Niedersachsen: SPD wählt Hannovers Oberbürgermeister zum Spitzenkandidaten

Die niedersächsische SPD hat in einer Urwahl entschieden: Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil zieht für sie in den Landtagswahlkampf. Er tritt im kommenden Jahr gegen Amtsinhaber David McAllister an.

Der Bürgermeister solls´s richten: Stephan Weil wird SPD-Spitzenkandidat in Niedersachsen Zur Großansicht
dapd

Der Bürgermeister solls´s richten: Stephan Weil wird SPD-Spitzenkandidat in Niedersachsen

Hannover - Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil zieht als Spitzenkandidat der SPD in den niedersächsischen Landtagswahlkampf. In einer Urwahl sprach sich die Mehrheit der rund 65.000 SPD-Mitglieder in Niedersachsen für den 52-Jährigen aus. Er wird im kommenden Jahr Amtsinhaber David McAllister ( CDU) herausfordern.

Laut vorläufigem Endergebnis stimmten rund 53 Prozent für Weil, insgesamt votierten 13.694 SPD-Mitglieder für den Hannoveraner Bürgermeister. Sein Konkurrent, SPD-Landeschef Olaf Lies, erhielt Zuspruch von rund 46 Prozent der Genossen, was 11.851 Stimmen entspricht. Es hatten sich knapp 40 Prozent der niedersächsischen SPD-Mitglieder an der Wahl beteiligt. Endgültige Resultate sollten am Montag vorliegen.

Beobachter hatten Weil einen deutlichen Sieg vorhergesagt - ganz so eindeutig verlief die Abstimmung jedoch nicht. Zwischenzeitlich lieferten sich beide Bewerber ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Während Lies vor allem im Nordwesten des Landes punkten konnte, gewann Weil in den anderen Landesteilen.

Herausforderer Lies zeigte sich nach seiner Niederlage nur bedingt enttäuscht: "Ich gebe natürlich zu, dass ich gerne gewonnen hätte", sagte er. Er werde die knappe Niederlage nun erst einmal verarbeiten müssen. Klar sei aber, dass die SPD einen guten Spitzenkandidaten habe, mit dem 2013 die Wahl gewonnen werden könne.

Die SPD schreite nun geschlossen in Richtung Landtagswahl, sagte der Braunschweiger Bundestagsabgeordnete Hubertus Heil. "Es gibt keinen Grund für innerparteiliche Diskussionen. Es wollen ja alle 2013 einen sozialdemokratischen Ministerpräsidenten haben."

Den Rückzug vom Landesvorsitz, den Lies im Falle einer Niederlage angekündigt hatte, lies er am Sonntagabend noch offen. Am Montagvormittag werde der Landesvorstand tagen, um das weitere Vorgehen zu beraten, sagte Lies: "Der heutige Abend gehört ganz klar Stephan Weil".

usp/dapd/dpa

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