Von Conny Neumann
München - Maria Eichhorn wollte auf Geschenke zum Sechzigsten verzichten. Stattdessen bat sie um eine Spende an den Lebensschutzverein "Donum Vitae". Der ist berechtigt, Beratungsscheine für Schwangere auszustellen. Und die könnten damit notfalls abtreiben lassen.

Regensburger Domspatzen in Aktion - aber nicht bei Maria Eichhorn
Eichhorn, die sich früher als Vorsitzende der CSU-Frauen-Union stets um das Leben ungeborener Kinder bemüht hat und deshalb dem Amberger Verein "Donum Vitae" eng verbunden ist, suchte noch im letzten Moment, die strengen Katholiken zum Einlenken zu bewegen: Sie wollte die Spenden alternativ dem Verein "Mütter in Not" zukommen lassen, der sich um hilfsbedürftige Familien kümmert.
Geholfen hat es nichts.
Denn allein die ursprüngliche Absicht Eichhorns, den von der Kirche gefürchteten Schwangeren-Beraterinnen von "Donum Vitae" zu helfen, war für die Kleriker schockierend genug. Sie untersagten ihren Domspatzen deshalb, bei der Jubiläumsfeier der CSU-Frau am 21. September im Musiksaal des Schlosses Altegloffsheim nahe der Donau aufzutreten.
Dabei ist Eichhorn sogar Vorsitzende der Kulturstiftung Regensburger Domspatzen.
Aber eben nicht nur das. Auch bei Donum Vitae ist Eichhorn im Vorstand. Nichts Verwerfliches für eine Christsoziale. "Donum Vitae" ist katholisch geprägt und schuf als erste Hilfsorganisation in Deutschland die Möglichkeit zur anonymen Geburt. Das bedeutet, dass Schwangere ihr Kind in einer Klinik zur Welt bringen und zur Adoption freigeben können, ohne dass sie behördlich erfasst werden.
Für das Regensburger Bistum ist die Arbeit des Vereins trotzdem mit katholischen Grundsätzen unvereinbar.
Maria Eichhorn kümmert sich nun um eine andere musikalische Umrahmung ihrer Geburtstagfeier.
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