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Eklat auf Piratenparteitag: "Ich bin zur AfD gewechselt!"

Piratenfahne: Überraschungen bei der Wahl des neuen Politischen Geschäftsführers Zur Großansicht
AFP

Piratenfahne: Überraschungen bei der Wahl des neuen Politischen Geschäftsführers

Mini-Krimi auf dem Piratenparteitag: Die Wahl des Nachfolgers von Johannes Ponader gestaltet sich kompliziert. Ein Bewerber zog seine Kandidatur spontan zurück, ein anderer warb für die Anti-Euro-Partei AfD und wurde unter Gejohle von der Bühne gejagt.

Da wollte jemand mal den ganz großen Auftritt haben. Der Basispirat Christian Jacken, Kandidat für das freigewordene Amt des Politischen Geschäftsführers bei den Piraten, hat auf offener Bühne für den Übertritt zur AfD geworben. Er sei vor kurzem zur eurokritischen "Alternative für Deutschland" gewechselt, weil er mit dem proeuropäischen Kurs der Piraten nicht zufrieden sei, rief er ins Mikrofon.

Jacken erntete Buhrufe, Gejohle und Pfiffe - auf eine Kandidatenbefragung wollte die Basis verzichten, der Pirat kletterte fluchend von der Bühne. Auf dem Weg durch die Reihen reckte er die Faust nach oben und brüllte mit heiserer Stimme: "Ich mache das, weil ich Pirat bin!"

Einige Piraten reagierten gewohnt rüde: "Kann man den AfD-Troll nachher an der Grillstation zwischen zwei Semmelhälften kaufen? Meine Ratte hat Hunger", twitterte ein Basismitglied. Andere empörten sich darüber, dass jemand seine Kandidatenvorstellung nutze, um für die eurokritische Splitterpartei zu werben. Die Piratenpartei akzeptiert als einzige bundesweit relevante Partei Doppelmitgliedschaften.

Für eine weitere Überraschung sorgte der bayerische Pirat Andreas Popp. Er zog seine Bewerbung gleich ganz zurück. Er sagte, er wolle damit die Wahlchancen für die Niedersächsin und Datenschützerin Katharina Nocun erhöhen. Es gilt als wahrscheinlich, dass die 26-Jährige die nächste Politische Geschäftsführerin der Piraten wird.

amz

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1. Ich werde sie zum ersten mal wählen...
CitizenTM 10.05.2013
... und damit wohl gegen den Trend auf das vermeintlich sinkende Schiff aufspringen. Flagge zeigen, jetzt wo selbst die Grünen unwählbar geworden sind.
2. Es werden noch viele zur Alternative wechseln ...
winfired 10.05.2013
... das gute daran ist, ihre Mitgliederzahlen steigen und steigen. Die piraten wurden hoch geschrieben, so zogen sie das destruktive Politvolk an, die danach die Partei im Streit zerlegten. Wir brauchen keine neue Partei mit einer Feministischen Plattform, sondern Kräfte die den Linksrechts Einheitsdualismus zerbrechen und die wahren Probleme angehen. Vielleicht muß auch die Frage geklärt werden, wie unsere Land zu diesem Einheitsmedienbrei und ob wir in allen Fragen Souverän sind! Ich fürchte das ein Konzept, wie die Danistakratie, der Wahrheit entspricht, nur so kann man die undemokratische vorgehensweise gegen eine Partei die sich in Gründung befindet noch verstehen. Es geht ja nicht um Parteien sondern um den Willen des Volkes!
3.
teekesselchen 10.05.2013
Zitat von sysopAFPMini-Krimi auf dem Piratenparteitag: Die Wahl des Nachfolgers von Johannes Ponader gestaltet sich kompliziert. Ein Bewerber zog seine Kandidatur spontan zurück, ein anderer warb für die Anti-Euro-Partei AfD und wurde unter Gejohle von der Bühne gejagt. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/piraten-mitglied-sorgt-mit-uebertritt-zur-afd-fuer-mini-eklat-a-899184.html
Typische Berichterstattung über die Piratenpartei. Rüde wäre es gewesen, wenn es Handgreiflichkeiten deswegen gegeben hätte, was ich mir bei bestimmten anderen Parteien aus dem Bundestag durchaus hätte vorstellen können, wenn das da ein Kandidat so gemacht hätte.
4.
kjartan75 10.05.2013
Zitat von winfired... das gute daran ist, ihre Mitgliederzahlen steigen und steigen. Die piraten wurden hoch geschrieben, so zogen sie das destruktive Politvolk an, die danach die Partei im Streit zerlegten. Wir brauchen keine neue Partei mit einer Feministischen Plattform, sondern Kräfte die den Linksrechts Einheitsdualismus zerbrechen und die wahren Probleme angehen. Vielleicht muß auch die Frage geklärt werden, wie unsere Land zu diesem Einheitsmedienbrei und ob wir in allen Fragen Souverän sind! Ich fürchte das ein Konzept, wie die Danistakratie, der Wahrheit entspricht, nur so kann man die undemokratische vorgehensweise gegen eine Partei die sich in Gründung befindet noch verstehen. Es geht ja nicht um Parteien sondern um den Willen des Volkes!
Für mich ist der Fall des Piraten, der zur AfD ein weiterer Beleg dafür, welch unseriöse Gestalten sich die AfD heranholt...Piraten, gescheiterte FDP-ler, die es nicht mehr in die Liste zur Wiederwahl geschafft haben usw. Und dann soll etwas vernünftiges bei herauskommen? Es gibt ja noch nicht mal ein ernstzunehmendes Konzept von der Partei bzgl. ganz konkreter Vorschläge wie der Prozess im Einklang mit dem Grundgesetz und den bestehenden außenpolitischen Verträgen überhaupt bewerkstelligt werden soll. Bloßes Protestverhalten ist ja ganz schön, aber so ganz ohne Realitätssinn sollte es nun auch nicht vonstatten gehen. Und wenn AfD'ler vom Willen des Volkes sprechen, dann muss ich wirklich brechen, weil sie haben mit der Forderung, die D-Mark zurückhaben zu wollen eine glasklare Mehrheit GEGEN sich. Wenn die AfD'ler sich anmaßen und sich als alleinigen Vertreter des Volkes zu sehen, warum dümpeln sie in so einem Bereich von 2-3% herum? Das ist wirklich krank und anmaßend, wie sich solche Leute gerieren. Aber zunächst muss ja erstmal die Partei überhaupt die Zulassung zur BTW erlangen und das ist nicht so einfach, wie sich viele das vorstellen. Der Landesverband Baden-Württemberg hat ja jetzt schon Probleme am Hals, weil eigene Parteimitglieder von völlig undemokratischem Verhalten des Landesvorstandes reden... Ein bisschen mehr Realismus walten lassen und erstmal abwarten, ob sie überhaupt auf der Wahlliste zur BTW erscheint - das ist keine ausgemachte Sache.
5. Selbstversenkung
sponti123 10.05.2013
Die Piraten sind eben doch eine Inhalts- und Kopflose Chaoten Partei. Den Widerstand gegen ACTA rechne ich ihnen als Verdienst an. Damit hat es sich aber auch erledigt. Bye bye; ich werde euch nicht vermissen.
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