Hannover - Das werden seine Anhänger in der Heimat gern gehört haben, macht sich ja auch ganz gut vor einer Wahl: "Mein Platz ist in Niedersachsen", hat CDU-Ministerpräsident David McAllister wenige Wochen vor der Landtagwahl am 20. Januar gesagt.
Damit erteilte McAllister allen Spekulationen eine klare Absage, wonach er nach einer Wahlpleite den Absprung zur Bundes-CDU plane. "Berlin steht gar nicht zur Debatte", betonte McAllister. "Nicht eine einzige Sekunde denke ich - und zwar weder öffentlich noch privat - darüber nach, was sonst passieren könnte. Vielmehr konzentriere ich mich ganz auf mein Ziel, auch nach dem 20. Januar Ministerpräsident zu bleiben."
In der CDU gilt McAllister als Kronprinz von Bundeskanzlerin und Parteichefin Angela Merkel. Nach SPIEGEL-Informationen arbeiten McAllisters Parteifreunde für den Fall einer Niederlage bei der Niedersachsen-Wahl längst an einer Karriere für den Juristen in Berlin.
"Wenn ich wirklich für den Fall der Fälle einen Absprung nach Berlin vorbereiten würde, dann hätte ich doch nicht die Aufstellung der niedersächsischen Landeslisten für Landtags- und Bundestagswahl auf einen Tag gelegt", sagte McAllister. Dadurch habe er öffentlich deutlich machen wollen, dass erst die Landtagswahl und dann die Bundestagswahl komme. "Ich konzentriere mich ganz auf den 20. Januar. Denn ich bin fest entschlossen, niedersächsischer Ministerpräsident zu bleiben."
In Umfragen liegt McAllister mit seiner CDU zwar klar vor der SPD, sein Koalitionspartner FDP könnte demnach aber an der Fünfprozenthürde scheitern.
hen/dpa
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