Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart: Grüner Kuhn liegt in Führung

Bei der Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt in Stuttgart deutet sich ein Sieg für Fritz Kuhn an. Nach der Auszählung von rund der Hälfte der Wahlbezirke hat der Grüne die Nase vorn. Er brachte es bisher auf 51,3 Prozent der Stimmen, sein parteiloser Konkurrent Sebastian Turner auf 46,9 Prozent.

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Grünen-Mann Kuhn: Favorit im Rennen um den Chefsessel

Stuttgart - Bei der Stuttgarter Oberbürgermeisterwahl könnte schon bald das Ergebnis feststehen: Der Grünen-Politiker Fritz Kuhn liegt nach Auszählung von 215 der 433 Wahlbezirke mit 51,3 Prozent der Stimmen vorn. Sein schärfster Konkurrent Sebastian Turner (parteilos), der von CDU, FDP und Freien Wählern unterstützt wird, lag bei der Neuwahl am Sonntag bei 46,9 Prozent.

Sollten sich dieser Trend fortsetzen, wäre Stuttgart die erste Landeshauptstadt mit einem Grünen-Politiker im Chefsessel. Rund 415.000 wahlberechtigte Stuttgarter waren aufgerufen, den Nachfolger von Amtsinhaber Wolfgang Schuster (CDU) zu bestimmen, der seinen Posten am 6. Januar 2013 abgibt.

Die entscheidende Runde der Oberbürgermeisterwahl hat mehr Bürger an die Urnen gelockt als der erste Wahlgang vor zwei Wochen: Bis eine Stunde vor Abstimmungsende lag die Beteiligung - inklusive Briefwahl - bei 45,7 Prozent der 413.000 Wahlberechtigten, wie Stadtsprecher Sven Matis sagte. Zwei Wochen zuvor hatten zum gleichen Zeitpunkt 44,8 Prozent ihr Kreuzchen gemacht. Die Wahlbeteiligung lag dann insgesamt bei 46,7 Prozent.

Aus dem ersten Wahlgang war Kuhn als Favorit hervorgegangen. In der ersten Runde hatte er 36,5 Prozent der Stimmen erreicht, zwei Prozentpunkte mehr als Turner, der von der CDU nominiert wurde und von FDP sowie Freien Wählern unterstützt wird. Beim zweiten Wahlgang reicht die einfache Mehrheit für den Sieg. Insgesamt stellten sich neun Bewerber zur Wahl.

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siu/dpa/dapd

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insgesamt 5 Beiträge
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1. Hey SPON, ihr wart auch schon mal schneller unterwegs...
hanfbauer2 21.10.2012
18:41 aus der Stuttgarter Zeitung: Fritz Kuhn setzt sich weiter ab: er führt nun mit 52,2 Prozent vor Sebastian Turner, der 45,9 Prozent der Stimmen hat. Ausgezählt sind 352 der 433 Wahlbezirke.
2. kein Titel!
friedrich_eckard 21.10.2012
Der Ordnung halber: ein Vorsprung von vier oder auch sechs % ist nicht knapp, sondern sehr komfortabel. Es genügt in diesem 2.Wahlgang nämlich die *einfache* Mehrheit, und es sind noch weitere sieben - chancenlose - Bewerber im Rennen, die aber trotzdem auch noch einige % der Stimmen auf sich ziehen. Kuhn hätte aber nach derzeitigem Auszählungsstand sogar die *absolute* Mehrheit.
3. Der Schwabe ist langmütig,
Questions 21.10.2012
aber wenn es ihm zu viel wird, wirder nachdrücklich. Als vor 2 Jahren hunderttausend auf den Demos waren,, spürte jeder, der es wissen wollte, den alten Slogan: "Wir kriegen Euch Alle". Damals wurde versucht, druch zu regieren. Erfolg? BW fiel an Grün. Und die CDU - nix gelernt. Jetzt werden schicht um Schicht die rottenden Vetterlesspätzles ans Tageslicht gehievt. CDU-Konsequenz: Merkel unterstützt ein Lügenwahlkampf des Herrn Turner. Wie kann man nur so blöd sein, einer im politischen Streit gereiften Bürgerschaft so offensichtliche Unwahrheiten aufzutischen? Ergo - Stuttgart wird grün! Hoffen wir, daß die Zeit reicht, den schwarzen Filz auszurüuchern, damit ein neuer Anfang gemacht werden kann!
4. So knappe 6 Prozent Vorsprung schaffen eine echte Spannung in diesem Wahlkrimi
neanderspezi 21.10.2012
Also das ist mal ein knappes Ergebnis, nach der Auszählung von über 80% der Wahlbezirke liegt der Grüne Kuhn nur um ca. 6% mehr an Stimmen vor seinem Rivalen Turner. Das sollte doch für einen Privatmann Turner unter Beachtung seiner Kompetenzen ein Klacks sein, das Resultat noch umzukippen, besonders wenn man berücksichtigt welche Parteien seinen Wahlkampf unterstützt haben, wobei sogar die höchste politische Führungskraft sich für ihn ins Zeug legte. Nein, das sind die Stuttgarter ihrer Stadt schuldig, dass sie jetzt keine Vergangenheitsbewältigung betreiben, sondern frohen Mutes sich in ihrer Landesmetropole einer neuen schwarzgelben Führung unterstellen, wobei diese sogar nur aus dem Hintergrund ihre Fäden zu ziehen vorhatte.
5. Muttidämmerung
rabenkrähe 21.10.2012
Zitat von sysopWie erwartet ist die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Stuttgart ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach der Auszählung der ersten Wahlbezirke hat Fritz Kuhn die Nase vorn. Der Grüne brachte es bisher auf 51,3 Prozent der Stimmen, sein parteiloser Konkurrent Sebastian Turner auf 46,9 Prozent. Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart: Kuhn liegt bei Hochrechnungen vorn - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/oberbuergermeisterwahl-in-stuttgart-kuhn-liegt-bei-hochrechnungen-vorn-a-862564.html)
......... Welch Signal. Selbst in den Städten und Kommunen können jetzt ganz andere Bürgermeister werden, als jene, denen die "Volksparteien" alles zuschanzten. rabenkrähe
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