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Nahost-Rede: Fischer widerspricht Bush

Berlin - Bundesaußenminister Joschka Fischer hat auf die mit Spannung erwartete Rede von US-Präsident George W. Bush zur Nahost-Krise mit Widerspruch reagiert. Bush hatte sich für die Ablösung der palästinensischen Führung unter Jassir Arafat ausgesprochen. Laut Fischer kann diese Frage nur vom palästinensischen Volk selbst entschieden werden. "Ich sehe nicht, dass man da von außen eine Entscheidung den Palästinensern wird aufdrücken können. Allerdings denke ich, dass die Palästinenser sich jetzt sehr sorgfältig überlegen müssen, wie weit sie diese Chancen nutzen wollen", sagte Fischer am Dienstag im DeutschlandRadio Berlin. Eines der großen Probleme sei heute, dass die israelische Seite Arafat nicht mehr als Partner anerkenne.

Fischer verwies auf die Rolle der Europäer im Nahostkonflikt. "Wir spielen in dem ganzen Prozess eine mehr als nur ergänzende Rolle, ohne dass wir die Führungsrolle wahrnehmen", sagte der Außenminister. "Wenn der Nahe Osten in die Krise gerät oder gar explodiert, wären wir als Europäer unmittelbar betroffen."

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