Newsblog Angst vor Wildschweinen - Dänemark will Grenzzaun zu Deutschland bauen

Aus Furcht vor der Afrikanischen Schweinepest will Dänemark schon im nächsten Jahr einen 70 Kilometer langen Zaun gegen Wildschweine errichten. Doch der Nutzen des Hindernisses ist fraglich.

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Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
  • Schwein danke: Der umstrittene Zaun gegen Wildschweine an der dänisch-deutschen Grenze soll im Frühjahr 2019 gebaut werden. Die dänische Umweltbehörde gab als letzte Instanz grünes Licht für die 70 Kilometer lange und bis zu 1,5 Meter hohe Begrenzung – trotz viel Kritik in einer vierwöchigen öffentlichen Anhörung.

    Noch im kommenden Jahr soll der Zaun fertig sein. Er soll verhindern, dass sich die Afrikanische Schweinepest in Dänemark ausbreitet. Die für den Menschen harmlose Krankheit kursiert in Osteuropa, Deutschland blieb bislang verschont.

    Kritik an dem Zaun kam unter anderem von Tierschützern, die befürchten, dass der Zaun auch Wölfe, Otter und Goldschakale in ihrem natürlichen Lebensraum stören könnte. Die Tiere könnten Straßen und Bahngleise als gefährliche Auswege nutzen. Die Pläne seien nach der Kritik noch einmal nachgebessert, im Grunde aber kaum geändert worden, erklärte die Behörde.

    Doch warum ist Dänemark so übervorsichtig, dass mitten im Schengenraum ein Grenzzaun zur echten Option wird? Die Schweinezucht ist für die dänische Wirtschaft extrem wichtig. Sollte der Schweinepest-Erreger auf dänische Bestände übertragen werden, müssten alle Ausfuhren in Nicht-EU-Länder gestoppt werden. Ein großer Teil des Exports fiele unmittelbar weg.

    Zuletzt hatte es allerdings Zweifel am Nutzen des Zauns gegeben. Dänische Medien etwa hatten Videos schwimmender Wildschweine verbreitet. Die Tiere könnten den Zaun leicht umgehen, hieß es.
  • 8/14/18 7:05 AM
    Damit verabschiede ich mich herzlich aus dem heutigen "Morgen" und wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag. Wenn Sie die Highlights zu köstlichem Kaffee und Zucchini-Schwänen verpasst haben, scrollen Sie doch nochmal durch.

    Morgen begrüßt Sie dann wieder der geschätzte Kollege Malte Müller-Michaelis und begleitet Sie durch die Aufsteh-, Frühstücks- und Pendelphase. Vielleicht lesen Sie den Blog aber auch auf dem Heimweg nach langer Nacht? Das und alles Weitere können Sie mir gerne unter marius.mestermann@spiegel.de mitteilen. Bis Donnerstag!
  • 8/14/18 7:01 AM
    Zum Abschluss empfehle ich noch diesen Twitter-Thread – klicken Sie sich mal durch, es ist eigentlich ziemlich selbsterklärend.
  • 8/14/18 6:59 AM
    Bizarrer Streit mit blutigem Ende: In der peruanischen Hauptstadt Lima ist ein professioneller Stierkämpfer aus Kolumbien festgenommen worden, weil er einem Mann mit seinem Säbel eine fünf Zentimeter tiefe Wunde am Bauch zugefügt haben soll.

    Das war der blutige Teil, jetzt kommt der bizarre: Nach Polizeiangaben hatte der Streit begonnen, als der Torero eine Frau und deren Kind aus einem Fenster mit Eiern bewarf.

    Daraufhin begab sich der Familienvater zur Wohnung des Eierwerfers, um ihn zur Rede zu stellen. "Er hat seinen Säbel geschwungen und meinen Mann verletzt", berichtete die Ehefrau im Fernsehsender América Noticias.
  • 8/14/18 6:52 AM
    Am liebsten will man sich ja die Ohren zuhalten und die Augen gleich mit: Im ersten Halbjahr dieses Jahres hat es der "Neuen Osnabrücker Zeitung" zufolge bundesweit 131 Musikveranstaltungen der Neonaziszene gegeben.

