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Parteigeschichte: Grüne ließen Einfluss von Pädophilen zu

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Wie intensiv nahmen Pädophile Einfluss auf das Programm der Grünen? Die Göttinger Parteienforscher um Franz Walter haben dazu nun einen Zwischenbericht vorgelegt. Ergebnis: Bis Mitte der achtziger Jahre genossen die Aktivisten breite Unterstützung in der Ökopartei.

Hamburg/Berlin - Es sind wirre Positionen, die einen heute, 30 Jahre danach, erschauern lassen. Die "Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule, Transsexuelle und Päderasten" der Grünen vertrat Mitte der achtziger Jahren explizit die Haltung, dass Sex mit Kindern straffrei gestellt werden müsse. Und das nicht nur, wenn er vermeintlich einvernehmlich sei.

Ein Vertreter der Mehrheit der BAG SchwuP, wie die Arbeitsgemeinschaft abgekürzt hieß, vertrat sogar die Auffassung, dass ein Einvernehmen vorläge, selbst wenn das Kind eine Ablehnung signalisiere - verbal wie non-verbal. "Gerechtfertigt werden soll dies damit, dass diese (jungen) Menschen gar nicht beurteilen bzw. wissen könnten, dass ihnen das zunächst abgelehnte Verhalten gut tun bzw. angenehm sein könnte."

Diesen Satz zitieren die Göttinger Parteienforscher um Franz Walter aus einem Protokoll der BAG SchwuP von 1984. Der Fund zeigt die wahren Absichten der Pädophilen bei den Grünen: Den Aktivisten ging es stets nur scheinbar um die Interessen der Kinder, in Wahrheit übertrugen sie ihre eigenen sexuellen Wünsche und Neigungen auf Minderjährige.

Seit einem halben Jahr untersuchen die Göttinger im Auftrag der Grünen die "Pädophiliedebatte im programmatischen und gesellschaftlichen Kontext". Dazu haben sie nun einen Zwischenbericht veröffentlicht, die abschließende Studie soll Ende 2014 erscheinen.

Für die Grünen war die Aufarbeitung der Parteigeschichte im Wahljahr eine heikle Angelegenheit. Darauf verweisen auch die Parteienforscher. In ihrer Einleitung schreiben sie, die Forschung finde "unter erschwerten Bedingungen" statt. So habe der Auftraggeber natürlich ein Interesse an einer günstigen Darstellung, der politische Gegner wünsche sich dagegen möglichst viele diskreditierende Details. Man habe indes vertraglich mit den Grünen vereinbart, dass diese "zu keinem Zeitpunkt auf unsere Vorgehensweise, unsere Arbeit oder unsere Forschungsfragen Einfluss" nehmen. Und weiter: "Wir legen fest, was wir wann und wie publizieren."

Wahlkampf mit pro-pädophilen Positionen

In ihrem Zwischenbericht beschreiben die Göttinger Forscher, wie pädophile Positionen 1980 in das erste Grundsatzprogramm der Grünen gelangten, und wie Landes- und Regionalverbände diese Forderungen aufgegriffen haben. Konkret ging es um die Paragrafen 174 und 176 des Strafgesetzbuchs. Diese sollten so geändert werden, dass nur noch gewaltsamer Missbrauch von Kindern zu bestrafen sei. Dadurch wäre das generelle Verbot von Sex mit Kindern ausgehöhlt worden. Beim politischen Gegner wie auch in den Medien löste der Beschluss damals erstaunlicherweise kaum Reaktionen aus.

Die Autoren der Studie warnen die Grünen jedoch davor, so zu tun, als sei ihnen da was "durchgerutscht". So finde sich ein Fall, "der darauf hindeutet, dass die Grünen solche Programmpassagen im Wahlkampf sogar bewusst eingesetzt haben": Im Hamburger Bürgerschaftswahlkampf 1982 fragten Homosexuelle nach Paragraf 175 des Strafgesetzbuches, der Schwule und Lesben diskriminierte. Im Bericht heißt es dazu: "Ungefragt antworteten die Grünen auch noch zu den Paragrafen 174 und 176 und legten ihre Position dar, einvernehmliche sexuelle Beziehungen nicht unter Strafe zu stellen."

Offenkundig eigneten sich die pro-pädophilen Beschlüsse aus Sicht einiger Parteistrategen durchaus, um Wählerstimmen zu gewinnen.

