Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

RAF-Debatte: Schäuble gegen "Schlussstrich unter Terror von links"

Bundesinnenminister Schäuble hat sich in die aktuelle Debatte um die RAF-Attentate in den siebziger Jahren eingeschaltet. Er erteilte Forderungen nach einem Schlussstrich eine Absage und betonte das Recht der Opfer-Angehörigen auf Aufklärung.

Berlin - "Auch dreißig Jahre nach dem deutschen Herbst kann kein Schlussstrich unter den Terror von links gezogen werden", sagte Wolfgang Schäuble der "Bild"-Zeitung. Viele hinterbliebene Frauen und Kinder kennen bis heute nicht die Namen und Gesichter der Mörder. "Zumindest müssen die Täter alles Menschenmögliche zur Aufklärung ihrer damaligen Gräueltaten beitragen - was bis heute immer noch nicht geschehen ist", fordert Schäuble.

Bundesinnenminister Schäuble: "Terroristische Mörderbande"
AP

Bundesinnenminister Schäuble: "Terroristische Mörderbande"

Der Minister rechnete in scharfen Worten mit den RAF-Tätern ab. "Die RAF war eine terroristische Mörderbande. Ihr Wahn von der sozialistischen Gesellschaft endete in der kaltblütigen Ermordung unschuldiger Menschen", betonte der Innenminister.

Schäuble weiter: "Neben Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft sind den Mördern vor allem Familienväter aus kleinen Verhältnissen zum Opfer gefallen. Sie waren den arroganten, verwöhnten und selbstgerechten Bürgersöhnen und Bürgertöchtern, die in der RAF eine erbärmliche Plattform zum Ausleben ihrer menschenfeindlichen Gewaltobsessionen fanden, schutzlos ausgeliefert", sagte Schäuble.

jaf/AFP/ddp

Diesen Artikel...

© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: