Mesut Özil

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Die Özil-Debatte: Warum es um mehr als Fußball geht

Nun also doch: Nach Stunden des Schweigens hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Nachmittag auf den Rücktritt von Mesut Özil reagiert. Der Verband würdigte die Leistungen des 92-maligen Nationalspielers - und wies dessen Rassismusvorwurf entschieden von sich.

Der Fußballer hatte bei Twitter unter anderem Folgendes geschrieben: "In den Augen von Grindel und seinen Helfern bin ich Deutscher, wenn wir gewinnen, und ein Immigrant, wenn wir verlieren." Letztendlich waren die Erklärungen ein einziger Angriff auf den DFB-Präsidenten Reinhard Grindel. Warum es für diesen jetzt eng wird, beschreibt mein Kollege Peter Ahrens.

Reinhard Grindel
DPA

Reinhard Grindel

Als Özil 2009 das erste Mal in der Anfangself des DFB-Teams stand, war er für den SPIEGEL direkt der "beste Mann" - laut Bundestrainer Joachim Löw gar der "Mann für die Zukunft". Innerhalb eines Jahres entwickelte sich Özil in doppelter Hinsicht zur Sehnsuchtsfigur: Als kreativer Mittelfeldspieler sollte er die Nationalmannschaft in die Zukunft lenken. Und Politik und DFB sahen in ihm eine Art "Integrationsmaskottchen".

Für Kolumnist Jakob Augstein verkommt das WM-Debakel zur Nebensache im Vergleich zu dieser Niederlage: Mesut Özil war ein Symbol der Integration - nun wird er zum Symbol ihres Scheiterns.

Am Fußballer Özil hatten schon vor diesem Sommer viele die Lust verloren, ständig wurde er kritisiert. Weil aus ihm zwar ein Weltmeister wurde, aber kein Lionel Messi, der Tor für Tor schießt. Auch kein Leader wie Bastian Schweinsteiger. Özil beherrscht vor allem eine der unscheinbarsten Künste: Tore vorzubereiten. Die Zahlen seiner Karriere.

Der Rücktritt mag ein Resultat zu großer Erwartungen sein - an den Fußballer und den Menschen Özil. Aber es bleiben auch Fragen: Wie glaubwürdig begründet er seinen Rücktritt? Welche seiner Vorwürfe sind haltbar? Eine Analyse.

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(In Deutschland gibt es fast 30 Familien von Mücken - aber nur drei saugen Blut. Wie Sie der Plage in den kommenden Wochen trotzen können.)

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  • Hochverehrter Mesut Özil, danke, danke, danke! Die Rücktrittserklärung des Nationalspielers hat die Kommentatoren zu Höchstleistungen getrieben. Ganz vorn dabei: Uli Hoeneß. Die Videokolumne von Harald Schmidt.

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MEIN ABEND

Die Empfehlungen für Ihren Feierabend

Was Sie lesen sollten: "17 Erzählungen über Sex und Macht". Der Band mit Kurzgeschichten widmet sich der weiblichen Perspektive auf das Thema. Der Leser wird zum Richter.

Was Sie spielen sollten: Das taktische Legespiel "Azul" wurde zum "Spiel des Jahres 2018" gekürt. Die Jury zeigt sich begeistert und spricht von einer "Meisterleistung".

Ich wünsche Ihnen einen schönen Feierabend.

Herzlich

Lenne Kaffka vom Daily-Team

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