Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Provokateure global: Die anderen Sarrazins

Von , , Yassin Musharbash, Dominik Peters, , , , und

Angst vor dem Islam, Integrationsprobleme, Ausländerfeindlichkeit: Nicht nur in Deutschland wird darüber heftig gestritten. In fast jedem Land gibt es Provokateure wie Thilo Sarrazin - SPIEGEL-ONLINE-Korrespondenten zeigen, wie Populisten weltweit gegen Minderheiten Stimmung machen.

Fotostrecke

10  Bilder
Falsche Volkshelden: Sarrazins überall
Thilo Sarrazin ist nicht allein. Fast jedes Land kann Provokateure vorweisen, die sich mit griffigen Thesen zu Lieblingen des Volkes aufschwingen - und oft sogar Wahlerfolge einfahren. Denn weltweit gibt es Ängste vor Überfremdung, falscher oder schlechter Integration von Migranten, verfehlter Zuwanderungspolitik.

Die Methode Volksheld funktioniert bestens: Wer die Themen Zuwanderung oder Integration anpackt, wird als unerschrockener Wahrheitssucher gefeiert. Viele Kritiker der sogenannten herrschenden Verhältnisse spielen nur zu gern die Rolle des Außenseiters, der sich mit dem verbohrten Establishment anlegt. Oftmals sind die Provokateure weit radikaler als Sarrazin, ihre Formeln platter und härter. Doch ähnlich wie er können sie durch Abgrenzung oder Ausgrenzung Punkte sammeln.

Mal sind es die Muslime, mal die Roma, mal die Ausländer ganz generell, die ins Visier der Populisten geraten. In Großbritannien ist es sogar die EU.

In manchen Staaten werden die Provokateure selbst zu den führenden Politikern. In anderen wie Russland bleiben die Populisten indes ewige Außenseiter. Die herrschenden Politiker lassen nicht zu, dass sie ihnen die Show stehlen. Wenn sie Unmut im Volk verspüren, präsentieren sie sich lieber selbst als Problemlöser.

Mit welchen Methoden arbeiten die anderen Sarrazins? Wer hat Erfolg? Wer nicht? SPIEGEL-ONLINE-Korrespondenten zeigen neun Beispiele, wie Populisten in anderen Ländern agieren:

Diesen Artikel...
Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 392 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Und noch mehr Sarrazin-Bashing...
rolo 09.09.2010
Zitat von sysopAngst vor dem Islam, Integrationsprobleme, Ausländerfeindlichkeit: Nicht nur in Deutschland wird darüber heftig gestritten. In fast jedem Land gibt es Provokateure wie Thilo Sarrazin - SPIEGEL-ONLINE-Korrespondeten zeigen, wie Populisten weltweit gegen Minderheiten Stimmung machen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,716117,00.html
Seit dem Wut-Artikel von Matussek habe ich geglaubt, der SPIEGEL online sei zur Besinnung gekommen und zur sachlichen Berichterstattung übergegangen. Scheint aber wohl nur eine Eintagsfliege gewesen zu sein, jetzt haben die Berufsempörer wieder das Wort und stellen ihn in eine Reihe mit einigen wirklich zwielichtigen Gestalten. Na herzlichen Dank, so verkauft man seine Leser für dumm...
2. ???
lorberost 09.09.2010
Was haben die Genannten alle mit Sarrazin zu tun? Überhaupt nichts. Wieso muß man nun Sarrazin in eine reihe mit ihnen stellen? Arme Würstchen. Die Angst vor Sarrazin muß ja schon zur Panik werden sein.
3. Schönes Gruppenbild...
peter hammer 09.09.2010
...und Sarrazin paßt da bestens rein. Zwischen Schirinowski und Wilders.
4. Die verlorene Ehre....
VorwaertsImmer, 09.09.2010
Zitat von sysopAngst vor dem Islam, Integrationsprobleme, Ausländerfeindlichkeit: Nicht nur in Deutschland wird darüber heftig gestritten. In fast jedem Land gibt es Provokateure wie Thilo Sarrazin - SPIEGEL-ONLINE-Korrespondeten zeigen, wie Populisten weltweit gegen Minderheiten Stimmung machen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,716117,00.html
...und der Spiegel zeigt wie man Stimmung gegen eine Person macht. Man nehme die schlimmsten der Welt und vergleiche sie mit einer Person hierzulande. Selbst wenn der Vergleich hinkt. Ähnlich den Rechten, die Osama bin Laden mit ... vergleichen.
5. Hmb
DJ Doena 09.09.2010
Wie gar kein Henryk M. Broder in der Liste? Oder hat der als Spiegel-Online-Schreiber diplomatische Immunität?
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




"Bedauerlich, aber konsequent"

Zitate starten: Klicken Sie auf den Pfeil

Sarrazin und das Geld
Sarrazins Vergütung
Thilo Sarrazin ist seit Mai 2009 Mitglied des Bundesbank-Vorstands. Für die ersten acht Monate im Amt bekam er im Jahr 2009 154.800 Euro, davon werden 121.670,84 Euro für die Berechnung seines späteren Ruhestandsgehalt berücksichtigt. So steht es im Geschäftsbericht der Bundesbank. Seine Kollegen haben für das gesamte Jahr 2009 je 232.000 Euro bekommen. Es ist anzunehmen, dass in Sarrazins Arbeitsvertrag die gleiche Gehaltshöhe steht. Sein Vertrag läuft noch bis 2014.
Sarrazins Pensionsansprüche
Die Frage, welche Pensionszahlungen Sarrazin aus seiner Zeit als Bundesbank-Vorstand zustehen, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Das Ruhestandsgeld richtet sich nach einer vereinbarten Formel und muss zudem möglicherweise mit Ansprüchen aus früheren Tätigkeiten verrechnet werden. Vor seiner Zeit bei der Bundesbank war Sarrazin unter anderem Mitarbeiter des Bundesfinanzministeriums, der Treuhandgesellschaft, der Deutschen Bahn und zuletzt Berliner Finanzsenator. Solche komplizierten Karrieren führen oft zu gerichtlichen Auseinandersetzungen über die Pensions- und Rentenansprüche. Sollte Sarrazin tatsächlich aus seinem Amt abberufen werden, droht außerdem eine Auseinandersetzung darüber, ob seine Pension mit dieser Entscheidung ebenfalls hinfällig ist.


Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: