Anti-Islam-Demo in Dresden Geert Wilders kommt zu Pegida

Die Pegida-Bewegung bekommt prominenten Besuch aus den Niederlanden. Der Rechtspopulist und Islamfeind Geert Wilders soll am 13. April in Dresden auftreten.

Rechtspopulist Wilders: Pegida rechnet mit 30.000 Demonstranten
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Rechtspopulist Wilders: Pegida rechnet mit 30.000 Demonstranten


Dresden - Geert Wilders hält den Islam für eine "kranke Ideologie", den Koran würde er in den Niederlanden am besten verbieten. Mit diesen Positionen ist der Rechtspopulist zu einem der bekanntesten Politiker seines Landes geworden. Und zu einem Vorbild für die islamfeindliche Pegida-Bewegung in Dresden.

Nun will Wilders den "Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes" persönlich einen Besuch abstatten. Am 13. April wird der Politiker auf einer Kundgebung in Dresden sprechen.

"Ich unterstütze all diese Menschen, die gegen die Islamisierung Europas protestieren und unsere westliche Kultur und Identität verteidigen", sagte Wilders, der aus Furcht vor Anschlägen von Islamisten seit 2004 unter Polizeischutz steht. Die von ihm gegründete Partei für die Freiheit (PVV) war 2010 bei den Wahlen in den Niederlanden mit Forderungen nach EU-Austritt und Abschied vom Euro erfolgreich. Zuletzt fuhr sie aber nur noch Wahlschlappen ein.

Pegida-Chef Lutz Bachmann bestätigte den Auftritt des Niederländers: "Wir sind sehr glücklich, dass Geert Wilders uns die Ehre erweist, und rechnen für diesen Abend mit 30.000 Teilnehmern", sagte Bachmann.

Pegida geht in der sächsischen Landeshauptstadt seit Mitte Oktober regelmäßig montags auf die Straße. Nach einem Führungsstreit, bei dem sich eine Gruppe um die ehemalige Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel abgespalten hatte, gewinnt die nun wieder von Bachmann geführte Bewegung erneut an Zulauf. Am vergangenen Montag waren laut Polizei knapp 8000 Menschen dem Aufruf zu dem sogenannten Abendspaziergang gefolgt.

syd/dpa

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