Verdacht auf Körperverletzung Ermittlungsverfahren gegen CDU-Politiker Sensburg eingeleitet

Der CDU-Politiker Patrick Sensburg gerät ins Visier der Strafverfolger: Die Berliner Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Vorsitzenden des NSA-Untersuchungsausschusses eröffnet.

CDU-Politiker Sensburg: Anzeige der Freundin
DPA

CDU-Politiker Sensburg: Anzeige der Freundin


Berlin - Es geht um den Verdacht der gefährlichen Körperverletzung: Die Berliner Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Vorsitzenden des NSA-Untersuchungsausschusses im Bundestag, Patrick Sensburg (CDU), eingeleitet.

Das bestätigte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Dienstag SPIEGEL ONLINE. Zuvor sei der Deutsche Bundestag von der Strafverfolgungsbehörde fristgerecht über die beabsichtige Eröffnung des Ermittlungsverfahrens informiert worden, so Steltner.

Der CDU-Politiker war von seiner Freundin nach einem Streit im Dezember angezeigt worden, die Frau hatte die Anzeige aber später zurückgezogen. Sensburg hatte Anfang Januar in der "Bild am Sonntag" eingeräumt, dass er bei dem Streit etwas "rabiat" vorgegangen sei. Zuletzt hatte der CDU-Abgeordnete sein Amt als Kreisvorsitzender niedergelegt.

Der Bundestag sei über die Aufnahme von Ermittlungen informiert worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Immunität des Abgeordneten sei bislang nicht aufgehoben worden. Dies sei erst erforderlich, wenn strafprozessuale Maßnahmen wie eine Durchsuchung oder ein Haftbefehl im Raum stünden. Steltner sagte, eine Anzeige könne nicht so einfach zurückgezogen werden. Bei Vorwürfen werde von der Staatsanwaltschaft ermittelt.

mka/dpa



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insgesamt 40 Beiträge
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Seite 1
dr.könig 24.01.2015
1. Gewalt gegen Frauen
findet man öfters bei mehr rechts stehenden Parteien. Dann noch der Druck auf die Frau, die Anzeige zurückzuziehen..... unerträglich. Erstens Sozialarbeit verrichten, zweitens psychatrische Behandlung mit Anti Agressionstraining, drittens ......, viertens... Schlimm, wirklich schlimm. Bewundernswert der Mut der Frau !!
und der Wolf 24.01.2015
2. Klar...
1. Gewalt gegen Frauen ist vollkommen inakzeptabel, der Rücktritt war dringend geboten. 2. inakzeptabel ist genauso, wenn man daraus ein politisches Süppchen kochen will. Wenn man eine Gleichung rechts (seid wann ist die CDU eigentlich eine rechte Partei?) gleich Gewalt gegen Frauen aufmacht, dann bitte aber auch die Gleichung aufmachen: Mitglieder von linken Parteien laden Fotos von nackten Kindern aus dem Netz, nehmen harte Drogen und züchten zu Hause Hanfpflanzen.... Absurd.
derblaueplanet 24.01.2015
3. Man muß sich über die internen Probleme
beim "Spiegel" nicht wundern. Herr Sensburg wird in dem Artikel als CDU-"Kreisvorsitzender" bezeichnet, ohne daß irgendwo der Ort genannt würde, in dem er diese Funktion ausübt. Das berührt journalistische Grundfähigkeiten.
zoonix 24.01.2015
4.
Zitat von dr.königfindet man öfters bei mehr rechts stehenden Parteien. Dann noch der Druck auf die Frau, die Anzeige zurückzuziehen..... unerträglich. Erstens Sozialarbeit verrichten, zweitens psychatrische Behandlung mit Anti Agressionstraining, drittens ......, viertens... Schlimm, wirklich schlimm. Bewundernswert der Mut der Frau !!
Mutige These, können Sie das auch belegen, oder ist das ein "Bauchgefühl"? Gewalt in engen sozialen Beziehungen ist gesellschaftlich in allen Schichten vertreten und übermäßig oft in Familien mit Gewaltpotential der Vorgenerationen oder bestehendem Alkoholmissbrauch. Allerdings ist die Gewalt bei akademisch ausgebildeten Tätern perfider und gehen tiefer! Dieser Mensch hatte allerdings schon als U-Chef bereits deutliche Zeichen gesandt, dass er fragwürdige Vorstellungen von den politisch relevanten Dingen hat, offenbar ist er zudem auch noch gewaltbereit. Als "Schützenvogel" verfügt er auch sicherlich über noch gefährlichere Gegenstände als seinen Fäustchen, die in einer Gewaltsituation sicherlich eine schlimme Eskalation ausgelöst hätten.
axel1958 24.01.2015
5. Wie dämlich ist das denn...
" Gewalt gegen Frauen findet man öfters bei mehr rechts stehenden Parteien". Ja und die Pädophilen finde ich eher bei den Linken....unfassbar...
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