    Dies geht aus einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor. Die Bandbreite reichte demnach von Liederabenden bis zu großen Konzerten. Die Behörden zählten mehr als 13.000 Besucher.

    Die Innenpolitikexpertin der Linksfraktion, Ulla Jelpke, forderte ein koordiniertes Handeln des Staates. "Leider kann ich bis heute nicht erkennen, dass es ein abgestimmtes Vorgehen der Behörden in Bund und Ländern gibt, um diesem Treiben der Naziszene wirksam etwas entgegen zu setzen", sagte sie der Zeitung.
  • 8/14/18 6:50 AM
    Rund zweieinhalb Jahre nach einem illegalen Autorennen auf dem Berliner Ku'damm, bei dem ein Unbeteiligter getötet wurde, stehen zwei Raser gleich ab 9.15 Uhr erneut vor Gericht.

    Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte eine Verurteilung der inzwischen 29 und 26 Jahre alte Männer wegen Mordes aufgehoben. Nun muss der Fall zum zweiten Mal verhandelt werden, jedoch von einer anderen Strafkammer.

    Den Angeklagten wird zur Last gelegt, einen 69-Jährigen Anfang Februar 2016 totgefahren zu haben. Er starb noch in seinem Auto. In einer spektakulären Entscheidung hatte das Landgericht rund ein Jahr später lebenslange Freiheitsstrafen verhängt. Es war bundesweit das erste Mordurteil in einem Raser-Fall.

    Der BGH sah jedoch den bedingten Tötungsvorsatz als nicht ausreichend belegt an. Kann in der neuen Verhandlung der Vorsatz nicht nachgewiesen werden, kommt eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung in Betracht – der Strafrahmen reicht von Geldstrafe bis zu fünf Jahren Haft. Die Anklage lautet aber erneut auf Mord.
  • 8/14/18 6:46 AM
    "Mit Griechenland ist diese Krise nicht zu vergleichen", sagte der Wirtschaftswissenschaftler Jörg Rocholl eben im ZDF-Morgenmagazin. Die Lage in der Türkei sei aber dennoch ernst.

    Für ausländische Banken, die dem Land Geld geliehen hätten, bestehe das Risiko von Zahlungsausfällen. Allerdings seien die deutschen Banken vergleichsweise wenig in dem Land engagiert.

    "Dementsprechend ist kein direkter Effekt auf Deutschland zu erwarten", sagte Rocholl. Für deutsche Firmen könnte der Lira-Verfall den Export in die Türkei erschweren. Rocholl gab Erdogan ein hohes Maß an Mitschuld für die Fehlentwicklung in seinem Land.

    Was jetzt nottue, sei, die Rechtssicherheit in der Türkei wiederherzustellen, die Einmischung der Politik in die Wirtschaft zurückzufahren und die Unabhängigkeit der türkischen Zentralbank zu sichern.

    Klingt nach einer guten Idee.
  • 8/14/18 6:42 AM
    Stark bewölkt mit kurzen sonnigen Abschnitten: So dürfte es heute in weiten Teilen Deutschlands aussehen. Hier und da gibt es Schauer und Gewitter, am Nachmittag wird es jedoch von Südwesten zunehmend sonniger. Die Temperaturen bewegen sich im Maximum zwischen 22 und 27 Grad, was im Vergleich zu den letzten Wochen ja ziemlich mild ist.

