Berlin - Zunächst steht ein Abendessen mit Angela Merkel auf dem Programm, danach wird Benjamin Netanjahu zusammen mit der Bundeskanzlerin die vierten deutsch-israelischen Regierungskonsultationen leiten: Der israelische Ministerpräsident reist in der nächsten Woche nach Berlin, wie Steffen Seibert, Sprecher der Bundesregierung, am Freitag mitteilte.
In den Gesprächen sollen neben der aktuellen Lage im Nahen Osten auch Fragen der Zusammenarbeit in Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft und beim Jugendaustausch beraten werden. Auch über die Vorbereitung des 50. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern im Jahr 2015 soll gesprochen werden.
Seibert wollte sich nicht dazu äußern, ob Merkel Kritik wegen des deutschen Stimmverhaltens bei der Aufwertung Palästinas zum Uno-Beobachterstaat erwartet. "Die Bundeskanzlerin rechnet damit, dass das offene Gespräche unter Freunden werden über die ganze Bandbreite unserer Beziehungen."
Deutschland hatte sich am Donnerstag bei der Abstimmung über den Palästinenserantrag in der Uno-Vollversammlung enthalten. Als einziges europäisches Land stimmt Tschechien mit Israel gegen den Antrag der Palästinenser.
Netanjahu hatte die Uno-Entscheidung als Verstoß gegen bestehende Abkommen mit den Palästinensern kritisiert. Vor Ort werde sich nichts ändern. Einen Staat könnten die Palästinenser nur durch Verhandlungen mit Israel erlangen.
hen/dpa/dapd
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