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Niedersachsen: McAllister zum Wulff-Nachfolger gewählt

Er ist Halb-Schotte und mit 39 Jahren der jüngste Landeschef Deutschlands: In Niedersachsen hat der Landtag David McAllister zum Nachfolger von Christian Wulff gewählt. Allerdings fuhr der CDU-Senkrechtstarter kein Traumergebnis ein.

Blumen für McAllister: Der 39-Jährige ist der jüngste Ministerpräsident Deutschlands Zur Großansicht
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Blumen für McAllister: Der 39-Jährige ist der jüngste Ministerpräsident Deutschlands

Hannover - Der bisherige CDU-Fraktionschef wurde am Donnerstag mit 80 Stimmen der Abgeordneten im Landtag in Hannover gewählt. 67 Abgeordnete votierten gegen McAllister, ein Abgeordneter enthielt sich bei der Wahl.

Damit verweigerten zwei Abgeordnete der schwarz-gelben Regierungskoalition McAllister ihre Stimme. CDU und FDP haben gemeinsam 82 Abgeordnete, die Opposition 70.

McAllister ist Nachfolger von Christian Wulff, der sein langjähriger politischer Förderer war. Wulff wurde am Mittwochabend in Berlin im dritten Wahlgang zum Bundespräsidenten gewählt. Am Mittag soll McAllister vereidigt werden, danach wird er seine erste Regierungserklärung abgeben.

Erster Gratulant nach der gewonnen Wahl war McAllisters Sitznachbar im Landtag und enger Parteifreund Björn Thümler, gefolgt von SPD-Fraktionschef Stefan Schostok sowie den beiden Fraktionsvorsitzenden von FDP und Grünen, Christian Dürr und Stefan Wenzel. Am Mittag soll Thümler von der CDU-Fraktion zum neuen Vorsitzenden gewählt werden.

Der gelernte Rechtsanwalt gehört dem Landesparlament seit 1998 an und führte seit 2003 die CDU-Fraktion.

McAllister hat deutsche und schottische Wurzeln. Er besitzt die doppelte Staatsbürgerschaft, einen deutschen und einen britischen Pass. Er trug einen Schottenrock, einen Kilt, als er vor sieben Jahren seiner Frau Dunja das Jawort gab. Der CDU-Politiker wurde am 12. Januar 1971 in Berlin als Sohn eines britischen Offiziers und einer deutschen Musiklehrerin geboren.

Wulff und McAllister bildeten lange Jahre für die niedersächsische Landes-CDU ein als ideal geltendes Gespann. McAllister übernahm den Vorsitz der Fraktion, nachdem Wulff 2003 erstmals zum Ministerpräsidenten gewählt worden war. Wulff konzentrierte sich als Regierungschef gern auf repräsentative Termine und ergriff im Landtag selten das Wort. McAllister war für die Attacke im Landtagsplenum zuständig und überzog die Opposition oft genüsslich mit Polemik.

ler/dpa/AP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
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1. ...
Klo, 01.07.2010
Zitat von sysopIn Hannover ist der Wechsel auf dem Posten des Ministerpräsidenten vollzogen. Der niedersächsische Landtag wählte David McAllister zum Nachfolger von Christian Wulff - allerdings fuhr er kein Traumergebnis ein. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,704047,00.html
Damit ist die Farce dieser anti-demokratischen Wahl nun hoffentlich beendet. McAllister darf jetzt ein paar Monate lang den Wulff machen und verschwindet dann wieder in der Versenkung. Oder glaubt etwa irgendjemand, der würde zum Ministerpräsidenten des Volkes gewählt?
2. ...
Liquid 01.07.2010
und wieder ein weiterer beweis wie weit es mit der demokratie in schlaaand ist. nach mappus ist mcallister der nächste und zum jahreswechsel wird auch in hessen ein MP ohne wählerlegitimation regieren. das sind dann gute 30% der einwohner denen die auswahl versagt wurde.
3. Mach mir den Gabriel?
weltoffener_realist 01.07.2010
Zitat von KloDamit ist die Farce dieser anti-demokratischen Wahl nun hoffentlich beendet. McAllister darf jetzt ein paar Monate lang den Wulff machen und verschwindet dann wieder in der Versenkung. Oder glaubt etwa irgendjemand, der würde zum Ministerpräsidenten des Volkes gewählt?
Oh, meinen Sie er wird dieses Schicksal mit Sigmar Gabriel teilen? Dem ging es nämlich exakt wie von Ihnen beschrieben und seitdem wird er von der SPD von Posten zu Posten geschoben... Von McAllister ist weit mehr zu erwarten, warten wir mal ab.
4. Ungeheuer
johko, 01.07.2010
Schade, dass das Ungeheuer von Loch Beers schon so jung losgelassen werden musste. Hoffentlich vergeht ihm bald sein Dauergrinsen... ...wünscht einer aus seinem Wahlkreis
5. Neuer MP in Niedersachsen
alma3112 01.07.2010
Das beste was einem Politiker passieren kann ist von seinen Gegnern unterschätzt zu werden. Über Kohl haben die Linken am Anfang auch nur gespottet, der war dann 16 Jahre Kanzler ...
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