Dresden Angriffe auf Journalisten bei Pegida-Kundgebung

Tritte und ein Faustschlag ins Gesicht: Bei einer Kundgebung der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung sind in Dresden zwei Journalisten attackiert worden.


Die Pegida-Bewegungen in Leipzig und Dresden bekommen bei ihren Montagskundgebungen wieder mehr Zulauf. In Dresden agitierten auf dem Theaterplatz vor der Semperoper unter anderem Pegida-Chef Lutz Bachmann und der Schweizer Rechtspopulist Ignaz Bearth gegen Ausländer, Politiker und die sogenannte Lügenpresse. Nach Schätzungen der Gruppe Durchgezählt lag die Teilnehmerzahl im Anschluss an den Demonstrationszug durch die Altstadt zwischen 7000 und 8500.

Nach übereinstimmenden Berichten wurden während der Veranstaltung zwei Journalisten angegriffen. Ein MDR-Mitarbeiter wurde von einem Pegida-Teilnehmer getreten, ein Kollege der "Dresdner Neuesten Nachrichten" bekam einen Schlag ins Gesicht. Die Täter seien anschließend in der johlenden Menge verschwunden. Beide Reporter wollen Anzeige erstatten. Die Polizei nahm nach Angaben eines Behördensprechers Ermittlungen auf.

In Leipzig folgten nach Schätzung von dpa-Reportern am Montagabend etwa 700 Menschen einem Kundgebungsaufruf des Anti-Islam-Bündnisses Legida. Das waren mehr als bei der letzten Demonstration. Ein Statistik-Dozent der Universität Leipzig, der Legida-Veranstaltungen beobachtet, vermerkte etwa 700 Demonstranten.

Zu Gegenkundgebungen fanden sich ebenfalls mehrere Hundert Menschen vorwiegend aus dem linken Lager ein. Zwischenfälle wurden dort nicht gemeldet.

als/dpa

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