Piraten-Star Marina Weisband: "Ich bin ein Tschernobyl-Kind"

Piratin Weisband (Archivbild): "Es begann in meinem zweiten Lebensjahr"Zur Großansicht
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Piratin Weisband (Archivbild): "Es begann in meinem zweiten Lebensjahr"

Wegen ihrer angeschlagenen Gesundheit zog sich Marina Weisband aus der Spitze der Piratenpartei zurück - nun schildert die 25-Jährige, wie sie als Kind in der Ukraine schwer erkrankte. Ihre Immunschwäche führt die Politikerin auf die Atomkatastrophe von Tschernobyl zurück.

Hamburg - Sie galt als große Hoffnung der Piraten, gab der jungen Partei als politische Geschäftsführerin ein Gesicht. Doch dann verabschiedete sich Marina Weisband aus dem Rampenlicht. Als Grund für ihren Abschied im Frühjahr 2012 gab sie auch ihren schlechten Gesundheitszustand an. Nun hat sich die 25-Jährige erstmals im Detail über eine schwere Erkrankung in ihrer Kindheit geäußert.

Weisband bezeichnete sich im Gespräch mit dem "Zeit-Magazin" als "Tschernobyl-Kind". "Das haben die Ärzte damals meinen Eltern gesagt, als sie verzweifelt zu ihnen kamen", so Weisband: "Was wollen Sie - sie ist ein Tschernobyl-Kind."

Die Politikerin wurde 1987 in Kiew geboren, hundert Kilometer entfernt von Tschernobyl, wo sich ein Jahr zuvor die Nuklearkatastrophe ereignet hatte. "Es begann etwa in meinem zweiten Lebensjahr als Immunschwäche und setzte sich in einer Reihe von Folgekrankheiten fort", schreibt sie in ihrem Buch "Wir nennen es Politik. Ideen für eine zeitgemäße Demokratie", das in der kommenden Woche erscheint.

Am 26. April 1986 war in dem Kraftwerk ein Reaktor explodiert. Als Folge wurden große Mengen radioaktives Material in die Luft geschleudert und verbreitet. In vielen Teilen Europas wurden später erhöhte Strahlenwerte festgestellt. Besonders hoch war die Belastung jedoch in der Nähe des Kraftwerks. Schon lange gibt es Diskussionen über die möglichen Folgen der Strahlenbelastung in der Zivilbevölkerung.

Nach der Katastrophe hatten Weisbands Eltern immer wieder Ärzte in Kiew aufgesucht - ohne jedoch viel Hilfe zu erhalten. "Schließlich haben sie meiner Mutter gesagt: Wenn Ihre Tochter hierbleibt, wird sie sterben", sagt sie im "Zeit-Magazin". Der anschließende Umzug der Familie nach Deutschland habe ihr das Leben gerettet, mehrere Nachbarskinder von damals seien mittlerweile tot.

jok

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insgesamt 102 Beiträge
Luna-lucia 06.03.2013
Dir gehört unsere größte Hochachtung! Lass Dich bloß nicht verbiegen! Du bist viel zu wichtig bist, um Dich zerreiben zu lassen - bitte achte auf unseren Rat - und setzte Deine Gesundheit an die vorderste Stelle in Deinem [...]
Zitat von sysopWegen ihrer angeschlagenen Gesundheit zog sich Marina Weisband aus der Spitze der Piratenpartei zurück - nun schildert die 25-Jährige, wie sie als Kind in der Ukraine schwer erkrankte. Ihre Immunschwäche führt die Politikerin auf die Atomkatastrophe von Tschernobyl zurück. Piratin Weisband: Erkrankung als Kind als Folge von Tschernobyl - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/piratin-weisband-erkrankung-als-kind-als-folge-von-tschernobyl-a-887282.html)
Dir gehört unsere größte Hochachtung! Lass Dich bloß nicht verbiegen! Du bist viel zu wichtig bist, um Dich zerreiben zu lassen - bitte achte auf unseren Rat - und setzte Deine Gesundheit an die vorderste Stelle in Deinem Leben. Wir durften Deinen politischen Weitblick kennen lernen - und der ist allemal größer, als der, so mancher alt gedienter politischer Hasen ...
Solche Geschichten sind inzwischen völlig unnötig. Man muß nicht mehr gegen die Kernenergie hetzen. Ab 2020 wird es die Kernenergie nicht mehr geben, jedenfalls in Deutschland nicht. Gegen russische Reaktoren hilft das natürlich [...]
Solche Geschichten sind inzwischen völlig unnötig. Man muß nicht mehr gegen die Kernenergie hetzen. Ab 2020 wird es die Kernenergie nicht mehr geben, jedenfalls in Deutschland nicht. Gegen russische Reaktoren hilft das natürlich nicht, aber seis drum, hauptsache wir sind draußen, auch wenns ziemlich teuer enden wird. Lobbygelder werden in die grüne Ecke fließen, aber so ist wohl der Trend...
Steinwald 06.03.2013
Unangenehme Selbstdarstellerin. Was soll man sowas wählen? Hach ja. Ich wünsch ihr viel Glück mit dem restlichen Leben, aber sie möge mich und den Rest der Welt nicht länger mit ihrer dann doch eher nicht so wahnsinnig wichtigen [...]
Unangenehme Selbstdarstellerin. Was soll man sowas wählen? Hach ja. Ich wünsch ihr viel Glück mit dem restlichen Leben, aber sie möge mich und den Rest der Welt nicht länger mit ihrer dann doch eher nicht so wahnsinnig wichtigen Existenz behelligen. Dankeeee.
MasaGemurmel 06.03.2013
Bin grad erschrocken. Das höre ich nicht zum ersten Mal. Zunächst fand ich es etwas abwägig. Aber jetzt bin ich etwas erschrocken. Sollte da eine ganze betroffene Generation heranwachsen?
Bin grad erschrocken. Das höre ich nicht zum ersten Mal. Zunächst fand ich es etwas abwägig. Aber jetzt bin ich etwas erschrocken. Sollte da eine ganze betroffene Generation heranwachsen?
Tabman 06.03.2013
Eine Politikerin, die ihre gesundheit und ihr Privatleben über knallhartes politisches Karrieretum stellt, ist eine "Selbstdarstellerin"? Seltsame Logik. Was müsste Frau Weisband denn tun, um wählbar zu sein? Ihre [...]
Zitat von SteinwaldUnangenehme Selbstdarstellerin. Was soll man sowas wählen? Hach ja. Ich wünsch ihr viel Glück mit dem restlichen Leben, aber sie möge mich und den Rest der Welt nicht länger mit ihrer dann doch eher nicht so wahnsinnig wichtigen Existenz behelligen. Dankeeee.
Eine Politikerin, die ihre gesundheit und ihr Privatleben über knallhartes politisches Karrieretum stellt, ist eine "Selbstdarstellerin"? Seltsame Logik. Was müsste Frau Weisband denn tun, um wählbar zu sein? Ihre Familie vernachlässigen?
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  • Mittwoch, 06.03.2013 – 17:54 Uhr
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