Problemfall Bundeswehrreform: Guttenbergs grausiges Erbe

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2. Teil: Freiwilligenarmee ohne Freiwillige

Ex-Minister Guttenberg, Nachfolger de Maizière, Generalinspekteur Wieker: Herkulestaten Zur Großansicht
dapd

Ex-Minister Guttenberg, Nachfolger de Maizière, Generalinspekteur Wieker: Herkulestaten

Der Umbau für eine Freiwilligenarmee steht erst am Anfang. Seit dem 1. März werden keine neuen Wehrpflichtigen mehr herangezogen. Die Zeichen für eine Freiwilligenarmee sind nicht gerade ermutigend: 160.000 junge und gemusterte Männer wurden jüngst angeschrieben. Die ernüchternde Resonanz: Rund 7000 junge Männer antworteten, sie würden einen Dienst in der Bundeswehr erwägen - was an sich noch keine Zusage ist. Doch notwendig wären rund 16.000 pro Jahr. Es ist also, kommt es nicht zu einer deutlichen Verbesserung, demnächst mit einer gewaltigen Lücke bei der Mannschaftsstärke zu rechnen. Im Ministerium macht man sich Mut: Die Werbekampagne laufe erst noch an, erst in der Rückschau eines Jahres sei die Entwicklung abzuschätzen. "Es ist eine Übergangsphase, die mit verschiedenen Unwägbarkeiten einhergeht. Aber es ist noch viel zu früh, darüber den Stab zu brechen", sagt ein Ministeriumssprecher am Montag.

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1. Na so was
rosenvater 08.03.2011
Zitat von sysopDie Bundeswehrreform war das Prestigeprojekt von Karl-Theodor zu Guttenberg -*für seinen Nachfolger dürfte die Umsetzung eine Herkulesaufgabe werden: Der neue Verteidigungsminister Thomas de Maizière steht vor sechs großen Herausforderungen. Ein Überblick. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,749473,00.html
wer hätte das gedacht, das unser "brilliantester Kopf der Politik" nur rumgetönt hat. Erstaunlich, ausgerechnet der sympathische Polit-Star, der soviel bewegt hat und seine Arbeit so gut gemacht hat...
2. Guttenberg lügt doch nicht: "bestelltes Feld" - also alles fertig
plagiatejäger 08.03.2011
Guttenberg brüstet sich doch mit der Rückgabe des Doktortitels als "Vorbild", wenn man einen Fehler zugibt, ist das doch Beispiel-gebend. Deshalb muss man dem edlen und redlich-adeligen Idol der Jugend doch glauben schenken, daß er die ganze Bundeswehrreform doch schon praktisch durchgeführt hat. Wer jetzt nach ihm kommt, muss doch automatisch sich mit seinen fremden Federn schmücken. Also, wer so ehrlich seine Fehler zugegeben hat und dann beim ersten Lesen der Arbeit gemerkt hat, daß er dem Ghostwriter zuviel gezahlt hat und einem Betrüger aufgesessen ist, dem muss man doch jetzt endlich einmal Glauben schenken. Wie käme ein so adeliger überhaupt dazu, seine Untertanen zu belügen - was für eine Erwartungshaltung spiegelt sich da in der Gesellschaft wider? Jetzt muss aber endlich einmal Schluß sein mit der Hetzkampagne gegen den Vorzeigeminister, der die Welt gerettet hat mit seiner so gut wie abgeschlossenen Bundeswehrrreform und der Aufklärung seiner fehlerhaft kopierten Doktorarbeit. Es wird Zeit, daß er endlich alle seine Zweifler besiegt. mit etwas Geld kann er sich doch sicher einen Professortitel kaufen - z.B. an einer Fachhochschule, dann braucht er nämlcih gar keinen Dr. -Titel...
3. .................................................. ..
Tommi16 08.03.2011
Zitat von sysopDie Bundeswehrreform war das Prestigeprojekt von Karl-Theodor zu Guttenberg -*für seinen Nachfolger dürfte die Umsetzung eine Herkulesaufgabe werden: Der neue Verteidigungsminister Thomas de Maizière steht vor sechs großen Herausforderungen. Ein Überblick. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,749473,00.html
" Und es gehört sich, ein weitgehend bestelltes Haus zu hinterlassen. Deshalb letzte Woche noch einmal viel Kraft auf den nächsten entscheidenden Reformschritt verwandt wurde, der nun von meinem Nachfolger bestens vorbereitet verabschiedet werden kann." Guttenbergs (nächste) Lüge, anläßlich seines Rücktritts
4. *schluchz*
RichardT, 08.03.2011
Zitat von sysopDie Bundeswehrreform war das Prestigeprojekt von Karl-Theodor zu Guttenberg -*für seinen Nachfolger dürfte die Umsetzung eine Herkulesaufgabe werden: Der neue Verteidigungsminister Thomas de Maizière steht vor sechs großen Herausforderungen. Ein Überblick. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,749473,00.html
Ihr seid so fies. Der Mann sieht doch so gut aus und hat so viel geleistet. Dann ist er derart makelloser Herkunft - wie könnt Ihr nur wagen sowas zu berichten. Das sind alles die Neider und die linke Presse. Er hat hervorragende Arbeit geleistet, genau wie im Studium, wo ja nur gemeine Professoren ihm schaden wollten. Er hat wie ein echter Edelmann immer die Wahrheit gesagt. Ich finde Euer Nachtreten gemein.
5. xxx
Schleswig 08.03.2011
Zitat von sysopDie Bundeswehrreform war das Prestigeprojekt von Karl-Theodor zu Guttenberg -*für seinen Nachfolger dürfte die Umsetzung eine Herkulesaufgabe werden: Der neue Verteidigungsminister Thomas de Maizière steht vor sechs großen Herausforderungen. Ein Überblick. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,749473,00.html
Eigentlich ist dieses Problem ein FDP Problem. Sie war es doch die unbedingt die Wehrpflicht auf sechs Monate drücken wollte. Also ein besserer Schnupperkurs. Also soll sie doch die Suppe auslöffeln.
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Sparvorgaben für die Bundeswehr

