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DAS THEMA DES TAGES

Maaßen legt Bericht vor

Der Bericht kam pünktlich, sein Inhalt passt auf wenige Seiten: Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen hat Innenminister Horst Seehofer (CSU) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) seine Erkenntnisse zur Bewertung der Vorfälle in Chemnitz mitgeteilt.

Rückblick: Maaßen hatte in der "Bild"-Zeitung unter anderem Zweifel an der Echtheit eines Videos angemeldet, das den Übergriff auf ausländisch aussehende Menschen bei den rechtsextremen Protesten in Chemnitz zeigt. Und sich der Bewertung der Chemnitzer Vorfälle durch Angela Merkel entgegengestellt. Die Folge: eine heftige Debatte, die sich zum Stresstest für die Große Koalition auswuchs. Die SPD forderte Maaßens Rücktritt. Seehofer hingegen - als einziger befugt, den Verfassungsschutz-Chef zu entlassen - sprach ihm sein Vertrauen aus. Und verlangte einen Bericht, den Maaßen nun geliefert hat.

Kann Maaßen mit dem Bericht seine Äußerungen begründen? Steht er womöglich kurz vor dem Rausschmiss? In dem Dokument, so heißt es, kritisiere Maaßen "nur noch", die schnelle Veröffentlichung des Videos in den großen Medien sei unseriös gewesen. Deutlich weniger Zweifel an der Echtheit des Videos als noch am Freitag. Die Details, was den Mann antreibt:zur Analyse.

Chemnitz kommt derweil nicht zur Ruhe: Ermittler haben nun Büros und Wohnungen der rechtspopulistischen Bewegung "Pro Chemnitz" untersucht.

Der Kanzlerin entgleite ihre Macht, kommentiert Jakob Augstein und fragt: "Wie viele Meter muss ein Mensch rennen, wie viel Angst muss er dabei haben, dass man von einer Hetzjagd sprechen darf?

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Was Sie heute wissen müssen

  • Die weiteren Erkenntnisse im Fall Köthen. In der Stadt in Sachsen-Anhalt war am Sonntag ein 22-Jähriger bei einem Streit tödlich verletzt worden. Zwei Afghanen sitzen in Untersuchungshaft, einer von ihnen hätte in Kürze abgeschoben werden sollen. 2500 Menschen beteiligten sich an einer Kundgebung in der Stadt, zu der rechte Gruppierungen in sozialen Netzwerken aufgerufen hatten. Was wir wissen und was nicht.
  • Die CSU steht in Bayern nur noch bei 35,8 Prozent. Das ergibt eine Umfrage des Online-Meinungsforschungsinstituts Civey für SPIEGEL ONLINE. Am 14. Oktober wird im Freistaat gewählt. Die Ergebnisse im Einzelnen.
  • In Idlib bereiten sich fast drei Millionen Zivilisten auf die Offensive des Assad-Regimes vor. Die Uno warnt vor den "größten Verlusten an Menschenleben im 21. Jahrhundert". Zehntausende fliehen bereits.
  • Daniel Küblböck wird vermisst. Rettungskräfte suchen nach dem Ex-DSDS-Star, der auf einer Kreuzfahrt über Bord gegangen sein soll.

DIE ZAHL DES TAGES

28,4

So viele Prozent erreichte die Sozialdemokratische Partei bei der Parlamentswahl in Schweden - nach einem vorläufigen Ergebnis. Sie ist damit stärkste Kraft. Die rechten Schwedendemokraten haben fünf Prozent dazugewonnen und landen auf Platz drei. Die Regierungsbildung dürfte schwierig werden, wie mein Kollege Claus Hecking aus Stockholm berichtet. Der Machtpoker hat bereits begonnen.

Premierminister Stefan Lövfen
AP

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Adios Amigos: Die CSU ist im Umfragetief - und das so kurz vor der Bayernwahl. Wer kann den Niedergang stoppen?, fragt sich Harald Schmidt.Hier ist das Video.

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Bald müssen Sie sich entscheiden: Gesundheitsminister Jens Spahn will jeden zum Organspender machen, der nicht widerspricht. Führt das wirklich zu mehr Transplantationen?

Eine Frau im Schönheitswahn: Yavi Hameister hält jahrelang streng Diät, quält ihren Körper mit einem harten Sportprogramm. Als ihr größter Wunsch zu scheitern droht, denkt sie um.Von Sarah Heidi Engel.

Yavi Hameister
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Die Empfehlung für Ihren Feierabend

Was Sie lesen könnten: Eckhart Nickels "Hysteria". Der Roman steht auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2018. Es geht um die Zukunft, um den Klimawandel - und um Himbeeren. Aber das lesen Sie besser in der Rezension meines Kollegen Felix Bayer nach.

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Was Sie schauen könnten: Arte zeigt am Abend Federico Fellinis Klassiker "Das süße Leben" (La Dolce Vita): Roms High Society Ende der Fünfzigerjahre und eine im Trevi-Brunnen badende Anita Ekberg. "Schluß! Aus! Das ist ja widerlich!", schrie mancher bei der Filmpremiere, die katholische Kirche wollte den Film verbieten lassen. Lesen Sie hier die SPIEGEL-Rezension von 1960.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Feierabend.

Herzlich

Maria Stöhr vom Daily-Team

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