Bislang hat das 13-köpfige Team rund um Franz Walter hauptsächlich Archivmaterial und Sekundärliteratur gesichtet, dabei wurde vor allem in den Archiven der grünen Partei, aber auch bei anderen Parteien und Organisationen, gesucht. Auch Archive, die sich mit der Geschichte der Homosexuellen befassen, wurden in die Recherche einbezogen, da die Schwulenbewegung damals eine zentrale Rolle in der Durchsetzung pädophiler Forderungen spielte.

"Trauma der einen, Amnesie der anderen"

Nach diesen ersten Schritten sollen fortan auch Zeitzeugen gehört und befragt werden, wobei man sich bewusst sei, dass die Zeitzeugen, die heute häufig noch aktiv sein, auch die gegenwärtige Erinnerung beeinflussen.

Die Forscher richten abschließend einen Appell an die Grünen, sich zu erinnern, "auch wenn es qualvoll und 'elektoral abträglich' sein mag".

Die Grünen seien zwar weder der erste noch der einzige Ansprechpartner für pädophile Aktivisten gewesen. "Aufgrund ihrer organisationsstrukturellen und kulturellen Eigenschaft" habe die Partei aber einen "besonderen Resonanzboden für Anliegen von Randgruppen" geboten. So sei es pro-pädophilen Kräften über mehrere Jahre möglich gewesen, ihre Ansichten bei den Grünen einzubringen.

Am Ende des Berichts richten die Autoren dann noch eine deutliche Warnung an alle, die die Fehltritte der Vergangenheit herunterspielen oder abstreiten wollen. Das stehe im starken Kontrast zum lebenslangen Leid der Opfer. Und damit, so die mahnenden Worte der Forscher, treffe "das Trauma der einen auf die Amnesie der anderen".

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 35 Beiträge
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1. dümmste Gedanken
alter.knochen 16.12.2013
Kindersex und das Mitte der 80er? So etwas gab es nicht mal unter verträumten Kiffern der Flower-Power-Zeit (Gott sei Dank nicht). Klar geht Mann auch mit seinem Baby mal in die Badewanne, doch das hört doch hoffentlich ab der Zeit wo das Kind bestimmte Fragen stellt, sich also Gedanken dazu macht auf! Pädophile sind Schwerverbrecher und als solche zu behandeln.
2.
Olaf 16.12.2013
Zitat von sysopWie intensiv nahmen Pädophile Einfluss auf das Programm der Grünen? Die Göttinger Parteienforscher um Franz Walter haben dazu nun einen Zwischenbericht vorgelegt. Ergebnis: Bis Mitte der achtziger Jahre genossen die Aktivisten breite Unterstützung in der Ökopartei. Pädophilie-Debatte: Parteienforscher legen Zwischenbericht vor - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/paedophilie-debatte-parteienforscher-legen-zwischenbericht-vor-a-939319.html)
Es gibt wohl kaum eine andere Partei die so gerne und viel über Moral redet und doch so wenig davon versteht, wie die Grünen.
3. Amnesie?
narzissenfee999 16.12.2013
Mich wundert es, dass diejenigen der politisch aktiven Grünen, die älter sind als ich, sich nicht mehr an diese Positionen erinnern können. Ich kann das gut und für mich war das damals ein Grund. die Grünen bei Wahlentscheidungen gar nicht mehr in Betracht zu ziehen - bis heute.
4. Und
jokohu 16.12.2013
Zitat von sysopWie intensiv nahmen Pädophile Einfluss auf das Programm der Grünen? Die Göttinger Parteienforscher um Franz Walter haben dazu nun einen Zwischenbericht vorgelegt. Ergebnis: Bis Mitte der achtziger Jahre genossen die Aktivisten breite Unterstützung in der Ökopartei. Pädophilie-Debatte: Parteienforscher legen Zwischenbericht vor - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/paedophilie-debatte-parteienforscher-legen-zwischenbericht-vor-a-939319.html)
das auch noch gegen den Willen von Kindern und Jugendlichen. Dazu ist schon wieder blabla zu lesen: Die damalige Zeit, sexuelle Befreiung (!!!), gesellschaftliche Bestrebungen usw. Dabei gibt es dafür nur ein Wort: Verbrecher!
5. Ideologie wird immer von Abgründen begleitet
szeltolo 16.12.2013
Hier stolpern die Grünen berechtigt über die Tatsache, dass sie ideologische Aspekte über den Menschen und dessen Bedürfnisse nach Unversehrtheit, Menschenwürde und Wertschätzung gestellt haben! Gottseidank wurde das endlich bemerkt.
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