Niedersachsen McAllister als CDU-Landeschef wiedergewählt

Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Mit einer Zustimmung von mehr als 97 Prozent hat die niedersächsische CDU David McAllister erneut zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Dieser kritisierte die schwarz-gelbe Koalition in Berlin.

Niedersachsens CDU-Landeschef McAllister: Mit Spitzenergebnis wiedergewählt
dpa

Niedersachsens CDU-Landeschef McAllister: Mit Spitzenergebnis wiedergewählt


Lingen - Bei seiner ersten Wahl zum niedersächsischen CDU-Chef hatte David McAllister zwar noch mehr Zustimmung bekommen, doch auch zwei Jahre später konnte der Politiker wieder ein Spitzenergebnis einfahren. Mit 97,25 Prozent der Stimmen kürten ihn die Delegierten auf dem Landesparteitag in Lingen am Freitag erneut zum Landesvorsitzenden. 352 CDU-Mitglieder stimmten für McAllister, elf gegen ihn. Bei der Wahl vor zwei Jahren hatte er 98,9 Prozent der Stimmen bekommen.

Damals löste der 39-jährige Deutsch-Schotte Christian Wulff an der Spitze der Niedersachsen-CDU ab. Nachdem Wulff im Sommer zum Bundespräsidenten gewählt wurde, übernahm McAllister im Juli das Amt des Ministerpräsidenten. Bei ihrem Treffen gab sich die CDU wehmütig. Der Parteitag sei vermutlich der erste seit 25 Jahren ohne Wulff, sagte McAllister. "Das ist für ihn auch ein emotionaler Moment, er ist in Gedanken bei uns."

Auf dem Parteitag nahm McAllister auch das Erscheinungsbild der schwarz-gelben Bundesregierung ins Visier. "Der Umgang in der Koalition muss besser werden. Ich habe das Gefühl, die meisten haben es begriffen, einige wenige aber immer noch nicht", sagte er. "Es sind alle drei Parteivorsitzenden der CDU, der CSU und der FDP gefordert, in ihren Parteien für Ordnung zu sorgen." Die Politik der Regierung sei gut, die Kommunikation nach außen müsse aber noch besser werden.

mmq/dpa/apn



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