Politischer Aschermittwoch Hat die CSU bei ihren Besucherzahlen geschummelt?

SPD und CSU haben sich am politischen Aschermittwoch einen Wettstreit um die höchste Besucherzahl geliefert. Am Ende proklamierte CSU-General Dobrindt den Sieg für sich: 7000 Gäste - obwohl nur 4100 in die Halle durften. Passaus Stadtsprecher erhebt nun Zweifel an der Zahl.

Seehofer und Stoiber in der Dreiländerhalle: Doch keine 7000 Gäste?
dapd

Seehofer und Stoiber in der Dreiländerhalle: Doch keine 7000 Gäste?


München - Wer hat mehr? Das war eine der zentralen Fragen zu Beginn der bierseligen Veranstaltungen von SPD und CSU zum politischen Aschermittwoch vergangene Woche. Tatsächlich wird wohl die SPD in diesem Jahr zum ersten Mal den Zahlenwettstreit gewonnen haben. Das Bierzelt in Vilshofen war für 4500 Gäste zugelassen - und voll. Die Passauer Dreiländerhalle, wo die CSU sich feierte, ist nur für 4100 Besucher freigegeben. Aber CSU-General Alexander Dobrindt zählte 7000 Besucher. Es ist nicht überliefert, ob er nach dem Genuss von Bier manche Besucher doppelt gesehen hat. Aber aller Wahrscheinlichkeit nach hat er wohl schlichtweg übertrieben.

"Wenn wirklich 7000 Besucher in der Halle gewesen wären, gäbe es einen Handlungsbedarf", sagte Stadtsprecher Herbert Zillinger am Dienstag. Man habe jedoch keine gravierenden Verstöße gegen die gesetzlichen Auflagen festgestellt. Die Gänge und auch die Notausgänge seien stets frei gewesen, sagte der Sprecher. Nach einem Brandschutzgutachten dürfen bei politischen Veranstaltungen mit Bestuhlung maximal etwa 4100 Menschen in die Halle. Von der CSU gab es am Dienstag bisher keine Stellungnahme.

ler/dpa



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