - etwa bei der Gartenbewässerung. Denn Wasservorkommen seien ebenso wie die Nachfrage nach Trinkwasser regional unterschiedlich.
  • 8/2/18 4:35 AM
    Kurze Babypause: Sechs Wochen nach der Geburt ihrer Tochter hat Jacinda Ardern wieder die Regierungsgeschäfte in Neuseeland übernommen. Die 38-Jährige ist die einzige aktuelle Regierungschefin, die im Amt ein Kind zur Welt gebracht hat. Wie Arderns Büro mitteilte, fungiert ihr Stellvertreter Winston Peters nicht länger als Interimspremier und rückt wieder ins zweite Glied.

    Um die gemeinsame Tochter Neve kümmert sich nun hauptsächlich Arderns Partner, der Radio- und Fernsehmoderator Clarke Gayford. Die Amtsgeschäfte führt die Vorsitzende der sozialdemokratischen Labour-Partei vorerst von Auckland aus. Am Samstag werden sie und ihre Familie dann in der Hauptstadt Wellington zurückerwartet.
    • Jacinda Ardern mit Partner Clarke Gayford und Tochter Neve AFP Jacinda Ardern mit Partner Clarke Gayford und Tochter Neve
  • 8/2/18 4:29 AM
    In Frankreich sollen künftig härtere Strafen bei sexistischer Belästigung und Sex mit Minderjährigen verhängt werden. Nach dem Senat votierte auch die Nationalversammlung für eine entsprechende Gesetzesverschärfung.

    Wer andere auf der Straße belästigt, kann danach mit einem sofortigen Bußgeld von mindestens 90 Euro belegt werden. Zuletzt wurde in Frankreich verstärkt über derartige Übergriffe debattiert, nachdem eine Studentin von einem Passanten geohrfeigt worden war und ein Video davon die Runde machte. Die 22-Jährige berichtete, dass sie auf die "anzüglichen Bemerkungen" des Mannes mit den Worten "Ta gueule!" (etwa: "Halt's Maul!") reagiert habe. Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen, wie der Mann sie daraufhin verfolgt und dann vor einem Lokal heftig ohrfeigt.

    Die Gesetzesverschärfung wurde allerdings schon vor diesem Vorfall auf den Weg gebracht. Zu dem neuen Regelwerk gehört auch, dass Sex mit Minderjährigen künftig in mehr Fällen als Vergewaltigung statt sexueller Missbrauch eingestuft und damit auch härter geahndet werden kann. Kritiker bemängeln jedoch, dass auch unter dem neuen Gesetz Sex mit Kindern unter 15 Jahren nicht automatisch als Vergewaltigung gilt, sondern weiterhin Ausnahmen möglich sind.
  • 8/2/18 4:21 AM
    Was steht im Laufe des heutigen Tages eigentlich so alles auf dem Programm? Eine kleine Übersicht:

    -
    Das Statistische Bundesamt liefert am Vormittag Zahlen zu mehreren interessanten Themen: Schulden öffentlicher Haushalte, Alleinerziehende in Deutschland und Bafög
    - Das Rettungsschiff "Aquarius" kehrt vormittags in die
    Rettungszone vor Libyen zurück
    - In Jerusalem wollen am Nachmittag Tausende bei der Gay Pride Parade für die Rechte von Homo-, Trans- und Bisexuellen demonstrieren
    - Am Abend hält CSU-Chef und Bundesinnenminister Horst Seehofer seine erste Bierzelt-Rede seit dem vorläufigen Ende der Regierungskrise
  • 8/2/18 4:09 AM
    Wenn Sie das hier lesen, sind Sie entweder auch ziemlich früh aufgestanden oder scrollen gerade bis zu den ersten Posts. So oder so möchte ich Ihnen den Blick nicht vorenthalten, der sich hier um die Ecke vom Berliner Büro um kurz vor 5 Uhr morgens bietet.
  • 8/2/18 3:57 AM
    Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

    Ich begrüße Sie zum heutigen Newsblog und freue mich auf drei spannende und unterhaltsame Stunden. Lassen Sie Feedback und Anregungen gerne in den Kommentaren da oder schreiben Sie mir eine E-Mail an marius.mestermann@spiegel.de.

    Und los geht's!
powered by Tickaroo


insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
doggie 02.08.2018
1. Nicht klimatisierte Regionalzüge
Was da so zu den Klimaanlagen in IC bzw. ICE steht, mag wohl alles stimmen, aber offensichtlich hat die DB die Kunden der Regionalzüge gar nicht mehr auf dem Schirm. Ich fahre täglich die Strecke Lauffen-Stuttgart in Züge bei denen ein einziger Wagen klimatisiert ist - wenn wir Glück haben. Die anderen Wagen sind von richtig stumpfsinniger Bauweise - ohne Klimaanlagen und Fenster die Zugluft reinlassen könnten, gibt es auch nicht... Es gibt schmale Kippfenster an der Oberkante der Glasfenster, die sich meistens öffnen lassen, aber natürlich keine richtige Luftzufuhr ermöglichen. Zu allem Überfluss wird der Zug mit dem ich meistens heimfahre (Abfahrt Stuttgart: 16:13) 20 Minuten vor Abfahrt bereitgestellt, damit er sich so richtig aufheizen kann. Die Waggons sind Stockwaggons, also im OG ist die Hitze fast nicht auszuhalten.) Bisher wurde zweimal kostenlos Wasser verteilt... Wir sind viele, die wir täglich die Nahverkehrszüge der DB nutzen und wir haben Jahresabos und sind nicht bereit, auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. Und weitere Ärgernisse: Gründe für die Verspätung: verspätete Bereitstellung, Verspätung aus vorausgehender Fahrt... In diesem Sinne wünsche ich einen klimatisierten Zug für Ihre nächste Reise! Schöne Grüße Alice Lorenz
TheFunk 02.08.2018
2. Vielen Dank
Herr Mestermann, das war sehr angenehm zu lesen und ihre Begeisterung fürs Schreiben war spürbar. Da lese ich doch gerne mehr!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.