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Anti-Islam-Bündnis: Pegida sagt Demonstration wegen Attentatsdrohung ab

Pegida-Demonstration am 12. Januar in Dresden: Nächste Kundgebung abgesagt Zur Großansicht
AFP

Pegida-Demonstration am 12. Januar in Dresden: Nächste Kundgebung abgesagt

Das Anti-Islam-Bündnis Pegida hat seine für diesen Montag geplante Kundgebung in Dresden abgesagt. Angeblich gab es Morddrohungen gegen einen der Organisatoren.

Dresden - Die für Montag angesetzte Pegida -Kundgebung in Dresden muss aus Sicherheitsgründen abgesagt werden. Das teilten die Organisatoren auf ihrer Facebook-Seite mit. Laut Polizei bestehe eine konkrete Bedrohungslage gegen ein Mitglied des Organisationsteams.

"Es gibt Hinweise des Staatsschutzes, dass auf ein Mitglied des Orga-Teams, während der Kundgebung, ein Attentat verübt werden soll", heißt es in einer Mitteilung von Pegida.

Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, soll es sich um Drohungen islamistischer Extremisten gegen Organisator Lutz Bachmann handeln. Hierzu gibt es keine offiziellen Bestätigungen der Sicherheitsbehörden.

Nach Informationen des SPIEGEL hatten ausländische Nachrichtendienste die deutschen Behörden gewarnt, Dschihadisten hätten über Angriffe auf Pegida-Märsche diskutiert. Als mögliche Anschlagsziele wurden auch die Hauptbahnhöfe Berlin und Dresden genannt (mehr zu dem Thema lesen Sie hier und im neuen SPIEGEL).

Pegida organisiert seit Mitte Oktober regelmäßig Demonstrationen gegen eine angebliche Islamisierung des Abendlandes. Am vergangenen Montag nahmen laut Polizei rund 25.000 Menschen an der Demo in Dresden teil.

hut/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 189 Beiträge
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1. Zeitlich passend....
carax 18.01.2015
Ist schon auffallend wie gut das passt. Überall wird gegen Pegida mobil gemacht, was die erneuten Demonstrationen dennoch nicht stoppen konnte und diese nach dem Attentat noch Zulauf verbuchen können. Und nach Wochen kommen nun erst verstärkte Attentatsdrohungen die zur Absage führen? Ein Schelm wer Böses dabei denkt. So kann man der Pegida auch den Wind aus den Segeln nehmen. Dies schreibt nebenbei ein klarer Pegida Gegner!
2. Einknicken vor den islamischen Terroristen?
Jb_007 18.01.2015
Auch wenn man PEGIDA ueberhaupt nicht moegen sollte, wenn der wahre Grund der Absage Drohungen von Islamisten sind, dann sind wir, der Westen, dabei unsere freiheitliche Gesellschaft zerstoeren zu lassen!!
3. Soviel zum Thema Meinungsfreiheit
huntenberg 18.01.2015
Wer jetzt immernoch nicht merkt, dass hier etwas ganz stark schief läuft, wenn man Morddrohungen kriegt, weil man kritisiert, dem ist nicht mehr zu helfen. Jetzt warte ich nur noch auf die Klugen, die schreiben selber schuld, nur weil sie nicht verstehen, dass Meinungsfreiheit in alle Richtungen gehen muss. Ob man das mag oder nicht.
4.
Das Pferd 18.01.2015
OK, das war es wohl mit dem Demonstrationsrecht. Bei aller Hetze, zumindest wurden die Demonstrationen bisher einfach genehmigt. Nicht weil sie wünschenswert oder "hilfreich" waren, sondern weil sie sich innerhalb der verfassungsmässigen Ordnung bewegten. Nun gibt es offenbar eine Über-Justiz in Europa, die Karikaturisten hinrichten oder unliebsame Demonstrationen verhindern kann. Und wir fügen uns.
5.
freigeist69 18.01.2015
Tja, wenn einem sonst nichts mehr einfällt, um die Bewegung aufzuhalten, freut mich das. Das Regime bröckelt immer mehr...
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