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Flüchtlingsdemonstration in Berlin: Polizei räumt Protest-Camp am Brandenburger Tor

Ein starkes Polizeiaufgebot hat auf dem Pariser Platz ein Camp von Flüchtlingen geräumt. Die Aktivisten wollten vor dem Brandenburger mit einem Hungerstreik gegen die deutsche Asylpolitik demonstrieren.

Flüchtlingscamp: Hungerstreik in Berlin Fotos
DPA

Berlin - Aktivisten der Flüchtlingsorganisation "Refugee Tent Action" haben am Abend vor dem Brandenburger Tor in Berlin ein Zelt errichtet. Die Demonstranten, die aus Protest gegen die deutsche Asylpolitik zu Fuß von Würzburg nach Berlin marschiert waren, fordern unter anderem die Abschaffung von Sammelunterkünften und der Residenzpflicht für Asylbewerber. Sie haben eigenen Angaben zufolge einen Hungerstreik begonnen.

Ein starkes Polizeiaufgebot umstellte die knapp 50 Aktivisten. Um den Pariser Platz standen rund 30 Mannschaftswagen, darunter eine Hundestaffel und Kräfte der Kriminalpolizei. Kurz vor 22 Uhr begannen Bereitschaftspolizisten mit der Demontage des Großzelts, die flink vonstatten ging. Zuvor hatten sich die Flüchtlinge geweigert, das Zelt freiwillig abzubauen. Die Demonstranten quittierten die Aktion mit lautstarken Sprechchören wie "Kein Mensch ist illegal" oder "Feuer und Flamme den Abschiebebehörden".

Nach Polizeiangaben verstieß die Errichtung des Zeltes und der "Einsatz von Übernachtungs-Utensilien" gegen geltendes Recht. Gleichwohl wolle man das Abhalten einer Versammlung vor dem Brandenburger Tor dulden. Die fand denn auch statt, nachdem sich aus dem Kreis der Unterstützer der Flüchtlinge ein Versammlungsleiter gefunden hatte, der die Veranstaltung ordnungsgemäß anmeldete. Alles blieb friedlich - Festnahmen gab es zunächst nicht.

Sven Röbel

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 34 Beiträge
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1. Großzelt?
brandmeister 24.10.2012
Jetzt übertreibt Spon aber etwas. Das zelt auf dem Foto ist ein ganz normales Unterkunftszelt, wie es bei Zeltlagern verwendet wird. Mit dem Begriff Großzelt verbinde ich (und wohl die meisten anderen) etwas von der Größe eines Bierzeltes.
2.
Pfeiffer mit drei F 24.10.2012
Zitat von sysopDPAEin starkes Polizeiaufgebot hat auf dem Pariser Platz ein Camp von Flüchtlingen geräumt. Die Aktivisten wollten vor dem Brandenburger mit einem Hungerstreik gegen die deutsche Asylpolitik demonstrieren. Polizei räumt Protest-Camp am Brandenburger Tor - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/polizei-raeumt-protest-camp-am-brandenburger-tor-a-863257.html)
Die Aktivisten haben sich wohl im Staat geirrt. Deutschland behandelt um Asyl suchende Menschen doch sehr human - selbst im Vergleich zu anderen westlichen Staaten.
3. Und was wollen wir eigentlich?
caecilia_metella 24.10.2012
Zitat von sysopDPAEin starkes Polizeiaufgebot hat auf dem Pariser Platz ein Camp von Flüchtlingen geräumt. Die Aktivisten wollten vor dem Brandenburger mit einem Hungerstreik gegen die deutsche Asylpolitik demonstrieren. Polizei räumt Protest-Camp am Brandenburger Tor - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/polizei-raeumt-protest-camp-am-brandenburger-tor-a-863257.html)
Eigentlich wollen wir gar nicht, dass jemand aus seiner Heimat fliehen muss. Ja, wenn das die einzige Möglichkeit ist, dann muss man das wohl so machen: Diktatoren und Kriegstreibern eine so gute Alternative vorführen, dass sie augenblicklich demokratisch und friedlich werden und die Flüchtlinge wieder zurückkehren können.
4. die sollen mal alle schön still sein....
keksguru 24.10.2012
wer echter Flüchtling ist wird es zu schätzen wissen, "irgendein" Dach über den Kopf zu haben. Hier in Deutschland, in Italien oder in Estland... ist egal, aber da gibts immer wieder welche denen das net gut genug is. Und die sind meist keine Betroffenen sondern "Aktivisten", sprich Fremdaufreger... kann ich überhaupt nicht ausstehen dieses Protestvolk.
5. 30 Mannschaftswagen plus Hundestaffel
tsitsinotis 24.10.2012
für 50 Flüchtlinge. Wovor um Gottes Willen hat die Politik Angst? - Und das am Tag der Einweihung des Roma-Sinti-Denkmals - 70 Jahre nach dem Massenmord.- Und heute sind Roma für IM Friedrich Wirtschaftsflüchtlinge - obwohl sie in SO-Europa verfolgt werden und nicht wissen, wie sie den Winter überleben sollen.-Es hat sich wenig geändert...
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