Auto eines Polen angezündet NPD-Politiker wegen Brandanschlags verhaftet

Gegen einen Lokalpolitiker der NPD aus Brandenburg wurde Haftbefehl erlassen. Er soll zusammen mit zwei anderen das Auto eines Polen angezündet haben.


In Karlsruhe wird über ein Verbot der NPD verhandelt - ein Lokalpolitiker der rechtsextremen Partei ist nun wegen eines fremdenfeindlichen Brandanschlags auf das Auto eines Polen festgenommen worden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, vollstreckten Ermittler am Dienstag im Zuge von sechs Hausdurchsuchungen Haftbefehle gegen einen 29-jährigen Mann und eine 22 Jahre alte Frau. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa und der "Potsdamer Neuesten Nachrichten" handelt es sich bei dem Mann um den NPD-Stadtverordneten Maik S. aus Nauen bei Berlin.

Bei den Durchsuchungen wurden unter anderem Laptops, Handys, Datenträger, Videokameras und schriftliche Unterlagen beschlagnahmt. "Weiterhin stellten die Fahnder mehrere Tonträger mit rechtsextremistischem Liedgut sicher", sagte ein Polizeisprecher. Ein weiterer, 28 Jahre alter Tatverdächtiger wurde bei den Durchsuchungen nicht angetroffen.

Die drei Beschuldigten sollen im Mai 2015 aus fremdenfeindlichen Motiven den Wagen eines Polen angezündet haben. Das Auto war zu diesem Zeitpunkt vor einem Wohnhaus in Nauen abgestellt. "Die Spurensicherung ergab, dass der Brand mit Brandbeschleuniger verursacht worden war", so der Sprecher.

anr/dpa

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