NRW: Laumann gewinnt Kampfabstimmung um CDU-Fraktionsvorsitz

Es war eine knappe Entscheidung: Bei der Kampfabstimmung um den CDU-Fraktionsvorsitz in NRW konnte sich Landesarbeitsminister Laumann gegen mit 34 zu 32 Stimmen gegen seinen Rivalen Laschet durchsetzen. Ex-Landesschef Rüttgers will trotzdem ein "Signal der Geschlossenheit" erkennen.

Laumann (rechts), Laschet: Gewinner steht Rüttgers nahe Zur Großansicht
dpa

Laumann (rechts), Laschet: Gewinner steht Rüttgers nahe

Düsseldorf - Enges Votum im Düsseldorfer Landtag: Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann wurde zum neuen Vorsitzenden der CDU-Fraktion gewählt. Laumann setzte sich in einer Kampfabstimmung knapp gegen seinen Parteikollegen, Integrationsminister Armin Laschet, durch. Für Laumann stimmten 34 Abgeordnete, Laschet erhielt 32 Stimmen. Einer der 67 CDU-Abgeordneten im Landtag enthielt sich der Stimme.

Der geschäftsführende nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers wertete das Wahlergebnis als "Signal der Geschlossenheit" und auch als "Signal der Zusammenarbeit". Die CDU-Landtagsfraktion gehe "gestärkt in die parlamentarische Arbeit".

Der 52-jährige Laumann ist auch Bundesvorsitzender der Christlich- Demokratischen Arbeitnehmerschaft, dem Arbeitnehmerflügel der CDU. Politisch steht er Rüttgers nahe. Vor seiner Wahl hatte er sich dafür ausgesprochen, das Erbe der Regierung Rüttgers zu bewahren. Rüttgers selbst will sich nach der Niederlage bei der Landtagswahl vom 9. Mai von seinen politischen Ämtern zurückziehen.

Laumann ist gelernter Maschinenschlosser und stammt von einem Bauernhof im Münsterland. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Das Amt des NRW-Arbeitsministers hatte er nach der Landtagswahl vor fünf Jahren übernommen. Zuvor war er Bundestagsabgeordneter.

anr/apn/dpa

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Forum - Minderheitsregierung - stabile Perspektive für NRW?
insgesamt 4615 Beiträge
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1.
Kontrastprogramm 17.06.2010
Zitat von sysopWochenlang stritten die Parteien, tagelang gab es Druck auf Landes-Parteichefin Kraft - jetzt hat sich die SPD in Nordrhein-Westfalen entschieden: Sie will doch eine Minderheitsregierung mit den Grünen bilden. Eine gute Perspektive für das Bundesland?
Natürlich nicht. Sobald Rot-Grün nicht so will wie die knallrote Chaotentruppe, werden wir mit dem Schauspiel unterhalten wie "der Schwanz mit dem Hund wedelt"! Dümmer geht´s nimmer.
2. Vielleicht
Klaus.G 17.06.2010
Zitat von sysopWochenlang stritten die Parteien, tagelang gab es Druck auf Landes-Parteichefin Kraft - jetzt hat sich die SPD in Nordrhein-Westfalen entschieden: Sie will doch eine Minderheitsregierung mit den Grünen bilden. Eine gute Perspektive für das Bundesland?
sollten die SPD und die Grünen es gemeinsam probieren. Da erwarte ich aber wieder mehr soziale Gerechtigkeit und einen ökologischen Umbau der Gesellschaft!
3. Ypsilanti reloaded
T. Wagner 17.06.2010
Der NRW-SPD fehlen eindeutig die "Seeheimer", die von der Partei Schaden abwenden. Offenbar war Frau Kraft in ihrem Bestreben Ministerpräsidentin zu werden, nicht zu stoppen. Rüttgers & Co. können nun schmunzelnd zusehen, wie sich die neue Regierung nach und nach selbst demontiert.
4.
Münchner 17.06.2010
Zitat von sysopWochenlang stritten die Parteien, tagelang gab es Druck auf Landes-Parteichefin Kraft - jetzt hat sich die SPD in Nordrhein-Westfalen entschieden: Sie will doch eine Minderheitsregierung mit den Grünen bilden. Eine gute Perspektive für das Bundesland?
Man wird sehen, ob Kraft gewählt wird. 5 bis 6 Männer aus der SPD die lieber Rättgers wählen sind locker drin. Falls es gelingt ist Hannelore MP auf Abruf. Sptästens wenn der Haushalt für 2011 aufgestellt werden soll gibt es Neuwahlen und danach wieder schwatz-geld. Wie groß auch immer die Not für Merkelwelle und Rüttgers ist - Die Rettung durch die SPD und Grüne naht.
5. Ein guter Tag für NRW
Klaus.G 17.06.2010
und für Deutschland wenn die SPD und die Grünen wieder was zu sagen haben, wenn auch mit Einschränkungen. Jetzt gilt es harten Widerstand gegen den Sozialabbau der Bundesregierung zu leisten. Und dafür ist rot-grün allemal besser als schwarz-rot oder die Ampel. Außerdem ist eine Neuwahl eine Zumutung für den Wähler. Besser rot-grün mit parlamentarischer Unterstützung der Linken!
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