Auf rund 8,3 Milliarden Euro bis 2014 belaufen sich die Sparvorgaben für den Verteidigungsminister. Diese Summe wurde im Zuge des schwarz-gelben Sparpakets fest vereinbart. Allerdings wurde dem damaligen Minister Guttenberg von Bundesfinanziminister Wolfgang Schäuble im Februar eine zeitliche Streckung des Sparprogramms um ein Jahr auf jetzt 2015 zugestanden. Damit wird der Spardruck um 2,6 Milliarden Euro entlastet, errechnete die FDP. Sie fordert Schäuble auf, wieder zum alten Sparzeitplan zurückzukehren

Nach den alten Vorgaben musste der Verteidigungsminister bei der Reform der Bundeswehr innerhalb der nächsten drei Jahre insgesamt vier Milliarden Euro sparen - eine Milliarde im Jahr 2013 und weitere drei Milliarden im Jahr 2014.

Hinzu kamen Einsparungen bei "disponiblen Ausgaben", von denen alle Ressorts betroffen sind. Hier handelt es sich um Einschnitte bei nicht gesetzlich gebundenen Kosten. Danach muss Guttenberg gegenüber dem Finanzplan in diesem Jahr rund 598 Millionen Euro erbringen. Im nächsten Jahr wäre diese Einsparvorgabe auf 1,089 Milliarden Euro angestiegen, in den Jahren 2013 und 2014 hätten jeweils 1,334 Milliarden Euro erbracht werden müssen.

Guttenberg hatte bereits darauf verwiesen, dass er die Sparziele im Zuge der Wehrreform wegen Anschubinvestitionen für den Umbau der Bundeswehr in eine Freiwilligenarmee nicht erfüllen könne. Der Minister wollte eine Verkleinerung der Bundeswehr auf 163.500 Soldaten, die Koalition entschied, dass es bis zu 185.000 Soldaten sein sollen. Guttenbergs Nachfolger Thomas de Maizière versicherte nach seinem Amtsantritt, es bleibe bei der Reform. Allerdings kündigte er eine Lageanalyse an und erklärte in seinem ersten Tagesbefehl an die Truppe: "Ich nehme mir die Zeit, die ich brauche."

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