Lammert vor letzter Bundestagssitzung "Und dann ist es gut"

Er gilt als einer der besten Redner in der deutschen Politik: Am Dienstag nun verabschiedet sich Parlamentspräsident Norbert Lammert aus dem Bundestag. Wohl nicht ohne eine Warnung vor den Populisten der AfD.

Bundestagspräsident Norbert Lammert
DPA

Bundestagspräsident Norbert Lammert


Einmal tritt Norbert Lammert (CDU) noch als Bundestagspräsident im Bundestag auf - nicht, ohne seinen Kollegen noch ein paar Dinge mit auf den Weg zu geben.

Bei seiner Abschiedsrede während seiner letzten Sitzung am Dienstag wolle er vortragen, was er sich vom künftigen Parlament wünsche, sagte Lammert der "Mitteldeutschen Zeitung".

Der langjährige Bundestagspräsident bereut seine Entscheidung zum Rückzug nach eigenen Angaben nicht: "Ich habe mir das lange sorgfältig überlegt und mich zu keinem Zeitpunkt verunsichert gefühlt, dass es die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt war." Er wolle sich "ordentlich" verabschieden, sagte er. "Und dann ist es gut."

Es wird erwartet, dass sich der 68-Jährige auch zur Rolle der rechtspopulistischen AfDäußere, schrieb die MZ.

Der 68-jährige Lammert tritt bei der Bundestagswahl am 24. September nicht noch einmal an. Auf seine Initiative hin war die Geschäftsordnung des Bundestags so geändert worden, dass kein AfD-Politiker Alterspräsident werden und die Eröffnungsrede halten kann.

Fotostrecke

15  Bilder
Abschied aus dem Bundestag: Sie kommen nicht wieder

Alterspräsident wird nach der Neuregelung künftig nicht mehr der älteste Abgeordnete im neu gewählten Bundestag, sondern der mit der längsten Parlaments-Zugehörigkeit. Die Unionsfraktion hatte dem Bundestagspräsidenten, der seit 2005 amtiert, am Montag zum Abschied eine der Deutschland-Fahnen geschenkt, die über dem Reichstagsgebäude wehen.

aev/AFP

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.