Flüchtlinge in München CSU will die Oktoberfestung

Horst Seehofer fordert, dass weniger Flüchtlinge nach München kommen - wenigstens während des Oktoberfestes. Sein Innenminister Herrmann sekundiert: Asylsuchende muslimischen Glaubens seien den Umgang mit Besoffenen nicht gewohnt.

Seehofer: Freude über Grenzkontrollen
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Seehofer: Freude über Grenzkontrollen


Deutschland führt wieder Grenzkontrollen ein, die CSU freut sich, allen voran Parteichef Horst Seehofer. Der bayerische Ministerpräsident nimmt für sich sogar in Anspruch, die Entscheidung der Bundesregierung gehe auf seine Initiative zurück. Er habe schon immer gesagt, dass man nicht einfach alle Flüchtlinge aufnehmen könne.

Außerdem sagte er wörtlich: "Ich habe heute gebeten, dass wir für die 14 Tage des Oktoberfestes in geeigneter Form Vorsorge treffen, dass München nicht dieser Anlaufpunkt bleibt, wie er zur Zeit ist." Das löste einige Empörung aus, bei Twitter sammelt sich die Kritik unter dem Hashtag #Oktoberfestung.

Seehofers Innenminister Joachim Herrmann ergänzte: Eine Umgehung Münchens sei notwendig. Denn: "Insbesondere Asylsuchende aus muslimischen Ländern sind Begegnungen mit massiv alkoholisierten Menschen in der Öffentlichkeit nicht gewohnt."

otr/Reuters

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