    Mehr zum Wetter in Ihrer Region finden Sie hier. Smartphone-Nutzern empfehle ich diesen Link.
  • 8/14/18 6:37 AM
    Und noch etwas zum Thema Immobilien:
  • 8/14/18 6:35 AM
    Die deutsche Wirtschaft ist dank gestiegener Konsumausgaben weiter auf Wachstumskurs. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im zweiten Quartal um 0,5 Prozent höher als im Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Positive Impulse kamen demnach vor allem aus dem Inland: Sowohl die privaten Haushalte als auch der Staat erhöhten ihre Ausgaben.
  • 8/14/18 6:33 AM
    Elefanten treiben sich ja gerne in Porzellanläden herum – und Bären offenbar in Schnapsläden. Im US-amerikanischen Bundesstaat Connecticut spazierte eines der Tiere über den Parkplatz von "Crazy Bruce's Liquors" in Bristol und löste schließlich die automatische Türsteuerung des Ladens aus.

    Ein Angestellter versteckte sich vor dem Besuch in einem Nebenraum und musste schließlich einen nichtsahnenden Kunden zu sich winken, der den Laden betreten hatte. Nach einer Weile zog der Bär dann wieder ab. Ob die Polizei ihn aufspürte und pusten ließ, ist nicht bekannt.
  • 8/14/18 6:25 AM
    Noch eine Ergänzung zur Meldung von eben über die Deutsche Wohnen: Der zweitgrößte deutsche Wohnungskonzern setzt seine Expansion im Geschäft mit Pflegeheimen fort.

    Das Unternehmen erwarb nach eigenen Angaben 30 Pflegeeinrichtungen mit rund 4.700 Pflegeplätzen. Der Kaufpreis liege bei rund 680 Millionen Euro.

    "Mit über 12.000 Pflegeplätzen werden wir als einer der größten Eigentümer von Pflegeimmobilien in Deutschland von den positiven Makrotrends im Pflegemarkt stark profitieren", sagte Konzernchef Michael Zahn.
  • 8/14/18 6:20 AM
    Stürmerstar Mohamed Salah droht eine Strafe wegen Telefonierens am Steuer. Ein Twitter-Video soll den ägyptischen Fußball-Nationalspieler bei der Nutzung seines Mobiltelefons während der Fahrt zeigen und wurde der Polizei von Salahs Club FC Liverpool zur Verfügung gestellt.

    Der Verein um Trainer Jürgen Klopp habe dies zuvor mit dem 26-Jährigen besprochen und werde alles weitere intern regeln, teilte ein Sprecher nach Angaben der britischen BBC mit.

    Die Aufnahmen zeigen Salah am Steuer eines Autos bei der langsamen Fahrt in einem Stau. Der Wagen wird anscheinend von Fans und Autogrammjägern belagert. Die zuständige Polizeibehörde bestätigte den Eingang des Hinweises auf das Video. "Es wurde an die zuständige Abteilung weitergeleitet. Danke für den Hinweis", schrieb die Merseyside Police bei Twitter.
  • 8/14/18 6:18 AM
    Zwölf Jahre lang saß er im US-Gefängnis in Guantanamo Bay fest, jetzt verkauft er Süßwaren in der Hauptstadt von Uruguay: Der Syrer Ahmed Ahjam hat am Montag in Montevideo einen kleinen Verkaufsstand eröffnet und bietet dort unter anderem Maamoul-Kekse und Baklava an, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

    "Vielen Dank an all die Uruguayer, die mir helfen. Ich werde hart arbeiten, um diesen Traum zu erfüllen, sagte Ahjam, der vor seiner Zeit in Guantanamo Juwelier war, zur Eröffnung des Stands.

    Zusammen mit fünf anderen Gefangenen war er 2014 von der US-Regierung freigelassen worden. Uruguay hatte sich zur Aufnahme bereiterklärt, weil die sechs Männer nicht in ihre Heimatländer zurückgeschickt werden konnten. Ihnen wurden Verbindungen zu Al-Qaida vorgeworfen, angeklagt wurden sie jedoch nie.

