Piratenpartei Parteispitze fordert Nichtangriffspakt fürs Netz

Das Internet mache die Institutionen des öffentlichen Lebens besonders angreifbar, findet die Piratenpartei. Deshalb bräuchte es besonderen Schutz. Die Partei fordert ein staatenübergreifendes Schutzabkommen fürs Netz.

Themenbild vom Piratenparteitag in Neumarkt: Friedensabkommen fürs Netz
DPA

Themenbild vom Piratenparteitag in Neumarkt: Friedensabkommen fürs Netz


Berlin - Die Piratenpartei sieht Bedarf für eine Art Nichtangriffspakt im Netz. Das Internet dürfe nicht für kriegerische Aktionen genutzt werden, fordert der stellvertretende Vorsitzende der Partei, Markus Barenhoff. Es sei wünschenswert, dass sich die Staaten darauf einigten, das Netz nicht für kriegerische Auseinandersetzungen zu nutzen, sagte er.

Auch sollten sich die Länder bei möglichen Angriffen besser untereinander austauchen. "Das ist ein völlig neuer Bereich," erklärte Barenhoff. Das Internet sei ein öffentlicher Raum, in dem fast alle Institutionen des öffentlichen Lebens verbunden seien. Damit seien sie auch angreifbar und müssten entsprechend geschützt werden.

Das sei besonders schwer, weil im Netz nur schwer herauszufinden sei, wer hinter einem potentiellen Angriff stecke, ergänzte Barenhoff. "Gerade wenn es um kritische Infrastruktur und Versorgungsnetzwerke geht, ist das natürlich hochgefährlich."

Barenhoff äußerte seine Bedenken vor dem Hintergrund, dass sich seit einiger Zeit Berichte über angebliche Cyberangriffe etwa zwischen den USA und China häufen. Dazu hatte auch Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen erklärt, seine Behörde beobachte Cyberspionage aus China mit Sorge.

mli/dpa

insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
xfor 06.06.2013
1. Es Überrascht mich immer wieder...
...wie Weltfremd IT-Leute zu sein scheinen. Es gibt Gesetze, DIN-Normen und VDI-Richtlinien, welche verbieten, dass Infrasturktur wie Kraftwerke und Wasserwerke hardwaretechnisch mit dem Internet verbunden sind...beim Betreten einer solchen Anlage wird man nach USB-Sticks durchsucht.....Wo die Priaten eine Gefahr sehen, haben die Ingenieure sie längst gebannt...
Landpirat 06.06.2013
2. Weltfremd?
Zitat von xfor...wie Weltfremd IT-Leute zu sein scheinen. Es gibt Gesetze, DIN-Normen und VDI-Richtlinien, welche verbieten, dass Infrasturktur wie Kraftwerke und Wasserwerke hardwaretechnisch mit dem Internet verbunden sind...beim Betreten einer solchen Anlage wird man nach USB-Sticks durchsucht.....Wo die Priaten eine Gefahr sehen, haben die Ingenieure sie längst gebannt...
Ich fürchte, die Weltfremdheit muss ich ihnen zuschreiben. Zum einen gibt es keine 100%ige Sicherheit, zum anderen sieht die Realität in Unternehmen und öffentlichen Betrieben oft anders aus, als Sie es beschreiben. Ich kenne beispielsweise viele Versorger, die mit dem Internet verbunden sind. Dabei werden zwar Sicherheitsrichtlinien beachtet, aber wie gesagt...
Fait Accompli 06.06.2013
3.
Den Vorschlag finde ich gut. Außerhalb des Netzes gibt es auch Regeln für die Kriegsführung.
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