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Neue im Bundestag 100 Tage Hamsterrad

7. Teil: Thomas Gambke (Grüne), Bayern

Es ist nicht neu für ihn, vor vielen Menschen zu sprechen. Thomas Gambke, 60, hat in seiner langen Karriere bei Schott mehrere Werke im In- und Ausland geleitet, darunter eine Tochterfirma mit 1500 Beschäftigten. "Wenigstens einmal im Jahr musste ich in der Betriebsversammlung reden", sagt der Grünen-Politiker, "da waren immer ein paar hundert Leute". Auch dort habe jedes Wort gezählt. Aber am Rednerpult des Bundestages zu stehen, vor sich auf der einen Seite die Regierungsfraktionen, auf der anderen die der Opposition - das war dann doch etwas ganz anderes für den Abgeordneten aus Landshut. Inzwischen hat er bereits seine zweite Rede im Plenum gehalten.

Obwohl der promovierte Physiker in seinem Leben schon eine ganze Menge gesehen und erlebt hat - der Bundestag ist für den Grünen-Politiker noch mal ein Schritt ins Unbekannte. Vom Spitzenmanager zum Hinterbänkler. 2006 stieg Gambke bei Schott aus, erst zwei Jahre zuvor war er Grünen-Mitglied geworden. Spätestens nach seinen beruflichen Erfahrungen in China hatten ihn Umwelt-Fragen umgetrieben - "meine Aha-Erlebnisse"-, nun wollte Gambke auch politisch etwas tun. "Wer den Mund spitzt, muss dann auch pfeifen", sagt er. Gambke engagierte sich zunächst bei den Grünen in Landshut und auf Landesebene, schon 2005 wäre er beinahe in den Bundestag eingezogen. Vier Jahre später klappte es.

Gambke sieht die zentrale politische Arbeit im Ausschuss

Vieles ist gewöhnungsbedürftig für den neuen Abgeordneten. Auch die Arbeit im Finanzausschuss. Andererseits ist er mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung als Unternehmer fachlich vielen Kollegen weit voraus. Gambke ist für seine Fraktion unter anderem Berichterstatter für den Bereich Unternehmenssteuern. "Da geht es jetzt beispielsweise bei einer von der Koalition geplanten Änderung des Außensteuergesetzes um 1,8 Milliarden Euro", sagt er. "Da fühle ich dann schon eine gewisse Verantwortung."


Der Ausschuss ist für Gambke ohnehin das politische Zentrum der Bundestagsarbeit. Was im Plenum ablaufe sei inhaltlich oft ziemlich enttäuschend, sagt er, die Reden erstaunlich platt. "Die Weichenstellungen passieren im Ausschuss."

Trotz mancher Frustration in den ersten 100 Tagen - Gambke genießt sein neues Abgeordnetendasein. Auch das Hin und Her zwischen Berlin und dem Wahlkreis, vielen Parlamentariern ein Graus, stört ihn nicht weiter. "Ich bin ein Jahr lang zwischen Singapur und meiner Familie in Landshut gependelt - das war anstrengend."

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insgesamt 1957 Beiträge
Saudi-Arabien 02.02.2010
Da fällt mir die Antwort leicht. [quote] Was hat Schwarz-Gelb bisher gebracht? [/quote} Nichts außer Ärger.
Zitat von sysopDie ersten 100 Tage der Regierung sind traditionell eine Zäsur - Zeit für eine Zwischenbilanz. Was hat Schwarz-Gelb bisher gebracht?
Da fällt mir die Antwort leicht. [quote] Was hat Schwarz-Gelb bisher gebracht? [/quote} Nichts außer Ärger.
saul7 02.02.2010
Die Erkenntnis, dass mit Klientel-Politik kein Staat zu machen ist!!!
Zitat von sysopDie ersten 100 Tage der Regierung sind traditionell eine Zäsur - Zeit für eine Zwischenbilanz. Was hat Schwarz-Gelb bisher gebracht?
Die Erkenntnis, dass mit Klientel-Politik kein Staat zu machen ist!!!
bammy 02.02.2010
Schlagzeilen ;-)) Was sollen die schon gebracht haben? Die ersten Gesetze sind erst mal 4Wochen in Kraft.
Zitat von sysopDie ersten 100 Tage der Regierung sind traditionell eine Zäsur - Zeit für eine Zwischenbilanz. Was hat Schwarz-Gelb bisher gebracht?
Schlagzeilen ;-)) Was sollen die schon gebracht haben? Die ersten Gesetze sind erst mal 4Wochen in Kraft.
Direwolf 02.02.2010
Eine große Enttäuschung. Der Start ist genau so übel wie der Anfang von Rot-Grün und läßt mich armen NRW Wähler mit der Frage zurück, wen ich denn überhaupt noch wählen soll.
Zitat von sysopDie ersten 100 Tage der Regierung sind traditionell eine Zäsur - Zeit für eine Zwischenbilanz. Was hat Schwarz-Gelb bisher gebracht?
Eine große Enttäuschung. Der Start ist genau so übel wie der Anfang von Rot-Grün und läßt mich armen NRW Wähler mit der Frage zurück, wen ich denn überhaupt noch wählen soll.
yogtze 02.02.2010
Uns nichts - augenommen denjenigen unter uns, die zufällig Hoteliers, Apotheker oder Pharmahersteller sind... Es muss aber weitergehen, die FDP ist ja "vielschichtig" - als Klientelpartei, da gibt es noch einige [...]
Uns nichts - augenommen denjenigen unter uns, die zufällig Hoteliers, Apotheker oder Pharmahersteller sind... Es muss aber weitergehen, die FDP ist ja "vielschichtig" - als Klientelpartei, da gibt es noch einige Interessengruppen zu bedienen.
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Streitthemen der Koalition
dpa
Die geplanten Steuersenkungen bleiben vermutlich das zentrale Streitthema zwischen Union und FDP. Ab 2011 soll es weitere Entlastungen im Umfang von rund 20 Milliarden Euro geben. Die Liberalen drängten in den vergangenen Tagen vehement, an den Plänen festzuhalten. Die Union macht dagegen finanzielle Vorbehalte geltend. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will zudem ein milliardenschweres Sparpaket vorlegen. Konkrete Verhandlungen dürften allerdings erst nach der Steuerschätzung im Mai beginnen - und damit nach der wichtigen Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai.





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