    Doch es ist kein echtes Happy End: Ahmed Ahjam ist der einzige der Ex-Gefangenen, der inzwischen einen festen Job gefunden hat. Die Regierung von Uruguay unterstützt die Männer mit finanziellen Hilfen, allerdings nur noch bis Ende dieses Jahres. Die verlorenen Lebensjahre kann ihnen ohnehin niemand zurückgeben.
  • 8/14/18 6:05 AM
    Nächste Episode in der absurden Serie um den Islamisten Sami A.: Nach seiner chaotischen Abschiebung nach Tunesien ist in der Nacht auf Dienstag eine entscheidende Frist am Oberverwaltungsgericht des Landes Nordrhein-Westfalen abgelaufen.

    Die Stadt Bochum, in der Sami A. jahrelang gelebt hatte, konnte noch bis Mitternacht begründen, warum der abgeschobene Tunesier nicht aus seinem Geburtsland nach Deutschland zurückgeholt werden sollte.

    Die Stadt wehrt sich nach der umstrittenen Abschiebung gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen, wonach die Stadt den Tunesier unverzüglich auf Kosten des Staates zurückholen muss. Ob das OVG bereits am Dienstag einen Beschluss verkündet, ist noch offen.
  • 8/14/18 6:00 AM
    "Wenn ich ins Bett gehe, freue mich schon darauf, wieder aufzuwachen und Kaffee zu machen": Warum der Kanadier Peter McKinnon in kurzer Zeit zum Youtube-Star geworden ist, kann man in diesem Video sehen.

    Gönnen Sie sich doch auch eine Tasse!
  • 8/14/18 5:54 AM
    Bessere Aussichten als gedacht, sagt der Insolvenzverwalter Lucas Flöther: Die Fluggesellschaft Air Berlin kann nach seiner Einschätzung den kompletten Millionenkredit an die öffentliche Hand zurückzahlen.

    Es sehe derzeit mit hoher Wahrscheinlichkeit so aus, dass in den kommenden Jahren die 150 Millionen Euro bedient werden könnten, allerdings ohne Zinsen, sagte Flöther der Deutschen Presse-Agentur.

    Noch im Frühjahr sei Air Berlin davon ausgegangen, nur die Hälfte der Summe zurückzahlen zu können. Dieses Ziel sei bereits erreicht worden. Die ehemals zweitgrößte deutsche Airline hatte am 15. August 2017 Insolvenz angemeldet. Zuvor hatte der Gesellschafter Etihad den Geldhahn zugedreht, die Bundesregierung sprang mit einem Darlehen ein.

    Rund 1,3 Millionen Gläubiger haben noch Forderungen an Air Berlin. Die meisten von ihnen sind Fluggäste.
  • 8/14/18 5:50 AM
    Unrühmliches Nachspiel in Köln: Der Zweitliga-Heimauftakt des 1. FC gegen Union Berlin (1:1) wurde in der Nacht zu Dienstag von Ausschreitungen überschattet. Wie die Polizei mitteilte, griffen nach dem Spiel mehrere Gewaltbereite im Stadtteil Bocklemünd einen Reisebus der Gäste-Fans an und bewarfen ihn "gezielt mit Steinen".

    Nach Angaben der Behörden seien Beamte sofort dazwischen gegangen und hätten weitere Auseinandersetzungen verhindert. Ein Polizeisprecher bestätigte dem Sport-Informations-Dienst (SID) zudem, dass es mehrere Angriffe auf Polizisten gegeben habe.

    Demnach seien Gewaltbereite mit unbeleuchteten Autos gezielt auf Beamte zugefahren. Angaben über mögliche Verletzte konnte die Polizei am Dienstagmorgen noch nicht machen. Mehrere Personen seien vorläufig festgenommen worden, Identitätsfeststellungen fanden im dreistelligen Bereich statt.

