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Heute kann es nur ein Thema geben. Annegret Kramp-Karrenbauer ist die neue Vorsitzende der CDU. Sie löst Angela Merkel ab - nach 18 Jahren als CDU-Chefin.

DIE GEWINNERIN DES TAGES

Das Ergebnis für Annegret Kramp-Karrenbauer war knapp: Im zweiten Wahlgang erhielt sie 517 der 999 abgegebenen gültigen Stimmen, 52 Prozent.

Ihren Gegenkandidaten Spahn und Merz dankte sie für den fairen Wettbewerb. "Dieser Aufschwung muss weitergehen, und er muss verbunden sein und verbunden bleiben mit dem Ziel, das uns alle eint, nämlich aus der Union mit allen Flügeln, mit allen Mitgliedern, mit allen, die Verantwortung tragen, die gemeinsame, die große Volkspartei der Mitte zu erhalten und zu formen", sagte sie.

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"Sie tritt in große Fußstapfen": SPD-Chefin Andrea Nahles wünschte der neuen CDU-Vorsitzenden "viel Erfolg". Kritischere Töne kamen von der FDP und der AfD. Die Reaktionen lesen Sie hier.

In ihrer Bewerbungsrede hatte Kramp-Karrenbauer erklärt, die CDU müsse eine Partei sein, die Mut hat - anstatt "ängstlich nach rechts und nach links zu schauen". Mein Kollege Florian Gathmann twitterte vom Parteitag: "Es war ihre bisher beste Rede". Kramp-Karrenbauer sagte, die CDU müsse sich mutig gegen Populisten, Egoisten und Autokraten stellen. Hier können Sie ein Portrait über Kramp-Karrenbauer noch einmal nachlesen.

DIE VERLIERER DES TAGES

Friedrich Merz und Jens Spahn. Merz, der 482 Stimmen und gut 48 Prozent erreichte, zeigte sich als guter Verlierer. Er bat seine Wähler unter den Delegierten um Unterstützung für die neue Parteichefin. Bei seiner Bewerbungsrede am Nachmittag hatte er etwas gebraucht, um in Fahrt zu kommen. Später lieferte er einen fairen Auftritt ab.

Für Spahn war nach dem ersten Wahlgang - mit 157 Stimmen und 15,72 Prozent - Schluss. Dennoch: Er erhielt mehr Stimmen, als viele erwartet haben, in seiner Rede wirkte er locker - und griff auf den letzten Metern noch mal an.

"DANKE, CHEFIN"

Den ersten großen Auftritt an diesem Tag hatte Angela Merkel. Als sie vors Mikro trat, erntete sie Standing Ovations. Am Ende ihrer Rede klatschten die Delegierten dann so lange - fast zehn Minuten -, dass Angela Merkel sie gar ermahnte, den Applaus zu beenden. Sie selbst verdrückte eine Träne, viele Anwesende taten es auch.

Im April 2000 wurde Merkel zur CDU-Chefin gewählt. Heute sagten viele Delegierte "Danke, Chefin".

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Merkels Rede, schreibt meine Kollegin Melanie Amann, ist "ein Friedenssignal an die Partei". Das Motto: "Zusammenführen. Und zusammen führen." Zur Analyse.

18 Jahre Parteivorsitz, 18 Fakten über Merkel: Vom Kirsch-Whisky bis Putins Labrador. Erinnern Sie sich? Einen Rückblick auf diese Ära sehen Sie in dieser Bilderstrecke. Der SPIEGEL widmete Merkel in der Zeit zahlreiche Titel. Sie erzählen von Krisen und Rivalen. Eine Auswahl.

Delegierte auf dem Hamburger CDU-Parteitag
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Delegierte auf dem Hamburger CDU-Parteitag

Lesen Sie hier nach, wie die Kandidaten um die Stimmen der 1001 Delegierten kämpften.

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Die Empfehlung für Ihren Feierabend

Was Sie lesen könnten: Verfolgen Sie auf SPIEGEL ONLINE den ganzen Abend die aktuellen Entwicklungen des Parteitags, im Newsblog informieren wir Sie im Minutentakt. Ab morgen können Sie sich dann wieder auf Weihnachten konzentrieren. Den zweiten Advent (!) feiern. Und ja, Weihnachtshits hören. Neue Hits. Die gibt's.Mein Kollege Christoph Dallach stellt sie vor.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Feierabend und ein gutes Wochenende.

Herzlich

Maria Stöhr vom Daily-Team

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