NRW-Ministerpräsident Laschet lenkt im Streit um das Sozialticket ein

Mit dem Plan, das Sozialticket in NRW streichen zu wollen, löste die schwarz-gelbe Regierung heftige Kritik aus. Nun reagiert Ministerpräsident Armin Laschet.

Armin Laschet
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Die Kritik wurde offenbar zu groß: Armin Laschet hat im Streit um das Sozialticket für Bedürftige im Nahverkehr Gesprächsbereitschaft signalisiert. "Wir werden mit den Verkehrsverbünden reden und eine sozialverträgliche Lösung finden", sagte Laschet im Interview mit der "WAZ". Er betonte, dass er die Kritik sehr ernst nehme.

Landesverkehrsminister Hendrik Wüst von der CDU hatte in der vergangenen Woche im Landtag angekündigt, die Zuschüsse ab 2020 für ein Sozialticket über jährlich 40 Millionen Euro komplett streichen zu wollen. Die Reaktionen fielen zum Teil heftig aus. Vor allem Kommunen und Sozialverbände kritisierten das Vorhaben.

"Mobilität und Teilhabe sind wichtig, deshalb sind vergünstigte Ticket-Angebote für Bedürftige richtig", sagte Laschet. Es gehe der Landesregierung um die systematische Frage, welche Rolle übrige Sozialleistungen spielen sollten. "Eigentlich müssen die Kosten für Mobilität Teil des Hartz IV-Satzes sein, landesweit und gerecht", sagte der Ministerpräsident zur "WAZ".

bam



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