    Muss das sein? Nein.
  • 8/14/18 5:47 AM
    Heute feiert ein besonderer Artist Geburtstag, nämlich ein Ballkünstler: Der legendäre Jay-Jay Okocha wird 45 Jahre alt. Ich gratuliere und, na klar, stelle dieses noch immer unglaubliche Video dazu:
  • 8/14/18 5:33 AM
    Nicht ins Netz gegangen: Der Ausbau der Infrastruktur im Zuge der Energiewende kommt nicht schnell genug voran. Nach aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur sind von erforderlichen 7700 Kilometern an Stromnetzen derzeit 1750 Kilometer genehmigt und nur 950 realisiert.

    Das bisherige Tempo beim Netzausbau hinke dem raschen Zuwachs bei der Erzeugung erneuerbaren Stroms hinterher, so die Bundesnetzagentur: "Der Netzausbau muss also aufholen." Dabei geht es neben neuen Stromleitungen auch um Projekte zur Verstärkung bestehender Netze.

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier stellt am Dienstag zusammen mit der Bundesnetzagentur einen Aktionsplan für einen schnelleren Ausbau der Stromnetze vor. Es ist der Auftakt einer dreitägigen Reise mit Stationen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Altmaier besucht Kraftwerke, Leitungen und Erdkabel-Baustellen und führt Bürgerdialoge.
  • 8/14/18 5:28 AM
    Sicheres Herkunftsland, jaja: Taliban-Kämpfer haben nach offiziellen afghanischen Angaben in den vergangenen zwei Tagen einen Militärstützpunkt im Norden des Landes überrannt. Mindestens zehn Soldaten seien dabei getötet, 15 verwundet und Dutzenden gefangen genommen worden, teilte die Regierung der Provinz Farjab mit.

    Die Angreifer hätten auf dem Heeresstützpunkt Chenajiha Panzer und Munition erbeutet. Große Teile des Militärgeländes seien noch immer unter ihrer Kontrolle, sagte ein Sprecher der Provinzverwaltung.

    Nach Angaben eines anderen Regierungsvertreters haben die Taliban 40 Soldaten gefangen genommen. Bei den Gefechten seien auch 30 Taliban-Kämpfer getötet worden.
  • 8/14/18 5:22 AM
    Steht bei Ihnen schon der Speiseplan für heute? Sonst hätte ich da noch einen Vorschlag: Zucchini-Schwan.
  • 8/14/18 5:20 AM
    Steigende Mieten haben der Deutsche Wohnen im ersten Halbjahr Auftrieb gegeben. Im ersten Halbjahr legte das operative Ergebnis des Immobilienkonzerns im Jahresvergleich um 12,5 Prozent auf 248,5 Millionen Euro zu, wie das MDax-Unternehmen mitteilte.

    Die meisten Immobilien des Konzerns liegen in Ballungszentren, wo es immer weniger bezahlbaren Wohnraum gibt. Für das Gesamtjahr peilt der Konkurrent von Vonovia , LEGImmobilien und TAG Immobilien bei dieser Kenngröße weiterhin rund 470 Millionen Euro an. Das wären fast neun Prozent mehr als 2017.
    Unter dem Strich blieben im ersten Halbjahr 652,7 Millionen Euro als Gewinn hängen. Das war ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 2,9 Prozent. Die Deutsche Wohnen vermietet bundesweit mehr als 160.000 Wohnungen und Gewerbeeinheiten. Zum Portfolio gehören auch Pflegeheime.
  • 8/14/18 4:54 AM
    Eine Insel mit 11.000 Bewohnern, plötzlich menschenleer: Wegen eines drohenden Vulkanausbruchs haben im Pazifikstaat Vanuatu alle Einwohner der Insel Ambae ihre Heimat verlassen müssen.

    Die Menschen wurden mit Schiffen auf zwei Nachbarinseln gebracht, wo sie jetzt ausharren müssen, bis die Gefahr durch den knapp 1.500 Meter hohen Vulkan Manaro vorbei ist.
    Dieser war zuletzt 2005 ausgebrochen. Damals dauerte es drei Monate, bis die letzten Anwohner in ihre Häuser zurückkehren konnten. Wie lange die Leute von Ambae jetzt auf den Nachbarinseln ausharren müssen, weiß derzeit niemand.

