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03. Oktober 2010, 00:02 Uhr

Proteste in Bremen

Demonstranten marschieren gegen Einheitsfeier auf

"Radikale Absage an Staat, Nation und Kapital": Rund 2000 Demonstranten haben am Samstag mit lautstarken Parolen gegen die Feier zur deutschen Einheit protestiert. Zuvor hatten sie im Internet zu Gewalt aufgerufen - dennoch blieb die Veranstaltung überwiegend friedlich.

Bremen - Die Polizei in Bremen war vor der Einheitsfeier auf alles gefasst gewesen - doch am Samstagabend konnte sie aufatmen: Die Demonstration mehrerer Tausend meist linksextremer Protestler verlief ohne große Zwischenfälle. Es seien lediglich einige Feuerwerkskörper und Flaschen geworfen worden, sagte ein Polizeisprecher. Verletzt worden sei dabei niemand.

Die Demonstranten waren am frühen Samstagabend lautstark durch Bremen gezogen: "Nie wieder Deutschland" riefen sie und propagierten eine "radikale Absage an Staat, Nation und Kapital". Auf Bannern hieß es: "Kein Tag für die Nation. Kein Tag für Deutschland."

Anlässlich der zentralen Feiern zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung war zuvor im Internet zur Gewalt aufgerufen worden. Die Polizei hatte daher in den vergangenen Tagen die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. 3000 Beamte sind an diesem Wochenende in Bremen im Einsatz.

Sängerin Nena sorgt für gute Stimmung beim Bürgerfest

Am Sonntag findet der offizielle Festakt statt. Zu der Zeremonie werden neben Bundespräsident Christian Wulff und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch zahlreiche ausländische Gäste erwartet. Dazu gehören Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und der ständige EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy.

Zu den Feierlichkeiten gehört aber auch ein zweitägiges Bürgerfest, das bereits am Samstag begonnen hatte - und auf dem unter anderen auch die Sängerin Nena einen Auftritt hatte.

yes/Reuters/AFP

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