Nachfolgerin für Nahles Yasmin Fahimi soll neue SPD-Generalsekretärin werden

Neue Generalsekretärin für die SPD: Als Nachfolgerin für Andrea Nahles wünscht sich der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel laut "FAZ" die 46-jährige Gewerkschaftssekretärin Yasmin Fahimi. Die Neubesetzung des Postens verlief nicht ganz reibungslos.

Jasmin Fahimi (Archivbild): Bisher Sekretärin bei der IG Bergbau, Chemie, Energie
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Jasmin Fahimi (Archivbild): Bisher Sekretärin bei der IG Bergbau, Chemie, Energie


Berlin - Die Nachfolgerin von Andrea Nahles als SPD-Generalsekretärin steht offenbar fest. Parteichef Sigmar Gabriel will dem Parteivorstand am Dienstagabend die Gewerkschaftssekretärin Yasmin Fahimi für den Posten vorschlagen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ("FAZ"). Das wurde SPIEGEL ONLINE aus Parteikreisen bestätigt.

Die 46 Jahre alte Hannoveranerin Fahimi, Tochter eines Iraners und einer Deutschen, leitete bislang das Ressort "Politische Planung" beim Hauptvorstand der IG Bergbau, Chemie und Energie in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Fahimi sitzt zudem im Vorstand des "Denkwerks Demokratie", eines 2011 gegründeten Think-Tanks, dem Vertreter von SPD, Grünen, Gewerkschaften und Umweltverbänden angehören. Die Diplom-Chemikerin, für die sich in den vergangenen Wochen Sozialdemokraten flügelübergreifend eingesetzt hatten, soll auf einem Parteitag am 26. Januar in ihr neues Amt gewählt werden, berichtet die "FAZ".

Fahimi war bereits vor einigen Wochen als neue Generalsekretärin im Gespräch. Die Neubesetzung war nicht ganz reibungslos verlaufen. Ursprünglich sollte die Nahles-Nachfolgerin im Zuge der Kabinettsbesetzung Mitte Dezember bekanntgegeben werden. Damals schien der Parteilinke Ralf Stegner Favorit zu sein. Die engere Parteiführung entschied sich im Dezember jedoch dafür, für das Amt eine Frau zu suchen. Stegner soll dafür auf dem kommenden Parteitag zu Gabriels Stellvertreter gewählt werden.

Auch das Amt des Schatzmeisters wird neu besetzt. Gabriel will dafür dem Vernehmen nach den nordrhein-westfälischen Bundestagsabgeordneten Dietmar Nietan vorschlagen. Er folgt Barbara Hendricks nach, die seit Dezember neue Umweltministerin ist.

Andrea Nahles wurde Mitte Dezember zur Bundesministerin für Arbeit und Soziales in Angela Merkels neue Regierung berufen. Erst im November war sie auf dem Leipziger Bundesparteitag als Generalsekretärin bestätigt worden.

bos/vme

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insgesamt 51 Beiträge
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rigos 07.01.2014
1. Neue Gesichter
... in der Politik, sind nichts anderes als alter Wein in neuen Schläuchen. Auch eine Bundeskanzlerin wird nicht besser, je länger sie auf dem Thron sitzt. Politik hat lediglich die Aufgabe, Kapitalismusverlierer als ein natürliches Phänomen darzustellen.
ofelas 07.01.2014
2. Kleingeister
ich entsinne mich das die eigenen Parteiangehoerigen ein ernsthaftes Problem mit der Herkunft von Herrn Roesler hatten, und wie werden diese jetzt reagieren
h.bogart 07.01.2014
3. Korrekt?
"für das Amt eine Frau zu suchen" benötigen Frauen diese Art von Unterstützung?
parisien 07.01.2014
4. Kriterien ?
Was mich immer wieder fasziniert ist die Tatsache, dass man eigentlich gar nichts darüber erfährt, warum eine bestimmte Person gewählt wird , also nach welchen Kriterien. Man hört, es sollte eine Frau sein, die engere Parteispitze habe sich dafür entschieden und es sei flügelübergreifend passiert. Chic. Das sind alles taktische Elemente, kein einziges inhaltliches Argument wird angeführt. Dabei wende ich mich nicht gegen Frau Fahimi : Ich weiß nämlich gar nichts über sie .
zahnmark 07.01.2014
5. Man stelle sich nur einmal vor:
die Tochter eines Deutschen und einer Türkin wird Generalsekretärin in einer türkischen Partei ...
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