    Vanuatu mit seinen insgesamt mehr als 80 Inseln liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. In dem Gebiet treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander.
  • 8/14/18 4:47 AM
    Markus Söder gibt plötzlich den besonnenen Landesvater – ob das der CSU noch die Landtagswahl rettet?
  • 8/14/18 4:43 AM
    Wenn es nach dieser Rangliste geht, hat mein Kollege Hasnain Kazim es richtig gut getroffen: Als Korrespondent für den SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE arbeitet er in Wien. Und das Nachrichtenmagazin "The Economist" sieht die österreichische Hauptstadt in seiner neuen Rangliste der lebenswertesten Städte der Welt an Platz eins.

    Damit hat es nach sieben Jahren erstmals wieder einen Wechsel gegeben: Die australische Millionenmetropole Melbourne wurde entthront. Auf den weiteren Plätzen folgten Osaka (Japan), Calgary (Kanada) und Sydney (Australien). Hamburg als bislang einzige deutsche Stadt unter den besten zehn flog aus den Top Ten heraus.

    Die regelmäßig erscheinende Rangliste der "Economist's Intelligence Unit" wird jedes Jahr viel beachtet. Insgesamt wurden dafür 140 Großstädte nach Kriterien wie Infrastruktur, Bildung, Gesundheitsversorgung, Stabilität und Kultur miteinander verglichen.

    Auf den Plätzen 6 bis 10 landeten Tokio, Vancouver und Toronto (Kanada), Kopenhagen und Adelaide (Australien). Ganz unten auf der Liste stehen Damaskus (Syrien), Dhaka (Bangladesch), Lagos (Nigeria), Karachi (Pakistan) und Port Moresby (Papua-Neuguinea).
  • 8/14/18 4:27 AM
    Der ehemalige australische Erzbischof Philip Wilson kommt nach seiner Verurteilung in einem Missbrauchsskandal ums Gefängnis herum. Ein Gericht in Newcastle entschied am Dienstag, dass der 67-Jährige seine zwölfmonatige Haftstrafe in Hausarrest absitzen darf. Wilson war bis zu seinem Rücktritt im vergangenen Monat Erzbischof der australischen Millionenmetropole Adelaide.

    Der Geistliche war im Mai schuldig gesprochen worden, den mehrmaligen Missbrauch zweier Messdiener durch einen pädophilen Priester in den 1970er Jahren vertuscht zu haben. Erst nach massivem Druck aus Gesellschaft und Politik erklärte Wilson seinen Rücktritt. Gegen das Urteil hat er Berufung eingelegt. Seinen Hausarrest muss er nun im Haus seiner Schwester in Newcastle verbüßen.

    Australiens katholische Kirche steht wegen Zehntausender Missbrauchsfälle seit Jahren in der Kritik. Demnächst muss sich auch der australische Kurienkardinal George Pell wegen Missbrauchsvorwürfen aus früheren Jahren vor Gericht verantworten. Als Finanzchef des Vatikans ist der 77-Jährige die inoffizielle Nummer drei des Kirchenstaats. Pell hat sich beurlauben lassen, um sich besser verteidigen zu können.
  • 8/14/18 4:19 AM
  • 8/14/18 4:18 AM
    Besorgniserregende Szenen in der Nacht auf Dienstag: Vermummte Jugendliche haben im Südwesten von Schweden Dutzende Autos in Brand gesetzt und die Polizei angegriffen.

    Allein in Göteborg sollen mindestens 88 Fahrzeuge zerstört oder schwer beschädigt worden sein, in Trollhättan weiter nördlich spielte sich in der Nacht Ähnliches ab. Dort seien Polizisten mit Steinen beworfen worden. Auch aus Lysekil und Falkenberg wurden brennende Fahrzeuge gemeldet.

