Niedersachsen SPD jagt CDU mehr als 20 Direktmandate ab

Im neuen niedersächsischen Landtag werden 55 SPD-Abgeordnete sitzen, die über die Erststimmen in ihren Wahlkreisen ins Parlament eingezogen sind. Bei der CDU gewannen nur 32 Kandidaten ein Direktmandat.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD)
AFP

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD)


Die SPD hat der CDU bei der Landtagswahl in Niedersachsen mehr als 20 Direktmandate abgenommen. Dem neuen Landtag werden 55 SPD-Abgeordnete angehören, die alle über die Erststimmen in ihren Wahlkreisen ins Parlament eingezogen sind. Die Landesliste kommt bei den Sozialdemokraten nicht zum Zug. Bei der CDU gewannen nur 32 Kandidaten das Direktmandat in ihrem Wahlkreis, wie aus dem vorläufigen amtlichen Endergebnis hervorgeht.

18 weitere kommen über die Landesliste in den Landtag, darunter Björn Thümler. Der CDU-Fraktionsvorsitzende hat den Wahlkreis Wesermarsch überraschend deutlich an SPD-Herausforderin Karin Logemann verloren. Er war im Kompetenzteam von CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann im Fall eines Wahlsieges für das Finanzressort vorgesehen.

Bei der Wahl 2013 hatte die CDU noch 54 Direktmandate errungen, die SPD lediglich 33. Abgeordnete können über zwei Wege in den Landtag einziehen: über das Direktmandat oder den Listenplatz. Von den regulär 135 Abgeordneten werden 87 in den Wahlkreisen direkt über die Erststimme gewählt. Der Kandidat, der die meisten Stimmen bekommt, gewinnt den Wahlkreis. Die übrigen Sitze im Parlament werden nach dem Verhältnis der Zweitstimmen vergeben - Verzerrungen der Mehrheitsverhältnisse durch Direktmandate werden ausgeglichen.

anr/dpa

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.