Naher Osten: Deutscher Diplomat wird EU-Sonderbeauftragter

Die EU-Außenminister haben den deutschen Diplomaten Andreas Reinicke zum europäischen Sondergesandten für den Friedensprozess in Nahost ernannt. Zur Zeit ist Reinicke deutscher Botschafter in Syrien.

Brüssel - Der deutsche Diplomat Andreas Reinicke wird EU-Sonderbeauftragter für den Nahost-Friedensprozess. "Ich freue mich, dass Andreas Reinicke für diesen wichtigen Posten ernannt wurde", erklärte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton am Rande eines Treffens der EU-Außenminister am Montag in Brüssel. Reinicke solle die europäische Nahost-Politik vorantreiben. Das vorrangige Ziel sei es, Israelis und Palästinenser zurück an den Verhandlungstisch zu bringen.

Reinicke wird die EU beim Nahost-Quartett vertreten, dem neben den Europäern die Uno, die USA und Russland angehören. Chef des Quartetts ist der frühere britische Premierminister Tony Blair.

Derzeit ist Reinicke deutscher Botschafter in Syrien. "Er ist ein erfahrener Diplomat mit enormem Wissen über den Nahen Osten", sagte Ashton. Reinicke soll seinen Posten am 1. Februar antreten. Er folgt auf den Belgier Marc Otte, der von 2003 bis 2011 Nahost-Beauftragter war. Reinickes Mandat läuft bis zum 30. Juni 2013.

ler/dpa/dapd

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  • Montag, 23.01.2012 – 14:37 Uhr
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Geschichte Israels

Knackpunkte der Nahost-Gespräche
DPA
Israel betont, es werde keinen Palästinenserstaat geben, solange die Sicherheit des jüdischen Staates nicht garantiert sei. Obwohl es in den vergangenen Jahren kaum noch Selbstmordanschläge palästinensischer Terroristen gibt, fühlen sich die Israelis bedroht.

Die israelischen Grenzstädte werden immer wieder von Raketen der radikalislamischen Hamas beschossen. Schlagen diese Geschosse auf israelischer Seite ein, kommt es regelmäßig zu Vergeltungsschlägen auf palästinensischem Gebiet. Die Palästinenser machen ihrerseits Angriffe durch das israelische Militär geltend.





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