    Die Polizei wollte nach Angaben von Sprecherin Ulla Brehm eine koordinierte Aktion nicht ausschließen. Möglicherweise hätten sich die Täter über soziale Medien abgesprochen.

    Augenzeugen berichteten von schwarz gekleideten Jugendlichen, die die Fahrzeuge in Brand gesetzt hatten. Die Vermummten liefen in kleinen Gruppen von Auto zu Auto, schlugen die Scheiben ein, kippten brennbare Flüssigkeit in die Fahrzeuge und zündeten diese an.

    Über die Hintergründe lagen zunächst keine Erkenntnisse vor. Die Polizei wollte die Zwischenfälle vorerst nicht kommentieren, ein Mitarbeiter der Sicherheitskräfte in Göteborg sprach jedoch von einer "beängstigenden Lage".

    Es habe keine Verletzte gegeben, berichtete "Aftonbladet". Zunächst sei auch niemand festgenommen worden.
  • 8/14/18 4:10 AM
    • Was meinen Sie, taugt das Kapelle-Ufer in Berlin zum Traditionsmotiv hier im "Morgen"? Marius Mestermann Was meinen Sie, taugt das Kapelle-Ufer in Berlin zum Traditionsmotiv hier im "Morgen"?
  • 8/14/18 3:59 AM
    Nicht nur furchtbar ungerecht, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach auch ziemlich schlecht für die Umwelt: Steuerparadiese wie Belize oder Panama ermöglichen Reichen nicht nur Milliardengeschäfte – sie erleichtern einer neuen Studie zufolge auch die Ausbeutung der Natur.

    Demnach fahren 70 Prozent aller bekannten Schiffe, die in illegale und unregulierte Fischerei verstrickt sind, unter der Flagge einer Steueroase. Auch die Abholzung des brasilianischen Regenwalds werde allem Anschein nach durch Geld aus Steuerparadiesen begünstigt, schreiben schwedische Forscher im Magazin "Nature Ecology and Evolution".

    Ein direkter Nachweis der Kausalität von Steueroasen sei wegen des Finanzgeheimnisses nicht möglich, räumt das Team ein. Dennoch zweifeln die Forscher nicht an ihren Resultaten: "Unsere Analyse zeigt, dass die Nutzung von Steueroasen nicht nur ein gesellschaftspolitisches und wirtschaftliches, sondern auch ein umweltpolitisches Problem ist", erläutert Erstautor Victor Galaz von der Universität Stockholm.

    In vielen Ländern würden Schiffe nicht gemeldet, die internationale Gesetze brächen. So könnten sie unter doppelter Identität fahren: Mit einer werde legal gefischt, mit der anderen illegal. Während 70 Prozent der in illegale und unregulierte Fischerei verstrickten Schiffe unter der Flagge von Steueroasen fahren, sind es der Studie zufolge nur 4 Prozent aller registrierten Fischereischiffe.

    Zudem deckten die Wissenschaftler auf, dass die neun größten Unternehmen in der brasilianischen Soja- und Fleischindustrie zwischen 2000 und 2011 im Schnitt mehr als zwei Drittel ihrer ausländischen Direktinvestitionen über Steueroasen bekamen. Die Empfängerunternehmen seien maßgeblich verantwortlich für die Abholzung des Regenwalds, der das Klimasystem der Erde stabilisiere.
  • 8/14/18 3:52 AM
    Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser! Ich begrüße Sie zum "Morgen"-Newsblog, heute wieder aus Berlin. Wir starten gleich in die wichtigsten Themen der frühen Stunden. Wie immer gilt: Wenn Sie Fragen, Anmerkungen oder Kritik haben, melden Sie sich gerne unter marius.mestermann@spiegel.de oder via Twitter.

    Los geht's!
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