Der Tag kompakt Liebe Leserin, lieber Leser, guten Abend,

Von


hier finden Sie die wichtigsten Nachrichten des Tages auf einen Blick, die beliebtesten Geschichten von SPIEGEL+ und Tipps für Ihren Feierabend.

DAS THEMA DES TAGES

Ausschreitungen in Chemnitz: die Reaktionen, die Entwicklungen

"Auf das Schärfste" verurteilt die Bundesregierung die Hetzjagden auf Ausländer in Chemnitz. Nun hat sich auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) geäußert, er nannte es "widerlich, wie Rechtsextreme im Netz Stimmung machen und zur Gewalt aufrufen."

Eigentlich sollte Chemnitz am Wochenende ein Ort des Feierns sein, die Stadt beging ihr 875-jähriges Bestehen mit einem Fest. Dann wurde am Sonntag ein Mann gewaltsam getötet - und Chemnitz zu einem Ort außer Kontrolle.

Spontan marschierten nach dem Vorfall rund 800 Rechtsextreme durch die Innenstadt und skandierten "Wir sind das Volk". Im Fall des Tötungsdelikts hat die Staatsanwaltschaft mittlerweile Haftbefehl gegen zwei Männer beantragt.

Den Demonstranten auf der Straße standen anfangs nur 50 Polizisten gegenüber. Videos der Rangeleien dokumentieren, wie die Beamten regelrecht überrumpelt wurden.

Mein Kollege Steffen Lüdke hat in Chemnitz mit Menschen gesprochen und kommt zu dem Schluss: "Die Mär von der Gefahr durch Flüchtlinge hat sich in weiten Teilen der Chemnitzer Gesellschaft offenbar durchgesetzt". Zur Reportage.

"Sachsen ist wie das Internet. Nur in echt", schreibt mein Kollege Jakob Augstein. "Der ganze niedrige Hass, der sich im Netz Bahn bricht - in Sachsen kann man ihn auf der Straße sehen."

Für heute Abend hat das Bündnis "Chemnitz Nazifrei" zu einer Demo aufgerufen, ebenso die rechtspopulistische Gruppe "Pro Chemnitz". Wie sich die Polizei auf den Abend vorbereitet, lesen Sie hier.

Die Zahl des Tages

592

So viele gewalttätige Übergriffe auf Obdachlose gab es in Deutschland im vergangenen Jahr. Das sind doppelt so viele wie im Jahr 2011.

Zelte von Obdachlosen in Berlin
AFP

Zelte von Obdachlosen in Berlin

 SPIEGEL Daily Newsletter bestellen

NEWS

Was Sie heute wissen müssen

  • Volkswagen hat in den USA offenbar gegen zwei Auflagen verstoßen, die dem Konzern nach der Dieselaffäre von den Behörden auferlegt wurden. Zu diesem Ergebnis kommt US-Aufseher Larry Thompson in seinem Zwischenbericht. Die Hintergründe.
  • Uno-Ermittler fordern eine Völkermordanklage gegen das Militär in Myanmar. In einem Report zu den Massakern an den Rohingya geben sie auch der Regierungschefin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi eine Mitschuld.
  • Iran hat vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag eine rasche Aufhebung der US-Sanktionen gefordert. Das Land reagiert damit auf die Entscheidung der USA, aus dem internationalen Atomabkommen auszusteigen. Die Details.
  • Asia Argento ist als Jurorin bei der italienischen Castingshow "X Factor Italy" gefeuert worden. Das melden Branchendienste. Die #MeToo-Aktivistin wird des sexuellen Missbrauchs des ehemaligen Kinderdarstellers Jimmy Bennett bezichtigt.

MEINUNG

Die meistdiskutierten Kommentare, Interviews, Essays

Die Sendung mit dem Mann: Warum sich so wenig Mädchen für Naturwissenschaften interessieren? Gucken Sie ein paar Stunden Kinderfernsehen: weibliche Vorbilder? Fehlanzeige!

"Kartoffeln" und "Kanaken" - drohen Konsequenzen? Unser Kolumnist Harald Schmidt fragt sich, ob die Fußballnationalmannschaft die Spaltung übersteht. Hier ist das Video.

Harald Schmidt Videokolumne
DER SPIEGEL

Harald Schmidt Videokolumne

STORIES

Die meistgelesenen Texte bei SPIEGEL+ und SPIEGEL ONLINE

Der vermüllte Planet: Die Menschheit produziert immer mehr Plastik - und große Mengen landen über kurz oder lang in der Natur. Welche Wege führen aus der Abfallkrise?

Strand in Bali, Indonesien
Getty Images/ NurPhoto/ Muhammad Fauzy

Strand in Bali, Indonesien

Wo Eltern aus Not ihre Kinder verlassen: Der Absturz Venezuelas beschleunigt sich, mehr als zwei Millionen Menschen sind schon geflohen. Auch in Araira, einer Kleinstadt bei Caracas, spielen sich Dramen ab.

MEIN ABEND

Die Empfehlung für Ihren Feierabend

Was Sie sehen könnten: "Carol", heute Abend bei One. Cate Blanchett und Rooney Mara spielen in dem Film ein lesbisches Liebespaar in den Fünfzigerjahren. "Man möchte während der 118 Minuten Laufzeit kaum blinzeln, läuft man doch Gefahr, eines dieser Bilder zu verpassen", schrieb meine Kollegin Hannah Pilarczyk zum Kinostart 2015.

Carol (Cate Blanchett) mit Tochter Rindy (Kennedy K. Heim)
DCM

Carol (Cate Blanchett) mit Tochter Rindy (Kennedy K. Heim)

Was Sie ausprobieren könnten: Die Gratis-App "Nasa Selfies". Seit 15 Jahren ist das Spitzer-Weltraumteleskop im All unterwegs und liefert grandiose Bilder. Die Nasa spendiert die Fotos jetzt als Selfie-Hintergrund.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Feierabend.

Herzlich

Maria Stöhr vom Daily-Team

Das Wichtigste vom Tag, das Beste für den Abend: SPIEGEL Daily - das Update als Newsletter bestellen Sie hier.

- Ihr Update für den Abend
Die wichtigsten News des Tages, die besten Stories - als kompaktes Briefing. Täglich per Push-Nachricht bekommen.
Hier einschalten.
Mehr zum Thema
Newsletter
SPIEGEL Daily


© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.