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Plagiatsvorwürfe: Merkel spricht Schavan "volles Vertrauen" aus

Die durch Plagiatsvorwürfe unter Druck geratene Bildungsministerin Schavan hat jetzt Unterstützung von prominenter Seite erhalten: Bundeskanzlerin Merkel sprach ihrer Parteifreundin ihr "volles Vertrauen" aus.

Regierungspolitikerinnen Schavan und Merkel: Rückendeckung für die Bildungsministerin Zur Großansicht
DPA

Regierungspolitikerinnen Schavan und Merkel: Rückendeckung für die Bildungsministerin

Berlin - Für Annette Schavan ist es eine erfreuliche Nachricht inmitten der Vorwürfe, sie habe in ihrer Doktorarbeit getäuscht: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der Bildungsministerin und Parteifreundin volle Rückendeckung signalisiert.

Schavan sei eine "hervorragende und erfolgreiche" Ressortchefin, die "für Bildung und Forschung viel erreicht" habe, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin und betonte: "Die Bundeskanzlerin hat volles Vertrauen zu ihr." Der Promotionsausschuss der Universität Düsseldorf arbeite nach "eigenem Zeitplan", zudem habe Schavan ein "Recht auf Stellungnahme", sagte Seibert und fügte hinzu: "Wir sollten der Entscheidung nicht vorgreifen".

Ein Gutachter der Universität Düsseldorf hatte nach SPIEGEL-Informationen "eine leitende Täuschungsabsicht" Schavans festgestellt. In Schavans Arbeit sei das "charakteristische Bild einer plagiierenden Vorgehensweise" erkennbar.

Schavan wehrte sich gegen den Plagiatsvorwurf. "Ich lasse mir das nicht bieten", sagte sie der "Südwest Presse". Die Ministerin kündigte außerdem eine umfassende Stellungnahme zu dem Fall an und erhob schwere Vorwürfe gegen die Universität Düsseldorf.

Nachdem sie fünf Monate "eisern geschwiegen" habe, bleibe ihr nun nichts anderes übrig, als sich zu wehren, sagte die Politikerin der "Südwest Presse". "Das heißt, ich werde zu den Vorwürfen gegenüber der Universität Stellung beziehen." Sie zeigte sich zudem empört darüber, dass "ein Entwurf durchgestochen" werde, der noch nicht einmal im Promotionsausschuss besprochen worden sei. Sie bekräftigte erneut, dass sie in ihrer 1980 verfassten Arbeit "keine Quelle bewusst falsch angegeben" habe. Sie gehe daher davon aus, dass von den Vorwürfen "nichts übrig bleibt".

Anfang Mai waren auf der Internetseite schavanplag.wordpress.com anonym Vorwürfe der Täuschung gegen Schavan im Zusammenhang mit ihrer Dissertation erhoben worden. Die Philosophische Fakultät der Universität Düsseldorf kündigte daraufhin eine Prüfung an. Dies geschah auch auf Bitte der Ministerin.

hen/dpa/dapd

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insgesamt 111 Beiträge
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    Seite 1    
1. Volles Vertrauen ?
web4health 15.10.2012
Was genau ist in Merkels Wörterbuch "Volles Vertrauen", dass sie dem Lügenbaron, dem Aufschneider-Bundespräsidenten und ihrer Blender-Truppe sonst noch entgegen brachte ? Volles Vertrauen kann ja nur eine Form der tiefsten Verachtung bedeuten sich so blöde anzustellen, dass man auffliegt. Um nicht mitgerissen zu werden, wird die Vertrauensfrage mal so beantwortet. Kein Wunder, dass die Bürger kein Vertrauen mehr in die Politik haben. Aber schon erstaunlich, dass es an Merkel abprallt.
2. Hatten wir das nicht schonmal...
carvinger 15.10.2012
Kommt mir irgendwie bekannt vor... Nicht gegen die politischen Erfolge Frau Schavans, aber sollte sich herausstellen, dass von den Vorwürfen halt doch was "übrig" bleibt, so dürften auch alle Solidaritätsbekundungen nichts nutzen...
3. Etwas irritierend...
gesinecresspahl 15.10.2012
... dass Merkel, selber doch eigentlich Wissenschaftlerin, so wenig dazuzulernen scheint. Schavan wird nicht haltbar sein, und damit wird auch Merkel geschadet werden.
4. Kampagne
Klaus100 15.10.2012
Die Umstände dieser "Enthüllung" haben Züge einer Kampagne die mindestens von einem Teil der gedruckten Presse, sowie von Deutschlandfunk, Tagesschau und WDR begleitet wird. Den üblichen Verdächtigen eben. Außerdem ruft die Kampagne wieder alle Scheinheiligen auf den Plan. Künast und Co. z. B..
5. xxx
Dumpfmuff3000 15.10.2012
Zitat von web4healthWas genau ist in Merkels Wörterbuch "Volles Vertrauen", dass sie dem Lügenbaron, dem Aufschneider-Bundespräsidenten und ihrer Blender-Truppe sonst noch entgegen brachte ? Volles Vertrauen kann ja nur eine Form der tiefsten Verachtung bedeuten sich so blöde anzustellen, dass man auffliegt. Um nicht mitgerissen zu werden, wird die Vertrauensfrage mal so beantwortet. Kein Wunder, dass die Bürger kein Vertrauen mehr in die Politik haben. Aber schon erstaunlich, dass es an Merkel abprallt.
Die Merkel wird dei Schavan in ein paar Tagen fallen lassen wie eine heiße Kartoffel, genau so wie sie das auch mit Dr. Strg. c.v. gemacht hat.
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