Zugunsten der AfD Rechtsextreme Pro-NRW tritt nicht zur Landtagswahl an

Die rechtsextreme Bürgerbewegung Pro-NRW verzichtet auf eine Kandidatur bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen - denn sie wollen der AfD keine Konkurrenz machen.

Kundgebung der rechtsextremen Pro-NRW in Düsseldorf (Archiv)
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Kundgebung der rechtsextremen Pro-NRW in Düsseldorf (Archiv)


Ein Einzug der AfD in den nordrhein-westfälischen Landtag gilt nach den Wahlen am 14. Mai als wahrscheinlich. Davon geht auch die rechtsextreme Pro-NRW aus und verzichtet deshalb zugunsten der AfD auf eine Wahlkandidatur. Das teilte der Landesverband auf seiner Homepage mit.

"Angesichts des nahezu sicheren Landtagseinzugs der AfD wäre eine Konkurrenzkandidatur derzeit kontraproduktiv und würde letztendlich nur den verbrauchten Altparteien nutzen," heißt es in der Mitteilung. Die Entscheidung sei dem Landesverband demnach nicht leichtgefallen, doch man wolle das "Verschenken von Stimmen vermeiden". Stattdessen werde die Partei sich in den kommenden Jahren auf die Kommunalpolitik konzentrieren.

In dem Schreiben drückten die Rechtsextremen auch ihr Unverständnis über die Wahlteilnahme weiterer "völlig chancenloser rechter Kleinstparteien" aus. Durch ihre Kandidaturen würden sie nur die Altparteien stützen.

Pro-NRW wird seit Längerem vom Verfassungsschutz beobachtet. Bei den nordrhein-westfälischen Landtagswahlen 2012 spielte die Partei keine Rolle und kam auf 1,5 Prozent.

asc/dpa



insgesamt 8 Beiträge
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Bueckstueck 13.02.2017
1. Wie sagt das Sprichwort?
Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.
Indigo76 13.02.2017
2.
Immer wieder behaupten Unterstützer der AfD, diese Partei wäre nicht rechtsextrem. Wenn dem wirklich so wäre, dann würde die Parteiführung der AfD-NRW jetzt augenblicklich reagieren und die Stammwähler von PRO-NRW auffordern ihre Stimme NICHT der AfD zu geben. Ansonsten akzeptieren sie die Stimmen von Rechten und geben damit endlich zu, was eh schon alles wissen. Die AfD IST eine rechte Partei!
phrasensport 13.02.2017
3. Mal wieder gut zu wissen...
...wer dann am Ende AfD wählt! Jaja, die bürgerliche Mitte natürlich...!
werner-brösel 13.02.2017
4. noch Fragen Hauser?
Das zeigt doch endgültig, in welchen Gewässern die AfD fischt. ...egal, ob Höcke nun dabei ist, oder nicht...
jamguy 13.02.2017
5. rausschmiss Höcke
Zitat von BueckstueckEine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.
Will sich die AFD von der NPD abgrenzen gibt es keine Wahl!
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