Pkw-Maut Dobrindt will zehn Millionen Euro für Berater ausgeben

Wie soll die umstrittene Pkw-Maut umgesetzt werden? Offenbar fehlen Verkehrsminister Dobrindt Antworten. Jetzt fordert der CSU-Politiker zehn Millionen Euro für die Hilfe von externen Fachleuten.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU)
DPA

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU)


Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt von der CSU benötigt wegen der geänderten Pkw-Mautpläne bis zu zehn Millionen Euro für externe Berater. Das geht aus einem Schreiben des Parlamentarischen Staatssekretärs im Finanzministerium, Jens Spahn (CDU), an den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor.

Die "überplanmäßige Ausgabe" werde benötigt, um die "europaweite Ausschreibung für die technische Umsetzung des Infrastrukturabgabensystems vorzubereiten", heißt es in dem Schreiben, das der dpa vorliegt und über das zuvor die "Welt" berichtet hatte. Hintergrund ist der im Dezember erzielte Kompromiss mit der EU-Kommission zur Pkw-Maut.

Die zusätzlichen Mittel seien nicht vorhersehbar gewesen, da zum Zeitpunkt der Aufstellung des Haushalts 2017 die kurzfristig erzielte Einigung mit der EU-Kommission nicht absehbar gewesen sei.

Eine "kurzfristige fundierte juristische, technische und wirtschaftliche Beratung" sei zwingend erforderlich, heißt es weiter: "Die personellen Ressourcen des Bundes und das vorhandene Fachwissen seien nicht ausreichend, um den angestrebten Startzeitpunkt des Infrastrukturabgabesystems im Jahr 2019 gewährleisten zu können."

Ob die Pkw-Maut dem Staat tatsächlich Einnahmen bescheren wird, ist umstritten. Aus einem Gutachten des ADAC ging zuletzt hervor, dass das Projekt des Verkehrsministers sogar zu Millionenverlusten führen könnte.

jan/dpa



insgesamt 64 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Parvis 24.02.2017
1. Dobrindt
Was ist daran verwerflich? Herr Dobrindt kann es nicht und sieht es ein. Das ist ein positiver Wesenszug. O.K. ob man jetzt unbedingt 10 Millionen Euro braucht und warum man keine entsprechend kompetente Mitarbeiter hat, das ist ein anderes Thema.
wasistlosnix 24.02.2017
2. Hoffentlich
findet der Dobrindt sich ab Herbst nicht mehr in der Regierung.
hornochse 24.02.2017
3. Tja...
dann sollte er mal lieber 10millionen für die personellen Ressourcen des Bundes und das vorhandene nicht ausreichende Fachwissen beantragen.
JerryKraut 24.02.2017
4. Schon toll,
wenn man so mit Steuergeldern um sich schmeißen kann. Und wenn es mit der Politik nicht mehr klappt, steigt man halt bei denen ein.
mrotz 24.02.2017
5.
Am besten gar keine Maut. Ansonsten Vignette. Dafür daß man durch diesen Tipp Milliarden sparen kann, habe ich mir die 10 Mio jetzt echt verdient. mfg
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.