NSA-Ausschuss Handy des Vorsitzenden womöglich ausgespäht

Spionageverdacht beim NSA-Spionageausschuss: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik prüft das Krypto-Handy des Vorsitzenden Sensburg.

Vorsitzender des NSA-Ausschusses Sensburg (Archiv): Ausgespäht?
DPA

Vorsitzender des NSA-Ausschusses Sensburg (Archiv): Ausgespäht?


Berlin - Der Untersuchungsausschuss des Bundestages zur Überwachungspraxis von Nachrichtendiensten wurde einem Zeitungsbericht zufolge möglicherweise ausgespäht. Wie die Zeitung "Die Welt" berichtet, besteht der Verdacht, dass das Krypto-Handy zur verschlüsselten Kommunikation des Ausschussvorsitzenden Patrick Sensburg gehackt wurde. Das Gerät werde deshalb beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn überprüft.

Dem Bericht zufolge soll Sensburg im Februar eine Funktionsstörung bei seinem Blackberry Z30 festgestellt haben. Daraufhin habe die Bundestagsverwaltung das Gerät in einem verplombten Behälter durch einen Paketdienst zur Überprüfung ans BSI in Bonn geschickt. Der verplombte Transportbehälter sei dort allerdings geöffnet eingetroffen. Zudem habe man festgestellt, dass das Handy offensichtlich zwischenzeitlich herausgenommen worden war. Die Bundestagsverwaltung habe wegen des Öffnens eine Anzeige gegen unbekannt gestellt.

Der Untersuchungsausschuss, der nach dem Skandal um die Abhörpraxis des US-Geheimdienstes NSA eingerichtet worden war, soll die Arbeit von Nachrichtendiensten im In- und Ausland beleuchten.

loe/dpa

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 19 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
brille000 04.03.2015
1. Wieder 'ne Lachnummer ...
"das Gerät in einem verplombten Behälter durch einen Paketdienst ..." - und dann war keine Verplombung mehr da und das Hany war zwischenzeitlich herausgenommen worden. Was war denn das für ein Paketdienst? Wen will man denn jetzt durch diese Anzeige kriegen? Es ist doch immer eine Frage nach dem Motiv. Wer hatte denn ein Interesse an diverse Informationen zu kommen? Wer hat denn dann auch die Möglichkeiten dazu und wer ist gleichsam zu dämlich, entsprechende Spuren zu verwischen? Das kann doch eigentlich nur der Verfassungsschutz sein. Na gut, vielleicht auch der BND oder die NSA, denn denen ist's so ziemlich egal, ob das rauskommt. Ich frage mich nur, was für Trolle da in der Bundestagsverwaltung tätig sind. Traurig.
genugistgenug 04.03.2015
2. was für eine Überraschung
wann kapieren diese Abgeordneten endlich, dass der Bundestag kein eigenes Telefonnetz betreibt? Außerdem haben die doch selbst beschlossen, dass die Provider extra für die Geheimdienste spezielle Zugangsleitungen schalten müssen. Wo ist hier also die Überraschung? Außerdem wieso soll es denen anders gehen wie den 80 Mio. anderer Bürger? Natürlich stellt sich die Grundsatzfrage 'Wer will solche Leute abhören und was soll das bringen, außer gähnender Langeweile?'
daten.waesche@gmail.com 04.03.2015
3. Bedrohung durch eine unsichtbare Kraft
Nicht die Überwacher sind die Bösen, es ist das, was wir nicht sein dürfen. 80 Milliarden Datensätze jedes Jahr an die NSA haben nur ein Ziel S C H W A R M E R K E N N U N G. Der zauberhafte Begriff der 90er Schwarmintelligenz wandelt sich gerade um zu Enemy One. Was nicht in die schönen Schubladen der Vernunft passt, sucht sich einen Weg über den Schwarm und der Schwarm ist total irrational. In ihm sammelt sich all das was die Maschinenwelt verdrängt, verbietet und entsorgt. Es kann niemals eine schöne neue Welt geben. Wir leben auf diesem Planeten und der hat Tag und Nacht ein Ying und Yang. Yang alleine kann sich zwar Anerkennung und Rechte erschleichen, aber das Ying in ewiges Schweigen gehüllt wird uns das Fürchten lehren. IS ist Schwarm, Pegida ist Schwarm etc etc etc
The Restless 04.03.2015
4.
Das Geraet ist also unverplombt eingetroffen. Das deutet darauf hin, dass man gar nicht erst versucht hat, den Eingriff zu verschleiern. Man will offenbar klar und deutlich mitteilen: Egal, was Du auch anstellst, wir kriegen Deine Daten. 1998 wurde der Hacker "Tron", nachdem er im Rahmen seiner Diplomarbeit ein abhoersicheres Telefon entworfen hatte, erhaengt an einem Baum aufgefunden. Er hing an einem Guertel, der ihm nicht gehoerte und der ihm viel zu weit war - auch hier wollte jemand mitteilen, dass er zu weit gegangen war. Die Staatsanwaltschaft bestand auf Selbstmord und stellte das Verfahren ein.
kabian 04.03.2015
5. Dilettantisch
Na, wer hätte das gedacht das sich die bösen Jungs von einer Plombe nicht aufhalten lassen. Der Verdacht liegt natürlich nahe das es sich dabei um einen deutschen Geheimdienst handelt der dem NSA zuarbeitet. Korrekterweise muss ich hier noch schreiben das es sich ja auch um den KGB , eine chinesische oder afrikanische Organisation handeln könnte. Schließlich wird heutzutage in einer Welt, wo Regimekritiker umgebracht, Zivilflugzeuge abgeschossen und Länder überfallen werden, alles dafür getan eine Scheinwelt zu erzeugen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.