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Gründung der "Wahlalternative 2013": CDU verliert Politiker an Freie Wähler

Sie sind vom Euro-Kurs der Kanzlerin enttäuscht und wenden sich von ihrer Partei ab: CDU-Politiker haben nach einem Zeitungsbericht die "Wahlalternative 2013" gegründet. Die Gruppe will sich bei der Bundestagswahl den Freien Wählern anschließen.

Kanzlerin Merkel: CDUler kehren der Partei den Rücken Zur Großansicht
dapd

Kanzlerin Merkel: CDUler kehren der Partei den Rücken

Berlin - Der Kurs in der Euro-Krise von Kanzlerin Angela Merkel hat zu Entfremdungserscheinungen in der eigenen Partei geführt: Nach einem Bericht der "Welt" hat sich aus den Reihen der CDU eine "Wahlalternative 2013" gebildet. Die Zeitung berichtet, zur Gründung hätten der frühere Staatssekretär und Zeitungsherausgeber Alexander Gauland, der Hochschullehrer Bernd Lucke, das Bundesvorstandsmitglied der CDU-Mittelstandsvereinigung, Gerd Robanus, und der Journalist Konrad Adam aufgerufen. Die Wahlalternative sei keine Partei, sondern werde sich bei der Bundestagswahl den Freien Wählern anschließen.

Lucke sagte, er sei nach 33 Jahren aus Enttäuschung über die Euro-Politik aus der CDU ausgetreten. "Wir haben inzwischen über 3000 Unterstützer", sagte er. Unter ihnen sei der frühere BDI-Chef Hans-Olaf Henkel. Dieser unterstützt bereits die Freien Wähler.

Gauland wirft den etablierten Parteien vor, sie fürchteten sich, antieuropäisch oder deutsch-national zu erscheinen. "Wir sind unfähig, nationale Interessen zu formulieren", sagte er der "Welt". Auch in der CDU sehe er keine Möglichkeit, das Thema Geldrettung statt Euro-Rettung voranzubringen. Gauland hatte bereits zuvor kritisiert, dass der CDU das konservative Profil verlorengegangen sei. Der Politiker Robanus sagte dem Blatt: "Ich kann den Weg der CDU-Bundesspitze nicht mehr mittragen." Seine Aktivitäten in der CDU ruhten.

Die Freien Wähler haben in Bayern bei der Landtagswahl 2008 mehr als zehn Prozent der Stimmen bekommen. Erstmals zieht die Partei jetzt in den Wahlkampf für den Bundestag. Wie groß das Potential der Freien Wähler auf Bundesebene ist, ist schwer einzuschätzen - kürzlich ergab eine Forsa-Umfrage, dass sich ein Viertel der Deutschen vorstellen könnte, die Partei zu wählen.

anr/dapd

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insgesamt 153 Beiträge
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1. Das wurde auch Zeit! Das LINKE-Partei Syndrom erreicht die CDU
cheechago 04.10.2012
Ohne Ecken und Kanten konnte man die CDU als schwarzlackierte SPD sehen. Man kann die Gründer nur beglückwünschen zu ihrem Schritt.
2. Endlich
moe.dahool 04.10.2012
...wird auch mal rechts geklaut, nun wird es endlich etwas spannender :P
3. Könnte ich mir auch vorstellen
Fricklerzzz 04.10.2012
Denn ich finde auch, das nationale Interessen für Nationen das angemessene sind. Bei den vereinigten Staaten von Europa können wir nur verlieren, schon gerade wenn wir nicht auch unsere eigenen Interessen vertreten. Zeigen wir aber nur Ansätze, werden unsere Politiker in den EU-Zeitungen mit Nazi-Emblemen ausgestattet. Fricklerzzz
4. Also,
mallorcafan 04.10.2012
Zitat von sysopdapdSie sind vom Euro-Kurs der Kanzlerin enttäuscht und wenden sich von ihrer Partei ab: CDU-Politiker haben nach einem Zeitungsbericht die "Wahlalternative 2013" gegründet. Die Gruppe will sich bei der Bundestagswahl den Freien Wählern anschließen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/parteiprofil-cdu-verliert-politiker-an-freie-waehler-a-859380.html
meine Stimme haben die Freien Wähler sicher. Endlich kann man zuversichtlich der Bundestagswahl entgegensehen.
5. Das ist eine
beobachter999 04.10.2012
Zitat von cheechagoOhne Ecken und Kanten konnte man die CDU als schwarzlackierte SPD sehen. Man kann die Gründer nur beglückwünschen zu ihrem Schritt.
interessante Aussage. Aus dem gleichen Grund, wenn auch mit anderen Vorzeichen, verliert die SPD Anhänger.
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